Migrationsmatrix

Aus ControllingWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Achtung. Sie nutzen eine nicht mehr unterstützte Version des Internet Explorer. Es kann zu Darstellungsfehlern kommen. Bitte ziehen Sie einen Wechsel zu einer neueren Version des Internet Explorer in Erwägung oder wechseln Sie zu einer freien Alternative wie Firefox.

In einer Migrationsmatrix sind die tatsächlich beobachteten Übergangsraten (Übergangswahrscheinlichkeiten) innerhalb eines Zeitraums von einem oder mehreren Jahren zwischen den Rating-Klassen (Rating-Noten) zusammengefasst. So ist in der dargestellten einjährigen Migrationsmatrix von Standard & Poor’s zu entnehmen, dass 87,8% der Unternehmen, die ursprünglich mit A geratet worden waren, nach Ablauf eines Jahres ein unverändertes [Rating] erfuhren. 2,1% dieser Unternehmen konnten ihr Rating auf AA verbessern, das Rating von 5,0% dieser Unternehmen verschlechterte sich dagegen auf BBB.

Veröffentlichte Migrationsmatrizen geben Aufschluss über die Stabilität der Rating-Noten einer Agentur im Zeitverlauf und zeigen Kreditinstituten im Rahmen seit „Basel II“ sowie Marktteilnehmern im Allgemeinen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein geratetes Unternehmen innerhalb eines gewis-sen Zeitraums von der Agentur in eine andere Rating-Klasse eingestuft wird.

Migrationsmatrix.png

Abbildung 1: Einjährige Migrationsmatrix für die Rating-Klassen von Standard & Poor’s (Durchschnitt 1981 – 2001, N.R. Rating zurückgezogen; Quelle: Standard & Poor’s, Special Report Rating Performance, Februar 2002)

Literatur

Gleißner, W./Füser, K. (2014): Praxishandbuch Rating und Finanzierung, 3. Auflage, Verlag Vahlen, München


Ersteinstellender Autor

Prof. Dr. Werner Gleißner