Liquidität 1. Grades

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Prüfsiegel gültig bis Januar 2020

Definition

Liquidität 1.Grades = liquide Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten × 100

Datenbeschaffung/Aufbereitung

Die Höhe der liquiden Mittel resultiert aus der Addition des Kassenbestandes, dem Bankguthaben und Schecks (bilanzielle Aktivposten des Umlaufvermögens).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind der Passivseite der Bilanz zu entnehmen und enthalten alle Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1. Jahr, sowie nicht langfristige Rückstellungen (z.B.: Steuerrückstellungen).

Interpretation

Die Liquidität 1. Grades (Bar-Liquidität) ist eine Bilanzstichtagsbezogene Gegenüberstellung der liquiden Mittel und kurzfristigen Verbindlichkeiten, auf derenBasis sich die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens feststellen lässt. Dabei ist zwischen einer positiven und negativen Liquidität zu unterscheiden:

Positive Liquidität: Liquidität ≥ 100%

--> Kurzfristige Verbindlichkeiten sind durch liquide Mittel erfüllt

-->Zahlungsfähigkeit sehr hoch

Negative Liquidität: Liquidität ≤ 100%

-->Liquide Mittel reichen nicht aus, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu erfüllen

-->Mögliche Zahlungsunfähigkeit

Zu beachten ist allerdings, dass die Aussagefähigkeit der Liquiditätsanalyse abnimmt, je größer der zeitliche Abstand zwischen Bilanzstichtag und Analyse ist.

Siehe auch Liquidität_3._Grades

Literatur

Crone, Andreas. Werner, Henning (2012): Modernes Sanierungsmanagement. Insolvenzverfahren, Haftungsrisiken, Arbeitsrecht, Sanierungsmanagement und Sanierungsmanagement und steuerliche Aspekte, München.

Kupper, Hans-Ulrich. Weber, Jürgen (1995): Grundbegriffe des Controlling, Stuttgart.

Krause, Hans-Ulrich. Arora, Dayanand (2008): Controlling-Kennzahlen. Key Performance Indicators, München.

Ersteinstellender Autor

Lisa Marlen Steberl, Heidelberg, SRH Hochschule Heidelberg. Mail: lisa-marlen.steberl@fh-heidelberg.de