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	<title>ControllingWiki - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Leistungs-Index&amp;diff=4019</id>
		<title>Leistungs-Index</title>
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		<updated>2013-01-08T11:08:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leistungs-Index, siehe auch: [[http://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=MPI_Man_Power_Index&amp;amp;action=edit]]  Man Power Index = Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz sowie Fremdbezug von Leistungen eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leistungs-Index besitzt eine hohe Aussagekraft bezüglich der Effektivität des Personaleinsatzes, der Qualifizierung der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung im Unternehmen.&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der Leistungs-Index, Rohertrag zu Personalkosten, eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 7, in: Controller Magazin März/April 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leistungs-Index, siehe auch: [[http://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=MPI_Man_Power_Index&amp;amp;action=edit]]  Man Power Index = Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz sowie Fremdbezug von Leistungen eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leistungs-Index besitzt eine hohe Aussagekraft bezüglich der Effektivität des Personaleinsatzes, der Qualifizierung der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung im Unternehmen.&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der Leistungs-Index, Rohertrag zu Personalkosten, eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 7, in: Controller Magazin Feb/März 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leistungs-Index, siehe auch: [[http://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=MPI_Man_Power_Index&amp;amp;action=edit]]  Man Power Index = Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz sowie Fremdbezug von Leistungen eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leistungs-Index besitzt eine hohe Aussagekraft bezüglich der Effektivität des Personaleinsatzes, der Qualifizierung der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung im Unternehmen.&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der Leistungs-Index, Rohertrag zu Personalkosten, eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 7, in: Controller Magazin Feb/März 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Interpretation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leistungs-Index, siehe auch: [[http://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=MPI_Man_Power_Index&amp;amp;action=edit]]  Man Power Index = Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz sowie Fremdbezug von Leistungen eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leistungs-Index besitzt eine hohe Aussagekraft bezüglich der Effektivität des Personaleinsatzes, der Qualifizierung der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung im Unternehmen.&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der Leistungs-Index, Rohertrag zu Personalkosten, eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Personalwesen wird auch ein zweiter Manpower-Index geführt: Dieser misst die Gesamtfläche der in Printmedien erscheinenden &lt;br /&gt;
Stelleninserate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 7, in: Controller Magazin Feb/März 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2013-01-08T11:06:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Definition */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leistungs-Index, siehe auch: [[http://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=MPI_Man_Power_Index&amp;amp;action=edit]]  Man Power Index = Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz sowie Fremdbezug von Leistungen eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leistungs-Index besitzt eine hohe Aussagekraft bezüglich der Effektivität des Personaleinsatzes, der Qualifizierung der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung im Unternehmen.&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der MPI, Rohertrag zu Personalkosten, eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Personalwesen wird auch ein zweiter Manpower-Index geführt: Dieser misst die Gesamtfläche der in Printmedien erscheinenden &lt;br /&gt;
Stelleninserate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 7, in: Controller Magazin Feb/März 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
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		<updated>2013-01-08T11:05:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: Die Seite wurde neu angelegt: „== Definition ==  Leistungs-Index, siehe auch: http://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=MPI_Man_Power_Index&amp;amp;action=editMan Power Index = Rohertrag /…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leistungs-Index, siehe auch: [[http://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=MPI_Man_Power_Index&amp;amp;action=edit]]Man Power Index = Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz sowie Fremdbezug von Leistungen eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leistungs-Index besitzt eine hohe Aussagekraft bezüglich der Effektivität des Personaleinsatzes, der Qualifizierung der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung im Unternehmen.&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der MPI, Rohertrag zu Personalkosten, eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Personalwesen wird auch ein zweiter Manpower-Index geführt: Dieser misst die Gesamtfläche der in Printmedien erscheinenden &lt;br /&gt;
Stelleninserate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 7, in: Controller Magazin Feb/März 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
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	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Cash_Flow&amp;diff=3985</id>
		<title>Cash Flow</title>
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		<updated>2013-01-04T11:33:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* IGC-DEFINITION (gekürzt) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== IGC-DEFINITION (gekürzt) ==&lt;br /&gt;
'''Cash Flow / [[:en:Cash flow|Cash flow]]'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cash Flow ist ein Umsatzüberschuß über die liquiditätswirksamen Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit eines Unternehmens und damit sowohl ein Indikator für die Ertragslage eines Betriebs als auch für seine Innenfinanzierungskraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Analyse- und Auswertungszweck werden verschiedene Cash Flow-Begriffe unterschieden. Zuerst ist festzulegen, ob die Betrachtungen mit oder ohne Berücksichtigung außerordentlicher und neutraler Geschäftsfälle vorgenommen werden sollen; hier wird nur die ordentliche Rechnung beachtet. Sodann ist zu entscheiden, von welchem Fonds man ausgehen will, da diese Entscheidung darüber bestimmt, welche Bewegungen als liquiditätswirksam zu betrachten sind. Unter einem Fonds ist der Saldo von einem oder mehreren Bilanzkonten zu verstehen, mit welchem die Liquiditätsveränderung gemessen werden soll:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Cash Flow-Stufen.jpg|x500px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus: [http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cash Flow Statement]], [[Kapitalflussrechnung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;img src=&amp;quot;http://vg08.met.vgwort.de/na/94ddc8f646a2497696a797b358f315c1&amp;quot; width=&amp;quot;1&amp;quot; height=&amp;quot;1&amp;quot; alt=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Nutzen-Kontur_von_Innovationen&amp;diff=3979</id>
		<title>Nutzen-Kontur von Innovationen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Nutzen-Kontur_von_Innovationen&amp;diff=3979"/>
		<updated>2012-12-12T14:17:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Innovation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Innovation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Innovation“ ist ein häufig genutzter Begriff, der oft auf bloße Erneuerung oder noch enger auf Produkterneuerung reduziert wird. Konventionelle Innovationen in diesem Sinne beschränken sich normalerweise auf Teilsysteme eines Unternehmens wie z.B. die Produktion und können die Kostenstruktur oder bestimmte Parameter eines Leistungsangebots verbessern. Sie können dazu beitragen, die Position eines Unternehmens im existierenden Markt zu festigen oder zu verbessern. Doch sie orientieren auf den Wettbewerb in bestehenden Märkten. Die Grenzen der einzelnen Branchen und die Regeln für den Wettbewerb auf diesen Märkten sind genau definiert, allgemein bekannt und werden akzeptiert. Die Unternehmen versuchen, ihre Wettbewerber zu übertreffen, um sich einen höheren Marktanteil zu sichern. Je enger es in diesem Markt wird, desto stärker sinken die Gewinn- und Wachstums-Chancen. Die Produkte werden zur Massenware (Commodities) und die Auseinandersetzungen im Konkurrenzkampf immer härter und ruinöser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Blue Ocean Strategy ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innovation geht auch anders. W. Chan Kim und Renée Mauborgne haben diese andere Art in ihrem 2005 erschienenen Buch „Blue Ocean Strategy“ beschrieben: das Feld der Nutzen-Innovation. In diesem Feld orientieren die Unternehmen ihre Innovatoren darauf, das gesamte System der Entwicklung und Leistungserstellung darauf einzustellen, sowohl für die Kunden als auch zugleich für das Unternehmen selbst einen Nutzengewinn zu erreichen indem sie einen neuen, bisher von niemandem beanspruchten Markt erschließen. Durch diese Ausrichtung der Gesamtstrategie des Unternehmens auf die Schaffung und Eroberung neuer Märkte liegt der Fokus nicht mehr darauf, die Konkurrenz zu schlagen, sondern ihr auszu-weichen – die Autoren nennen diesen Bereich den „blauen Ozean“ – im Unterschied zu konventionellen Innovationen, die sie dem Bereich des „roten Ozeans“ zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blauen Ozeane werden durch bisher noch nicht erschlossene Märkte, die Erzeugung neuartiger Nachfrage und die Aussicht auf höchst profitables Wachstum definiert. Sie entstehen zumeist aus roten Ozeanen heraus durch eine Ausdehnung oder Veränderung der existierenden Branchengrenzen. In den blauen Ozeanen spielt der Wettbewerb keine Rolle, da die Spielregeln erst noch festgelegt werden müssen und es anfangs gar keine Wettbewerber gibt. Erst wenn sie sich zu roten Ozeanen wandeln, zieht auch hier der Wettbewerb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich das Basisgeschäft vieler Unternehmen im roten Ozean bewegt, bietet ein blauer Ozean ein weites Feld für besondere Wachstumspotenziale, wenn es gelingt, ihn zu erschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer blaue Ozeane finden will, muss über die traditionellen Wettbewerbsgrenzen hinwegblicken durch: &lt;br /&gt;
* Betrachtung alternativer Branchen (unterschiedliche Lösungen für gleiche Ziele: z.B. einen schönen Abend außer Haus verbringen entweder durch einen Kino- oder einen Restaurant-Besuch oder eine Kombination von beidem)&lt;br /&gt;
* Einbeziehung anderer strategischer Gruppen in der Branche (z.B. durch ein spezielles Angebot nur für Frauen im Fitness-Markt)&lt;br /&gt;
* Neudefinition der Käufergruppe einer Branche (durch Differenzierung zwischen Erwerbern – z.B. Einkäufern – und Benutzern – z.B. eine Fachabteilung)&lt;br /&gt;
* Untersuchung komplementärer Produkte und Dienstleistungen (durch Erkunden, was vor, während und nach der Benutzung des eigenen Produktes passiert – z.B. die Kombination von Flug und Hin- bzw. Weitertransport am Boden)&lt;br /&gt;
* Überdenken der funktionalen und emotionalen Kaufmotive (z.B. die Umorientierung der funktionalen Uhrenbranche auf ein emotional betontes Angebot durch Swatch)&lt;br /&gt;
* Beobachtung nachhaltiger Trends (ob sie entscheidend und irreversibel sind sowie eine klare Richtung haben – z.B. die Änderung gesetzlicher Vorschriften im Gesundheitswesen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eine der bekanntesten Nutzen-Innovationen war die Entwicklung des neuen Marktsegments der sogenannten „Billig-Flieger“. Die US-amerikanische Gesellschaft Southwest Airlines hatte die traditionelle Luftfahrtindustrie und die in ihr üblichen Standards analysiert und suchte nach alternativen Möglichkeiten, sich im Wettbewerb zu positionieren. Durch Erweiterung ihres Analysefeldes war ihnen zweierlei aufgefallen: Zum einen gab es zwar gut ausgebaute Verbindungen zu fast allen großen ame-rikanischen Städten, die mittelgroßen Städte aber wurden vernachlässigt. Für Reisen dorthin gab es nur die Alternative, zwischen Eisenbahn und Auto zu wählen. Und zum anderen hatte noch niemand den Gedanken erwogen, die Kunden zu differenzieren nach jenen, die ihr Ticket aus einer fremden Tasche (Unternehmen, Auftraggeber etc.) bezahlt bekamen und all den anderen, die ihren Flug aus dem eigenen Portemonnaie begleichen mussten. Aus diesen Überlegungen heraus wurde schnell klar, dass ein riesiges Potenzial bisheriger Nichtkunden für die Fluggesellschaft erschlossen werden konnte, wenn es gelingen würde, ein entsprechendes Leistungsangebot zu erstellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Potenzial von innovativen Ideen zu visualisieren, kann man sich des Instruments der Nutzen-Konturen bedienen (s. Abb. 1): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nutzenkontur_Abb1.JPG]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abbildung 1: 	Nutzen-Kontur für das Beispiel von Southwest Airlines (Quelle: Kim/ Mauborgne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werden in einfacher Form die Standards der bisherigen Lösung (hier die durchschnittlichen Fluggesellschaften) mit den Standards des in die Analyse einbezogenen potenziellen Marktes (bisherige Fahrten mit dem Auto) verglichen und nach einer innovativen Alternative gesucht, deren Nutzen-Konturen ebenfalls eingetragen werden („billiges“ Flugangebot). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine derartige innovative Alternative zu finden – also gleichzeitig einen Nutzengewinn für die potenziellen Kunden und das Unternehmen zu erreichen, sind vier Fragen zu beantworten:&lt;br /&gt;
# Welche bisher branchenüblichen Faktoren können eliminiert werden (im obigen Beispiel Platzwahl und Einbindung von Drehkreuzen [Hubs])?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren können weit unter die bisherigen Standards reduziert werden (im Beispiel Bordverpflegung und Lounges)?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren können deutlich über die bisherigen Standards gesteigert werden (im Beispiel freundlicher Service und Schnelligkeit)?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren, die bisher noch nie geboten wurden, können kreiert werden (im Beispiel die häufige Verbindung zwischen mittelgroßen Städten)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gilt es, die Gemeinsamkeiten der bisherigen Nichtkunden zu identifizieren, um die Größenordnung und das Modell des neuen Geschäftsfeldes abzustecken. Dazu gehören begründete Annahmen zum strategischen Preis und den erlaubten Kosten (Target Costing) sowie den Rahmenbedingungen der Annahme des neuen Angebots durch Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Öffentlichkeit. Schließlich muss ein Leistungsangebot erstellt werden, das den Rahmenbedingungen gerecht wird. Nicht nur Southwest Airlines hat bewiesen, dass derartige Innovationen möglich und realisierbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Nutzen-Kontur kann jede innovative Idee visuell auf ihr diesbezügliches Po-tenzial geprüft werden, sowohl im Vergleich zu konventionellen Lösungen als auch zu Möglichkeiten, die bisher nicht in die Betrachtung der Branche einbezogen wur-den. Das befördert die Suche nach Wettbewerbsvorteilen, die eine signifikante Verbesserung der Marktposition erlauben. Die Nutzen-Kontur ist ohne größere Hilfsmittel zu erstellen. Man benötigt lediglich einen wachen Verstand, Raum für unkonventio-nelle Ideen, eine systematische Beobachtung der relevanten Märkte und den Mut zum Testen neuartiger Lösungen. Es ist möglicherweise ein anderes Denken erforderlich. Aber es lohnt sich, diese Variante zu erwägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kim, W. C. / Mauborgne, R. (2005): Der Blaue Ozean als Strategie. Wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt. Carl Hanser Verlag, München&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellende Autoren ==&lt;br /&gt;
Walter Schmidt, www.scorecard.de [http://www.scorecard.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Vieregge, www.4egge4you.de [http://4egge4you.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Nutzen-Kontur_von_Innovationen&amp;diff=3978</id>
		<title>Nutzen-Kontur von Innovationen</title>
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		<updated>2012-12-12T14:15:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Innovation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Innovation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Innovation“ ist ein häufig genutzter Begriff, der oft auf bloße Erneuerung oder noch enger auf Produkterneuerung reduziert wird. Konventionelle Innovationen in diesem Sinne beschränken sich normalerweise auf Teilsysteme eines Unternehmens wie z.B. die Produktion und können die Kostenstruktur oder bestimmte Parameter eines Leistungsangebots verbessern. Sie können dazu beitragen, die Position eines Unter-nehmens im existierenden Markt zu festigen oder zu verbessern. Doch sie orientieren auf den Wettbewerb in bestehenden Märkten. Die Grenzen der einzelnen Bran-chen und die Regeln für den Wettbewerb auf diesen Märkten sind genau definiert, allgemein bekannt und werden akzeptiert. Die Unternehmen versuchen, ihre Wett-bewerber zu übertreffen, um sich einen höheren Marktanteil zu sichern. Je enger es in diesem Markt wird, desto stärker sinken die Gewinn- und Wachstums-Chancen. Die Produkte werden zur Massenware (Commodities) und die Auseinandersetzungen im Konkurrenzkampf immer härter und ruinöser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Blue Ocean Strategy ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innovation geht auch anders. W. Chan Kim und Renée Mauborgne haben diese andere Art in ihrem 2005 erschienenen Buch „Blue Ocean Strategy“ beschrieben: das Feld der Nutzen-Innovation. In diesem Feld orientieren die Unternehmen ihre Innovatoren darauf, das gesamte System der Entwicklung und Leistungserstellung darauf einzustellen, sowohl für die Kunden als auch zugleich für das Unternehmen selbst einen Nutzengewinn zu erreichen indem sie einen neuen, bisher von niemandem beanspruchten Markt erschließen. Durch diese Ausrichtung der Gesamtstrategie des Unternehmens auf die Schaffung und Eroberung neuer Märkte liegt der Fokus nicht mehr darauf, die Konkurrenz zu schlagen, sondern ihr auszu-weichen – die Autoren nennen diesen Bereich den „blauen Ozean“ – im Unterschied zu konventionellen Innovationen, die sie dem Bereich des „roten Ozeans“ zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blauen Ozeane werden durch bisher noch nicht erschlossene Märkte, die Erzeugung neuartiger Nachfrage und die Aussicht auf höchst profitables Wachstum definiert. Sie entstehen zumeist aus roten Ozeanen heraus durch eine Ausdehnung oder Veränderung der existierenden Branchengrenzen. In den blauen Ozeanen spielt der Wettbewerb keine Rolle, da die Spielregeln erst noch festgelegt werden müssen und es anfangs gar keine Wettbewerber gibt. Erst wenn sie sich zu roten Ozeanen wandeln, zieht auch hier der Wettbewerb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich das Basisgeschäft vieler Unternehmen im roten Ozean bewegt, bietet ein blauer Ozean ein weites Feld für besondere Wachstumspotenziale, wenn es gelingt, ihn zu erschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer blaue Ozeane finden will, muss über die traditionellen Wettbewerbsgrenzen hinwegblicken durch: &lt;br /&gt;
* Betrachtung alternativer Branchen (unterschiedliche Lösungen für gleiche Ziele: z.B. einen schönen Abend außer Haus verbringen entweder durch einen Kino- oder einen Restaurant-Besuch oder eine Kombination von beidem)&lt;br /&gt;
* Einbeziehung anderer strategischer Gruppen in der Branche (z.B. durch ein spezielles Angebot nur für Frauen im Fitness-Markt)&lt;br /&gt;
* Neudefinition der Käufergruppe einer Branche (durch Differenzierung zwischen Erwerbern – z.B. Einkäufern – und Benutzern – z.B. eine Fachabteilung)&lt;br /&gt;
* Untersuchung komplementärer Produkte und Dienstleistungen (durch Erkunden, was vor, während und nach der Benutzung des eigenen Produktes passiert – z.B. die Kombination von Flug und Hin- bzw. Weitertransport am Boden)&lt;br /&gt;
* Überdenken der funktionalen und emotionalen Kaufmotive (z.B. die Umorientierung der funktionalen Uhrenbranche auf ein emotional betontes Angebot durch Swatch)&lt;br /&gt;
* Beobachtung nachhaltiger Trends (ob sie entscheidend und irreversibel sind sowie eine klare Richtung haben – z.B. die Änderung gesetzlicher Vorschriften im Gesundheitswesen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eine der bekanntesten Nutzen-Innovationen war die Entwicklung des neuen Marktsegments der sogenannten „Billig-Flieger“. Die US-amerikanische Gesellschaft Southwest Airlines hatte die traditionelle Luftfahrtindustrie und die in ihr üblichen Standards analysiert und suchte nach alternativen Möglichkeiten, sich im Wettbewerb zu positionieren. Durch Erweiterung ihres Analysefeldes war ihnen zweierlei aufgefallen: Zum einen gab es zwar gut ausgebaute Verbindungen zu fast allen großen ame-rikanischen Städten, die mittelgroßen Städte aber wurden vernachlässigt. Für Reisen dorthin gab es nur die Alternative, zwischen Eisenbahn und Auto zu wählen. Und zum anderen hatte noch niemand den Gedanken erwogen, die Kunden zu differenzieren nach jenen, die ihr Ticket aus einer fremden Tasche (Unternehmen, Auftraggeber etc.) bezahlt bekamen und all den anderen, die ihren Flug aus dem eigenen Portemonnaie begleichen mussten. Aus diesen Überlegungen heraus wurde schnell klar, dass ein riesiges Potenzial bisheriger Nichtkunden für die Fluggesellschaft erschlossen werden konnte, wenn es gelingen würde, ein entsprechendes Leistungsangebot zu erstellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Potenzial von innovativen Ideen zu visualisieren, kann man sich des Instruments der Nutzen-Konturen bedienen (s. Abb. 1): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nutzenkontur_Abb1.JPG]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abbildung 1: 	Nutzen-Kontur für das Beispiel von Southwest Airlines (Quelle: Kim/ Mauborgne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werden in einfacher Form die Standards der bisherigen Lösung (hier die durchschnittlichen Fluggesellschaften) mit den Standards des in die Analyse einbezogenen potenziellen Marktes (bisherige Fahrten mit dem Auto) verglichen und nach einer innovativen Alternative gesucht, deren Nutzen-Konturen ebenfalls eingetragen werden („billiges“ Flugangebot). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine derartige innovative Alternative zu finden – also gleichzeitig einen Nutzengewinn für die potenziellen Kunden und das Unternehmen zu erreichen, sind vier Fragen zu beantworten:&lt;br /&gt;
# Welche bisher branchenüblichen Faktoren können eliminiert werden (im obigen Beispiel Platzwahl und Einbindung von Drehkreuzen [Hubs])?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren können weit unter die bisherigen Standards reduziert werden (im Beispiel Bordverpflegung und Lounges)?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren können deutlich über die bisherigen Standards gesteigert werden (im Beispiel freundlicher Service und Schnelligkeit)?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren, die bisher noch nie geboten wurden, können kreiert werden (im Beispiel die häufige Verbindung zwischen mittelgroßen Städten)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gilt es, die Gemeinsamkeiten der bisherigen Nichtkunden zu identifizieren, um die Größenordnung und das Modell des neuen Geschäftsfeldes abzustecken. Dazu gehören begründete Annahmen zum strategischen Preis und den erlaubten Kosten (Target Costing) sowie den Rahmenbedingungen der Annahme des neuen Angebots durch Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Öffentlichkeit. Schließlich muss ein Leistungsangebot erstellt werden, das den Rahmenbedingungen gerecht wird. Nicht nur Southwest Airlines hat bewiesen, dass derartige Innovationen möglich und realisierbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Nutzen-Kontur kann jede innovative Idee visuell auf ihr diesbezügliches Po-tenzial geprüft werden, sowohl im Vergleich zu konventionellen Lösungen als auch zu Möglichkeiten, die bisher nicht in die Betrachtung der Branche einbezogen wur-den. Das befördert die Suche nach Wettbewerbsvorteilen, die eine signifikante Verbesserung der Marktposition erlauben. Die Nutzen-Kontur ist ohne größere Hilfsmittel zu erstellen. Man benötigt lediglich einen wachen Verstand, Raum für unkonventio-nelle Ideen, eine systematische Beobachtung der relevanten Märkte und den Mut zum Testen neuartiger Lösungen. Es ist möglicherweise ein anderes Denken erforderlich. Aber es lohnt sich, diese Variante zu erwägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kim, W. C. / Mauborgne, R. (2005): Der Blaue Ozean als Strategie. Wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt. Carl Hanser Verlag, München&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellende Autoren ==&lt;br /&gt;
Walter Schmidt, www.scorecard.de [http://www.scorecard.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Vieregge, www.4egge4you.de [http://4egge4you.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Nutzen-Kontur_von_Innovationen&amp;diff=3977</id>
		<title>Nutzen-Kontur von Innovationen</title>
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		<updated>2012-12-12T11:24:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Innovation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Innovation“ ist ein häufig genutzter Begriff, der oft auf bloße Erneuerung oder noch enger auf Produkterneuerung reduziert wird. Konventionelle Innovationen in diesem Sinne beschränken sich normalerweise auf Teilsysteme eines Unternehmens wie z.B. die Produktion und können die Kostenstruktur oder bestimmte Parameter eines Leistungsangebots verbessern. Sie können dazu beitragen, die Position eines Unter-nehmens im existierenden Markt zu festigen oder zu verbessern. Doch sie orientie-ren auf den Wettbewerb in bestehenden Märkten. Die Grenzen der einzelnen Bran-chen und die Regeln für den Wettbewerb auf diesen Märkten sind genau definiert, allgemein bekannt und werden akzeptiert. Die Unternehmen versuchen, ihre Wett-bewerber zu übertreffen, um sich einen höheren Marktanteil zu sichern. Je enger es in diesem Markt wird, desto stärker sinken die Gewinn- und Wachstums-Chancen. Die Produkte werden zur Massenware (Commodities) und die Auseinandersetzungen im Konkurrenzkampf immer härter und ruinöser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Blue Ocean Strategy ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innovation geht auch anders. W. Chan Kim und Renée Mauborgne haben diese andere Art in ihrem 2005 erschienenen Buch „Blue Ocean Strategy“ beschrieben: das Feld der Nutzen-Innovation. In diesem Feld orientieren die Unternehmen ihre Innovatoren darauf, das gesamte System der Entwicklung und Leistungserstellung darauf einzustellen, sowohl für die Kunden als auch zugleich für das Unternehmen selbst einen Nutzengewinn zu erreichen indem sie einen neuen, bisher von niemandem beanspruchten Markt erschließen. Durch diese Ausrichtung der Gesamtstrategie des Unternehmens auf die Schaffung und Eroberung neuer Märkte liegt der Fokus nicht mehr darauf, die Konkurrenz zu schlagen, sondern ihr auszu-weichen – die Autoren nennen diesen Bereich den „blauen Ozean“ – im Unterschied zu konventionellen Innovationen, die sie dem Bereich des „roten Ozeans“ zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blauen Ozeane werden durch bisher noch nicht erschlossene Märkte, die Erzeugung neuartiger Nachfrage und die Aussicht auf höchst profitables Wachstum definiert. Sie entstehen zumeist aus roten Ozeanen heraus durch eine Ausdehnung oder Veränderung der existierenden Branchengrenzen. In den blauen Ozeanen spielt der Wettbewerb keine Rolle, da die Spielregeln erst noch festgelegt werden müssen und es anfangs gar keine Wettbewerber gibt. Erst wenn sie sich zu roten Ozeanen wandeln, zieht auch hier der Wettbewerb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich das Basisgeschäft vieler Unternehmen im roten Ozean bewegt, bietet ein blauer Ozean ein weites Feld für besondere Wachstumspotenziale, wenn es gelingt, ihn zu erschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer blaue Ozeane finden will, muss über die traditionellen Wettbewerbsgrenzen hinwegblicken durch: &lt;br /&gt;
* Betrachtung alternativer Branchen (unterschiedliche Lösungen für gleiche Ziele: z.B. einen schönen Abend außer Haus verbringen entweder durch einen Kino- oder einen Restaurant-Besuch oder eine Kombination von beidem)&lt;br /&gt;
* Einbeziehung anderer strategischer Gruppen in der Branche (z.B. durch ein spezielles Angebot nur für Frauen im Fitness-Markt)&lt;br /&gt;
* Neudefinition der Käufergruppe einer Branche (durch Differenzierung zwischen Erwerbern – z.B. Einkäufern – und Benutzern – z.B. eine Fachabteilung)&lt;br /&gt;
* Untersuchung komplementärer Produkte und Dienstleistungen (durch Erkunden, was vor, während und nach der Benutzung des eigenen Produktes passiert – z.B. die Kombination von Flug und Hin- bzw. Weitertransport am Boden)&lt;br /&gt;
* Überdenken der funktionalen und emotionalen Kaufmotive (z.B. die Umorientierung der funktionalen Uhrenbranche auf ein emotional betontes Angebot durch Swatch)&lt;br /&gt;
* Beobachtung nachhaltiger Trends (ob sie entscheidend und irreversibel sind sowie eine klare Richtung haben – z.B. die Änderung gesetzlicher Vorschriften im Gesundheitswesen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eine der bekanntesten Nutzen-Innovationen war die Entwicklung des neuen Marktsegments der sogenannten „Billig-Flieger“. Die US-amerikanische Gesellschaft Southwest Airlines hatte die traditionelle Luftfahrtindustrie und die in ihr üblichen Standards analysiert und suchte nach alternativen Möglichkeiten, sich im Wettbewerb zu positionieren. Durch Erweiterung ihres Analysefeldes war ihnen zweierlei aufgefallen: Zum einen gab es zwar gut ausgebaute Verbindungen zu fast allen großen ame-rikanischen Städten, die mittelgroßen Städte aber wurden vernachlässigt. Für Reisen dorthin gab es nur die Alternative, zwischen Eisenbahn und Auto zu wählen. Und zum anderen hatte noch niemand den Gedanken erwogen, die Kunden zu differenzieren nach jenen, die ihr Ticket aus einer fremden Tasche (Unternehmen, Auftraggeber etc.) bezahlt bekamen und all den anderen, die ihren Flug aus dem eigenen Portemonnaie begleichen mussten. Aus diesen Überlegungen heraus wurde schnell klar, dass ein riesiges Potenzial bisheriger Nichtkunden für die Fluggesellschaft erschlossen werden konnte, wenn es gelingen würde, ein entsprechendes Leistungsangebot zu erstellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Potenzial von innovativen Ideen zu visualisieren, kann man sich des Instruments der Nutzen-Konturen bedienen (s. Abb. 1): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nutzenkontur_Abb1.JPG]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abbildung 1: 	Nutzen-Kontur für das Beispiel von Southwest Airlines (Quelle: Kim/ Mauborgne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werden in einfacher Form die Standards der bisherigen Lösung (hier die durchschnittlichen Fluggesellschaften) mit den Standards des in die Analyse einbezogenen potenziellen Marktes (bisherige Fahrten mit dem Auto) verglichen und nach einer innovativen Alternative gesucht, deren Nutzen-Konturen ebenfalls eingetragen werden („billiges“ Flugangebot). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine derartige innovative Alternative zu finden – also gleichzeitig einen Nutzengewinn für die potenziellen Kunden und das Unternehmen zu erreichen, sind vier Fragen zu beantworten:&lt;br /&gt;
# Welche bisher branchenüblichen Faktoren können eliminiert werden (im obigen Beispiel Platzwahl und Einbindung von Drehkreuzen [Hubs])?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren können weit unter die bisherigen Standards reduziert werden (im Beispiel Bordverpflegung und Lounges)?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren können deutlich über die bisherigen Standards gesteigert werden (im Beispiel freundlicher Service und Schnelligkeit)?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren, die bisher noch nie geboten wurden, können kreiert werden (im Beispiel die häufige Verbindung zwischen mittelgroßen Städten)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gilt es, die Gemeinsamkeiten der bisherigen Nichtkunden zu identifizieren, um die Größenordnung und das Modell des neuen Geschäftsfeldes abzustecken. Dazu gehören begründete Annahmen zum strategischen Preis und den erlaubten Kosten (Target Costing) sowie den Rahmenbedingungen der Annahme des neuen Angebots durch Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Öffentlichkeit. Schließlich muss ein Leistungsangebot erstellt werden, das den Rahmenbedingungen gerecht wird. Nicht nur Southwest Airlines hat bewiesen, dass derartige Innovationen möglich und realisierbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Nutzen-Kontur kann jede innovative Idee visuell auf ihr diesbezügliches Po-tenzial geprüft werden, sowohl im Vergleich zu konventionellen Lösungen als auch zu Möglichkeiten, die bisher nicht in die Betrachtung der Branche einbezogen wur-den. Das befördert die Suche nach Wettbewerbsvorteilen, die eine signifikante Verbesserung der Marktposition erlauben. Die Nutzen-Kontur ist ohne größere Hilfsmittel zu erstellen. Man benötigt lediglich einen wachen Verstand, Raum für unkonventio-nelle Ideen, eine systematische Beobachtung der relevanten Märkte und den Mut zum Testen neuartiger Lösungen. Es ist möglicherweise ein anderes Denken erforderlich. Aber es lohnt sich, diese Variante zu erwägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kim, W. C. / Mauborgne, R. (2005): Der Blaue Ozean als Strategie. Wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt. Carl Hanser Verlag, München&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellende Autoren ==&lt;br /&gt;
Walter Schmidt, www.scorecard.de [http://www.scorecard.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Vieregge, www.4egge4you.de [http://4egge4you.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Nutzen-Kontur_von_Innovationen&amp;diff=3976</id>
		<title>Nutzen-Kontur von Innovationen</title>
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		<updated>2012-12-12T11:23:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Innovation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Innovation“ ist ein häufig genutzter Begriff, der oft auf bloße Erneuerung oder noch enger auf Produkterneuerung reduziert wird. Konventionelle Innovationen in diesem Sinne beschränken sich normalerweise auf Teilsysteme eines Unternehmens wie z.B. die Produktion und können die Kostenstruktur oder bestimmte Parameter eines Leistungsangebots verbessern. Sie können dazu beitragen, die Position eines Unter-nehmens im existierenden Markt zu festigen oder zu verbessern. Doch sie orientie-ren auf den Wettbewerb in bestehenden Märkten. Die Grenzen der einzelnen Bran-chen und die Regeln für den Wettbewerb auf diesen Märkten sind genau definiert, allgemein bekannt und werden akzeptiert. Die Unternehmen versuchen, ihre Wett-bewerber zu übertreffen, um sich einen höheren Marktanteil zu sichern. Je enger es in diesem Markt wird, desto stärker sinken die Gewinn- und Wachstums-Chancen. Die Produkte werden zur Massenware (Commodities) und die Auseinandersetzungen im Konkurrenzkampf immer härter und ruinöser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &lt;br /&gt;
Blue Ocean Strategy ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innovation geht auch anders. W. Chan Kim und Renée Mauborgne haben diese andere Art in ihrem 2005 erschienenen Buch „Blue Ocean Strategy“ beschrieben: das Feld der Nutzen-Innovation. In diesem Feld orientieren die Unternehmen ihre Innovatoren darauf, das gesamte System der Entwicklung und Leistungserstellung darauf einzustellen, sowohl für die Kunden als auch zugleich für das Unternehmen selbst einen Nutzengewinn zu erreichen indem sie einen neuen, bisher von niemandem beanspruchten Markt erschließen. Durch diese Ausrichtung der Gesamtstrategie des Unternehmens auf die Schaffung und Eroberung neuer Märkte liegt der Fokus nicht mehr darauf, die Konkurrenz zu schlagen, sondern ihr auszu-weichen – die Autoren nennen diesen Bereich den „blauen Ozean“ – im Unterschied zu konventionellen Innovationen, die sie dem Bereich des „roten Ozeans“ zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blauen Ozeane werden durch bisher noch nicht erschlossene Märkte, die Erzeugung neuartiger Nachfrage und die Aussicht auf höchst profitables Wachstum definiert. Sie entstehen zumeist aus roten Ozeanen heraus durch eine Ausdehnung oder Veränderung der existierenden Branchengrenzen. In den blauen Ozeanen spielt der Wettbewerb keine Rolle, da die Spielregeln erst noch festgelegt werden müssen und es anfangs gar keine Wettbewerber gibt. Erst wenn sie sich zu roten Ozeanen wandeln, zieht auch hier der Wettbewerb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich das Basisgeschäft vieler Unternehmen im roten Ozean bewegt, bietet ein blauer Ozean ein weites Feld für besondere Wachstumspotenziale, wenn es gelingt, ihn zu erschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer blaue Ozeane finden will, muss über die traditionellen Wettbewerbsgrenzen hinwegblicken durch: &lt;br /&gt;
* Betrachtung alternativer Branchen (unterschiedliche Lösungen für gleiche Ziele: z.B. einen schönen Abend außer Haus verbringen entweder durch einen Kino- oder einen Restaurant-Besuch oder eine Kombination von beidem)&lt;br /&gt;
* Einbeziehung anderer strategischer Gruppen in der Branche (z.B. durch ein spezielles Angebot nur für Frauen im Fitness-Markt)&lt;br /&gt;
* Neudefinition der Käufergruppe einer Branche (durch Differenzierung zwischen Erwerbern – z.B. Einkäufern – und Benutzern – z.B. eine Fachabteilung)&lt;br /&gt;
* Untersuchung komplementärer Produkte und Dienstleistungen (durch Erkunden, was vor, während und nach der Benutzung des eigenen Produktes passiert – z.B. die Kombination von Flug und Hin- bzw. Weitertransport am Boden)&lt;br /&gt;
* Überdenken der funktionalen und emotionalen Kaufmotive (z.B. die Umorientierung der funktionalen Uhrenbranche auf ein emotional betontes Angebot durch Swatch)&lt;br /&gt;
* Beobachtung nachhaltiger Trends (ob sie entscheidend und irreversibel sind sowie eine klare Richtung haben – z.B. die Änderung gesetzlicher Vorschriften im Gesundheitswesen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eine der bekanntesten Nutzen-Innovationen war die Entwicklung des neuen Marktsegments der sogenannten „Billig-Flieger“. Die US-amerikanische Gesellschaft Southwest Airlines hatte die traditionelle Luftfahrtindustrie und die in ihr üblichen Standards analysiert und suchte nach alternativen Möglichkeiten, sich im Wettbewerb zu positionieren. Durch Erweiterung ihres Analysefeldes war ihnen zweierlei aufgefallen: Zum einen gab es zwar gut ausgebaute Verbindungen zu fast allen großen ame-rikanischen Städten, die mittelgroßen Städte aber wurden vernachlässigt. Für Reisen dorthin gab es nur die Alternative, zwischen Eisenbahn und Auto zu wählen. Und zum anderen hatte noch niemand den Gedanken erwogen, die Kunden zu differenzieren nach jenen, die ihr Ticket aus einer fremden Tasche (Unternehmen, Auftraggeber etc.) bezahlt bekamen und all den anderen, die ihren Flug aus dem eigenen Portemonnaie begleichen mussten. Aus diesen Überlegungen heraus wurde schnell klar, dass ein riesiges Potenzial bisheriger Nichtkunden für die Fluggesellschaft erschlossen werden konnte, wenn es gelingen würde, ein entsprechendes Leistungsangebot zu erstellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Potenzial von innovativen Ideen zu visualisieren, kann man sich des Instruments der Nutzen-Konturen bedienen (s. Abb. 1): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nutzenkontur_Abb1.JPG]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abbildung 1: 	Nutzen-Kontur für das Beispiel von Southwest Airlines (Quelle: Kim/ Mauborgne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werden in einfacher Form die Standards der bisherigen Lösung (hier die durchschnittlichen Fluggesellschaften) mit den Standards des in die Analyse einbezogenen potenziellen Marktes (bisherige Fahrten mit dem Auto) verglichen und nach einer innovativen Alternative gesucht, deren Nutzen-Konturen ebenfalls eingetragen werden („billiges“ Flugangebot). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine derartige innovative Alternative zu finden – also gleichzeitig einen Nutzengewinn für die potenziellen Kunden und das Unternehmen zu erreichen, sind vier Fragen zu beantworten:&lt;br /&gt;
# Welche bisher branchenüblichen Faktoren können eliminiert werden (im obigen Beispiel Platzwahl und Einbindung von Drehkreuzen [Hubs])?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren können weit unter die bisherigen Standards reduziert werden (im Beispiel Bordverpflegung und Lounges)?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren können deutlich über die bisherigen Standards gesteigert werden (im Beispiel freundlicher Service und Schnelligkeit)?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren, die bisher noch nie geboten wurden, können kreiert werden (im Beispiel die häufige Verbindung zwischen mittelgroßen Städten)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gilt es, die Gemeinsamkeiten der bisherigen Nichtkunden zu identifizieren, um die Größenordnung und das Modell des neuen Geschäftsfeldes abzustecken. Dazu gehören begründete Annahmen zum strategischen Preis und den erlaubten Kosten (Target Costing) sowie den Rahmenbedingungen der Annahme des neuen Angebots durch Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Öffentlichkeit. Schließlich muss ein Leistungsangebot erstellt werden, das den Rahmenbedingungen gerecht wird. Nicht nur Southwest Airlines hat bewiesen, dass derartige Innovationen möglich und realisierbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Nutzen-Kontur kann jede innovative Idee visuell auf ihr diesbezügliches Po-tenzial geprüft werden, sowohl im Vergleich zu konventionellen Lösungen als auch zu Möglichkeiten, die bisher nicht in die Betrachtung der Branche einbezogen wur-den. Das befördert die Suche nach Wettbewerbsvorteilen, die eine signifikante Verbesserung der Marktposition erlauben. Die Nutzen-Kontur ist ohne größere Hilfsmittel zu erstellen. Man benötigt lediglich einen wachen Verstand, Raum für unkonventio-nelle Ideen, eine systematische Beobachtung der relevanten Märkte und den Mut zum Testen neuartiger Lösungen. Es ist möglicherweise ein anderes Denken erforderlich. Aber es lohnt sich, diese Variante zu erwägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kim, W. C. / Mauborgne, R. (2005): Der Blaue Ozean als Strategie. Wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt. Carl Hanser Verlag, München&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellende Autoren ==&lt;br /&gt;
Walter Schmidt, www.scorecard.de [http://www.scorecard.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Vieregge, www.4egge4you.de [http://4egge4you.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Nutzen-Kontur_von_Innovationen&amp;diff=3975</id>
		<title>Nutzen-Kontur von Innovationen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Nutzen-Kontur_von_Innovationen&amp;diff=3975"/>
		<updated>2012-12-12T11:21:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;„Innovation“ ist ein häufig genutzter Begriff, der oft auf bloße Erneuerung oder noch enger auf Produkterneuerung reduziert wird. Konventionelle Innovationen in diesem Sinne beschränken sich normalerweise auf Teilsysteme eines Unternehmens wie z.B. die Produktion und können die Kostenstruktur oder bestimmte Parameter eines Leistungsangebots verbessern. Sie können dazu beitragen, die Position eines Unter-nehmens im existierenden Markt zu festigen oder zu verbessern. Doch sie orientie-ren auf den Wettbewerb in bestehenden Märkten. Die Grenzen der einzelnen Bran-chen und die Regeln für den Wettbewerb auf diesen Märkten sind genau definiert, allgemein bekannt und werden akzeptiert. Die Unternehmen versuchen, ihre Wett-bewerber zu übertreffen, um sich einen höheren Marktanteil zu sichern. Je enger es in diesem Markt wird, desto stärker sinken die Gewinn- und Wachstums-Chancen. Die Produkte werden zur Massenware (Commodities) und die Auseinandersetzungen im Konkurrenzkampf immer härter und ruinöser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innovation geht auch anders. W. Chan Kim und Renée Mauborgne haben diese andere Art in ihrem 2005 erschienenen Buch „Blue Ocean Strategy“ beschrieben: das Feld der Nutzen-Innovation. In diesem Feld orientieren die Unternehmen ihre Innovatoren darauf, das gesamte System der Entwicklung und Leistungserstellung darauf einzustellen, sowohl für die Kunden als auch zugleich für das Unternehmen selbst einen Nutzengewinn zu erreichen indem sie einen neuen, bisher von niemandem beanspruchten Markt erschließen. Durch diese Ausrichtung der Gesamtstrategie des Unternehmens auf die Schaffung und Eroberung neuer Märkte liegt der Fokus nicht mehr darauf, die Konkurrenz zu schlagen, sondern ihr auszu-weichen – die Autoren nennen diesen Bereich den „blauen Ozean“ – im Unterschied zu konventionellen Innovationen, die sie dem Bereich des „roten Ozeans“ zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blauen Ozeane werden durch bisher noch nicht erschlossene Märkte, die Erzeugung neuartiger Nachfrage und die Aussicht auf höchst profitables Wachstum definiert. Sie entstehen zumeist aus roten Ozeanen heraus durch eine Ausdehnung oder Veränderung der existierenden Branchengrenzen. In den blauen Ozeanen spielt der Wettbewerb keine Rolle, da die Spielregeln erst noch festgelegt werden müssen und es anfangs gar keine Wettbewerber gibt. Erst wenn sie sich zu roten Ozeanen wandeln, zieht auch hier der Wettbewerb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich das Basisgeschäft vieler Unternehmen im roten Ozean bewegt, bietet ein blauer Ozean ein weites Feld für besondere Wachstumspotenziale, wenn es gelingt, ihn zu erschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer blaue Ozeane finden will, muss über die traditionellen Wettbewerbsgrenzen hinwegblicken durch: &lt;br /&gt;
* Betrachtung alternativer Branchen (unterschiedliche Lösungen für gleiche Ziele: z.B. einen schönen Abend außer Haus verbringen entweder durch einen Kino- oder einen Restaurant-Besuch oder eine Kombination von beidem)&lt;br /&gt;
* Einbeziehung anderer strategischer Gruppen in der Branche (z.B. durch ein spezielles Angebot nur für Frauen im Fitness-Markt)&lt;br /&gt;
* Neudefinition der Käufergruppe einer Branche (durch Differenzierung zwischen Erwerbern – z.B. Einkäufern – und Benutzern – z.B. eine Fachabteilung)&lt;br /&gt;
* Untersuchung komplementärer Produkte und Dienstleistungen (durch Erkunden, was vor, während und nach der Benutzung des eigenen Produktes passiert – z.B. die Kombination von Flug und Hin- bzw. Weitertransport am Boden)&lt;br /&gt;
* Überdenken der funktionalen und emotionalen Kaufmotive (z.B. die Umorientierung der funktionalen Uhrenbranche auf ein emotional betontes Angebot durch Swatch)&lt;br /&gt;
* Beobachtung nachhaltiger Trends (ob sie entscheidend und irreversibel sind sowie eine klare Richtung haben – z.B. die Änderung gesetzlicher Vorschriften im Gesundheitswesen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Beispiel: Eine der bekanntesten Nutzen-Innovationen war die Entwicklung des neuen Marktsegments der sogenannten „Billig-Flieger“. Die US-amerikanische Gesellschaft Southwest Airlines hatte die traditionelle Luftfahrtindustrie und die in ihr üblichen Standards analysiert und suchte nach alternativen Möglichkeiten, sich im Wettbewerb zu positionieren. Durch Erweiterung ihres Analysefeldes war ihnen zweierlei aufgefallen: Zum einen gab es zwar gut ausgebaute Verbindungen zu fast allen großen ame-rikanischen Städten, die mittelgroßen Städte aber wurden vernachlässigt. Für Reisen dorthin gab es nur die Alternative, zwischen Eisenbahn und Auto zu wählen. Und zum anderen hatte noch niemand den Gedanken erwogen, die Kunden zu differenzieren nach jenen, die ihr Ticket aus einer fremden Tasche (Unternehmen, Auftraggeber etc.) bezahlt bekamen und all den anderen, die ihren Flug aus dem eigenen Portemonnaie begleichen mussten. Aus diesen Überlegungen heraus wurde schnell klar, dass ein riesiges Potenzial bisheriger Nichtkunden für die Fluggesellschaft erschlossen werden konnte, wenn es gelingen würde, ein entsprechendes Leistungsangebot zu erstellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Potenzial von innovativen Ideen zu visualisieren, kann man sich des Instruments der Nutzen-Konturen bedienen (s. Abb. 1): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nutzenkontur_Abb1.JPG]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abbildung 1: 	Nutzen-Kontur für das Beispiel von Southwest Airlines (Quelle: Kim/ Mauborgne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werden in einfacher Form die Standards der bisherigen Lösung (hier die durchschnittlichen Fluggesellschaften) mit den Standards des in die Analyse einbezogenen potenziellen Marktes (bisherige Fahrten mit dem Auto) verglichen und nach einer innovativen Alternative gesucht, deren Nutzen-Konturen ebenfalls eingetragen werden („billiges“ Flugangebot). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine derartige innovative Alternative zu finden – also gleichzeitig einen Nutzen-gewinn für die potenziellen Kunden und das Unternehmen zu erreichen, sind vier Fragen zu beantworten:&lt;br /&gt;
# Welche bisher branchenüblichen Faktoren können eliminiert werden (im obigen Beispiel Platzwahl und Einbindung von Drehkreuzen [Hubs])?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren können weit unter die bisherigen Standards reduziert werden (im Beispiel Bordverpflegung und Lounges)?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren können deutlich über die bisherigen Standards gesteigert werden (im Beispiel freundlicher Service und Schnelligkeit)?&lt;br /&gt;
# Welche Faktoren, die bisher noch nie geboten wurden, können kreiert werden (im Beispiel die häufige Verbindung zwischen mittelgroßen Städten)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gilt es, die Gemeinsamkeiten der bisherigen Nichtkunden zu identifizieren, um die Größenordnung und das Modell des neuen Geschäftsfeldes abzustecken. Dazu gehören begründete Annahmen zum strategischen Preis und den erlaubten Kosten (Target Costing) sowie den Rahmenbedingungen der Annahme des neuen Angebots durch Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Öffentlichkeit. Schließlich muss ein Leistungsangebot erstellt werden, das den Rahmenbedingungen gerecht wird. Nicht nur Southwest Airlines hat bewiesen, dass derartige Innovationen möglich und realisierbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Nutzen-Kontur kann jede innovative Idee visuell auf ihr diesbezügliches Po-tenzial geprüft werden, sowohl im Vergleich zu konventionellen Lösungen als auch zu Möglichkeiten, die bisher nicht in die Betrachtung der Branche einbezogen wur-den. Das befördert die Suche nach Wettbewerbsvorteilen, die eine signifikante Verbesserung der Marktposition erlauben. Die Nutzen-Kontur ist ohne größere Hilfsmittel zu erstellen. Man benötigt lediglich einen wachen Verstand, Raum für unkonventio-nelle Ideen, eine systematische Beobachtung der relevanten Märkte und den Mut zum Testen neuartiger Lösungen. Es ist möglicherweise ein anderes Denken erforderlich. Aber es lohnt sich, diese Variante zu erwägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kim, W. C. / Mauborgne, R. (2005): Der Blaue Ozean als Strategie. Wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt. Carl Hanser Verlag, München&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellende Autoren ==&lt;br /&gt;
Walter Schmidt, www.scorecard.de [http://www.scorecard.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Vieregge, www.4egge4you.de [http://4egge4you.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Mitarbeiter_mit_Zielvereinbarungen&amp;diff=3942</id>
		<title>Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen</title>
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		<updated>2012-09-24T15:44:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Kennzahl ==&lt;br /&gt;
	Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen (Anteil)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
	Anzahl Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen / Anzahl Mitarbeiter gesamt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung ==&lt;br /&gt;
	Personalabteilung / HR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
	Mitarbeiter, insbesondere alle Führungskräfte, sollten selbständig und eigenverantwortlich im Rahmen gemeinsam festgelegter Ziele am Unternehmenserfolg mitwirken. Selbständiges, zielorientiertes Arbeiten wird durch Zielvereinbarungen unterstützt. Diese können jährlich, aber auch quartalsweise oder sogar (z.B. im gewerblichen Bereich) wöchentlich abgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Friedag, Herwig / Schmidt, Walter (2004): My Balanced Scorecard, 3 Auflage, Freiburg i. Br., S. 248 ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forum Balanced Scorecard [http://www.scorecard.de/] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen</title>
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		<updated>2012-09-24T15:44:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Kennzahl ==&lt;br /&gt;
	Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen (Anteil)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
	Anzahl Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen / Anzahl Mitarbeiter gesamt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung ==&lt;br /&gt;
	Personalabteilung / HR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
	Mitarbeiter, insbesondere alle Führungskräfte, sollten selbständig und eigenverantwortlich im Rahmen gemeinsam festgelegter Ziele am Unternehmenserfolg mitwirken. Selbständiges, zielorientiertes Arbeiten wird durch Zielvereinbarungen unterstützt. Diese können jährlich, aber auch quartalsweise oder sogar (z.B. im gewerblichen Bereich) wöchentlich abgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Friedag, Herwig / Schmidt, Walter (2004): My Balanced Scorecard, 3 Auflage, Freiburg i. Br., S. 248 ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forum Balanced Scorecard [http://www.scorecard.de/] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
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		<title>Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen</title>
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		<updated>2012-09-24T15:40:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Kennzahl ==&lt;br /&gt;
	Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen (Anteil)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
	Anzahl Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen / Anzahl Mitarbeiter gesamt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung ==&lt;br /&gt;
	Personalabteilung / HR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
	Mitarbeiter, insbesondere alle Führungskräfte, sollten selbständig und eigenverantwortlich im Rahmen gemeinsam festgelegter Ziele am Unternehmenserfolg mitwirken. Selbständiges, zielorientiertes Arbeiten wird durch Zielvereinbarungen unterstützt. Diese können jährlich, aber auch quartalsweise oder sogar (z.B. im gewerblichen Bereich) wöchentlich abgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Friedag, Herwig / Schmidt, Walter (2004): My Balanced Scorecard, 3 Auflage, Freiburg i. Br., S. 248 ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
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		<title>Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen</title>
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		<updated>2012-09-24T15:29:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: Die Seite wurde neu angelegt: „== Kennzahl == 	Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen (Anteil)  == Definition == 	Anzahl Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen / Anzahl Mitarbeiter gesamt  == Datenbesc…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Kennzahl ==&lt;br /&gt;
	Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen (Anteil)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
	Anzahl Mitarbeiter mit Zielvereinbarungen / Anzahl Mitarbeiter gesamt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung ==&lt;br /&gt;
	Personalabteilung / HR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
	Mitarbeiter, insbesondere alle Führungskräfte, sollten selbständig und eigenverantwortlich im Rahmen gemeinsam festgelegter Ziele am Unternehmenserfolg mitwirken. Selbständiges, zielorientiertes Arbeiten wird durch Zielvereinbarungen unterstützt. Diese können jährlich, aber auch quartalsweise oder sogar (z.B. im gewerblichen Bereich) wöchentlich abgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=OLAP&amp;diff=3893</id>
		<title>OLAP</title>
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		<updated>2012-06-17T10:00:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Ersteinstellende Autoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;OLAP ist die Abkürzung von '''O'''n'''l'''ine '''A'''nalytical '''P'''rocessing. Man versteht darunter einen bestimmten Datenbanktyp, bei dem – im Gegensatz zu transaktionsorientierten Systemen (z.B. Buchungen oder Bestellungen durchführen) – das Auswerten vorhandener Datenbestände im Vordergrund steht. Zugrunde liegt dieser von Edgar F. Codd in den 90er Jahren geprägten Technologie eine spezielle Art der Datenhaltung mit '''multidimensionaler Datenmodellierung'''. Damit kann man z.B. Umsatz- oder Deckungsbeitragsgrößen hinsichtlich mehrerer – zuvor selbst definierter – Dimensionen auswerten: etwa je Produkt, je Kunde, je Region oder Vertriebsweg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur bildlichen Darstellung verwendet man gerne Würfel, so genannte '''„OLAP-Cubes“'''. Bei dieser „papiergebundenen“ Abbildung ist man allerdings auf drei Dimensionen beschränkt, dies gilt nicht für die OLAP-Technologie. Zehn bis fünfzehn Dimensionen in einem Datenwürfel stellen für die meisten am Markt üblichen Programme kein Problem dar. Die Anzahl der möglichen Dimensionen hängt auch von Anzahl der Ausprägungen pro Dimension (= Elemente) ab. Beispiel: Zur Dimension „Art der Zahl“ könnten Plan-, Ist- und Forecast-Werte gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OLAP-Systeme beziehen ihre Daten entweder direkt aus operativen Vorsystemen (auch '''ERP-Systeme''' genannt – „'''E'''nterprise '''R'''esource '''P'''lanning“). Dies geschieht vor allem dann, wenn nur wenige Daten verarbeitet werden sollen. Bei größeren Datenbeständen importiert man gerne aus einem zentralen '''Data Warehouse''' („Daten-Supermarkt“). Dorthin werden periodisch die Daten aus meistens mehreren Vorsystemen übernommen und redundant gehalten. Das Data Warehouse ist auf eigens dafür vorgesehener Hardware (Server) getrennt von den Vorsystemen installiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonders großen Vorteil bieten OLAP-Werkzeuge bei der Durchführung komplexer Analysen, die ein sehr hohes Datenaufkommen verursachen, denn die Zugriffszeiten liegen deutlich unter denen herkömmlicher relationaler Datenbanken. Das liegt daran, dass solche Systeme auf Massendatenverwaltung und weniger auf Reporting- und Analysemöglichkeiten ausgerichtet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== OLAP-Systeme als Teil von Business Intelligence (BI) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als BI-Systeme bezeichnet man Planungs-, Analyse- und Reportingwerkzeuge, die Controllern dabei helfen, ihre Kernaufgaben in diesen Gebieten effektiver und effizienter zu gestalten. Mit Hilfe eines richtigen Einsatzes von BI-Systemen können beispielsweise folgende Vorteile erzielt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zeitersparnis beim Standardreporting durch automatisierte Schnittstellen und damit Reduzierung der Fehleranfälligkeit des Prozesses (Fast Close)&lt;br /&gt;
* Bessere Analysemöglichkeiten z.B. durch den Einsatz von '''Data Mining-Systemen''', die automatisch bisher unerkannte, aber wichtige Auffälligkeiten innerhalb eines großen Datenbestandes aufzeigen&lt;br /&gt;
* flexibles und schnelles Ad-hoc-Reporting&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Qualität der Informationsaufbereitung durch einfache Darstellung von Tabellen und Grafiken&lt;br /&gt;
* Personalisierter Datenzugriff über Intranet oder Web-Browser&lt;br /&gt;
* Verkürzung des Planungsprozesses durch einfache dezentrale Erfassung (in der Regel Excel als Front End Tool) und Konsolidierung der Plandaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amortisationszeiten von BI-Systemen liegen oft bei ein bis drei Jahren. Mit einem noch stärkeren Einsatz in den nächsten Jahren ist also zu rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Controller Handbuch, 6. Auflage neu geschrieben, Verlag für ControllingWissen AG, Offenburg, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellende Autoren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albrecht Deyhle, [http://www.controllerakademie.de/ Controller Akademie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Radinger, [http://www.controllerakademie.de/ Controller Akademie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IT / Berichtswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Change_Management&amp;diff=3891</id>
		<title>Change Management</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Change_Management&amp;diff=3891"/>
		<updated>2012-06-14T15:51:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Demnächst wird hier ein Artikel von Prof. Plag veröffentlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
text&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 1 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
text&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 2 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
text&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 3 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
text&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit und Empfehlungen für Controller ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
text&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
text&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prof. Dr. Martin Plag, Leiter des Studienganges Consulting und Controlling, Duale Hochschule Baden-Württemberg, [http://www.dhbw-vs.de/forschung/fakultaet-wirtschaft/zentrum-fuer-angewandtes-consulting-and-controlling/zielsetzung.html] &lt;br /&gt;
E-Mail: martin.plag@dhbw-vs.de, Tel: +49 7720 3906 500&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Target_Costing&amp;diff=3890</id>
		<title>Target Costing</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Target_Costing&amp;diff=3890"/>
		<updated>2012-06-14T15:38:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Autoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== IGC-DEFINITION ==&lt;br /&gt;
'''Target Costing / [[:en:Target costing|Target costing]]'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Target Costing oder Zielkostenrechnung ist das Konzept des marktorientierten Zielkostenmanagements, das in den frühen Phasen der Produktentwicklung einsetzt. Mit Target Costing sollen Produkte zu vom Kunden „erlaubten“ Kosten entwickelt werden, die vom Kunden definierte Funktionsmerkmale erfüllen. Im Vordergrund steht die Frage: Was darf ein Produkt kosten? Die Kostenplanung läuft ex ante Hand in Hand mit der Produktplanung und setzt auf dem von der Marktforschung ermittelten Preis auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus: [http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Target Costing werden die zulässigen Selbstkosten eines Produktes aus dem erzielbaren Marktpreis abgeleitet. Statt „Was kostet ein Produkt?“ steht die Frage im Vordergrund, „was ein Produkt kosten darf?“ Damit gilt Target Costing als Entscheidungshilfe bei markt- und kundenorientierter Produktentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Target Costing als Instrument des Kostenmanagements ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Target Costing ist ein Konzept zur Kostenplanung, -steuerung und -kontrolle, mit dem frühzeitig im Lebenszyklus eines Produktes eine marktorientierte Zielkostenplanung und Kostenbeeinflussung vorgenommen werden kann. Es ermöglicht, eine markt- und kundenorientierte Entwicklung von Produkten sicherzustellen, Kostentreiber zu identifizieren und Kostengestaltungsmaßnahmen systematisch anzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Target Costings lässt sich bis in das Jahr 1963 in Japan zurückverfolgen. In den 1980er Jahren wurde das Kozept in der deutsch- und englischsprachigen Literatur bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phasen des Target Costings ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um eine marktgerechte Entwicklung eines Produktes darzustellen, wird nachfolgend der Prozess des Target Costings dargestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zielkostenfindung,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zielkostenspaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zielkostenerreichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Phase, der '''Zielkostenfindung''', werden Marktpreis und Absatzmengen ermittelt, sodass der Umsatz eines Produktes über den gesamten Lebenszyklus berechnet werden kann. Der geplante Verkaufspreis, der sich aus den Marktforschungen ergibt, ist der ''Target Price''. Abzüglich des Gewinns, den das Unternehmen realisieren möchte (''Target Profit''), ergeben sich die maximal erlaubten Kosten (''Allowable Costs''). Zusätzlich wird erhoben, wie hoch die Kosten bei derzeitiger Fertigung oder Zukauf wären (''Drifting Costs''). Schließlich werden die Zielkosten (''Target Costs'') ermittelt, die erreicht werden können. Häufig liegen die Zielkosten über den maximal erlaubten Kosten, da die entstehende Lücke vor dem Hintergrund der gegenwärtigen organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen nicht geschlossen werden kann. In diesem Fall müssen permanent weitere Kostensenkungspotenziale gesucht werden, bis die Target Costs den Allowable Costs entsprechen. Abbildung 1 erläutert diesen Zusammenhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:TargetCostingAbb1.jpg]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abbildung 1: Prozess der Zielkostenfindung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur werden sechs Verfahren besprochen, mit denen die Zielkosten bestimmt werden können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Markt into Company'': Bei diesem Verfahren werden die Zielkosten den erlaubten Kosten gleichgesetzt. Dieses Verfahren eignet sich für Unternehmen, die einem sehr intensiven Wettbewerbsumfeld ausgesetzt sind. Dieses Verfahren findet in der Praxis jedoch keine weite Verbreitung, weil es kaum Gestaltungsraum bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Out of Company'': Dieser Ansatz ermittelt die Zielkosten auf Basis der produktionstechnischen und betriebswirtschaftlichen Potenziale des Unternehmens, also interner Faktoren. Die Zielkosten liegen daher in der Nähe der Standardkosten. Der Marktbezug tritt dabei in den Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Into and out of Company'': Dieser Ansatz ist eine Verbindung aus Market into Company und Out of Company. Die Faktoren zur Bestimmung der Zielkosten sind der Marktpreis und die vorhandene Technologie des Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Out of Competitor'': Diese Methode leitet die Zielkosten aus denen der Konkurrenz ab, z.B. durch Benchmarking.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Out of Standard Costs'': Dieses Verfahren bestimmt die Zielkosten auf Grundlage von bisherigen Erfahrungen und den Standardkosten bisheriger Produkte. Dieses Verfahren eignet sich besonders für unterstützende Abteilungen, vernachlässigt jedoch die strikte Marktorientierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Out of Value Chain'': Diese Methode berechnet die Zielkosten auf Grundlage von Abschläge vom Standardkostenniveau. Dabei werden die zentralen Wertschöpfungsaktivitäten eines Unternehmens betrachtet. Diese Prozessperspektive ermöglicht es, das Target Costing mit der Prozesskostenrechnung zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Phase, die '''Zielkostenspaltung''', fokussiert sich auf die Verteilung der gesamten Zielkosten auf einzelne Produktelemente und/oder Funktionen. Wenn die Zielkosten kein realistisches Abbild der ressourcenmäßigen Beanspruchung einzelner Komponenten bieten, wird das Produkt „am Markt vorbei“ entwickelt. Daher ist es das Ziel dieser Phase, marktorientierte Vorgaben für einzelne Produktmerkmale zu erhalten und diese mit den Kundenwünschen zu vergleichen. Auf diese Weise wird eine kundennutzenorientierte Ressourcenallokation sichergestellt. Grafisch werden diese Zusammenhänge in der sogenannten Funktionen-Komponenten-Matrix dargestellt. Sie unterstützt die Analyse, welche Komponenten eines Produktes an der Erfüllung des Kundennutzens maßgeblich beteiligt sind. Die folgende Tabelle gibt ein Beipiel für eine Funktionen-Komponenten-Matrix für einen Pflegedienst. Horizontal sind die Leistungsfunktionen abgebildet, die Komponenten sind vertikal dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tabel0.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend erleichtert ein weiteres Analyseinstrument, das Zielkostenkontrolldiagramm (Value Control Chart), die Datenauswertung (siehe Abbildung 2 mit einem Beispiel für ein Elektrogerät). In ihm werden der Kostenanteil und der Nutzen einzelner Produktkomponenten mit Hilfe von Zielkostenindices verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Zielkostenkontrolldiagramm_für_ein_Elektrogerät.JPG]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbildung 2: Zielkostenkontrolldiagramm für ein Elektrogerät&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Interpretation des Ziekostendiagramms treten ''drei mögliche Ergebnisse'' auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werte in der Zielkostenzone befinden sich im Toleranzbereich, sodass keine Notwendigkeit für weitere Maßnahmen besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Produktkomponenten, die sich links oberhalb der Zielkostenzone befinden, gelten als zu teuer, d.h. Kostensenkungen sollten folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ergebnisse rechts der Zielkostenzone repräsentieren den angestrebten Kundennutzen noch nicht optimal. Die Möglichkeit zur Steigerung des Produktnutzens durch Funktionsoptimierung besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Phase, die '''Zielkostenerreichung''', beschreibt die konkrete Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen. Eine Systematisierung der Modelle, Methoden, und Instrumente des Target Costings führt zu drei Gruppen zur Zielkostenerreichung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Konstruktions- bzw. technologieorientierte Ansätze, wie Reverse Engineering oder Wertanalysen, zielen darauf ab, frühzeitig relevante Kosteninformationen bereitzustellen. Dies ermöglicht es bereits in der Planungsphase Gestaltungvorschläge auf Basis ihrer Kostenstrukturen zu beurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zu den produkt- bzw. prozessorientierten Ansätzen zählen Instrumente wie beispielsweise Benchmarking, Prozesskostenrechnung, Lebenszykluskostenrechnung oder Quality Function Deployment.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Organisatorische Konzepte beinhalten Instrumente wie z.B. Just-in time, funktionsübergreifende Teams oder Projektkostenrechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsgebiete des Target Costings ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Target Costing eignet sich insbesondere zur Einführung neuer Produkte auf wettbewerbsintensiven Märkten, die durch hohe Preiselastizität, kurze Produktlebenszyklen, schnelle technologische Neuerungen und/oder hohe Produktentwicklungskosten gekennzeichnet sind. Traditionell findet Target Costing die häufigste Anwendung in der Großserien- und Massenfertigung, wird aber auch in der High-Tech-Branche mit komplexen Produkten und hohen Produktivitätsanfoderungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche wissenschaftliche und praxisorientierte Beiträge haben sich auf die Anpassung des Target Costings an verschiedene Umweltzustände und Branchen fokussiert. So sind Veröffentlichungen für die Automobilbranche, Banken, öffentliche Unternehmen und zum E-Business erschienen. Auch für Formen der Kooperation wie Netzwerke und Supply Chains existieren Target-Costing-Ansätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Target Costing ist jedoch nicht für alle Unternehmen und Branchen gleichermaßen geeignet. So ergaben Studien, dass in anlageintensiven rohstoffverarbeitenden Branchen, wie Chemie, Metall und Glas, Target Costing wenig verbreitet ist. Als Gründe sind die hohen Fixkosten und inflexiblen Produktionsabläufe zu nennen, die wenig Raum für Anpassungen und Einsparmöglichkeiten bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsbeispiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Unternehmen plant die Einführung einer neuen Kaffeemaschine, die aus den fünf Komponenten Gehäuse, Kanne, Filtersystem, Wassertank und Heizsystem besteht. Im Rahmen der Zielkostenfindung wurde ein Zielverkaufspreis von € 60 ermittelt. Bei einer angestrebten Umsatzrendite von 20 % belaufen sich die Zielkosten auf € 48. Eine Kundenbefragung ergab, dass vier Eigenschaften mit folgender Gewichtung besonders nützlich sind: Zuverlässigkeit 40 %, Design 30 %, Bedienung 20 % und Farbe 10 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zielkostenspaltungszyklus hat das Unternehmen zunächst den Beitrag jeder Komponente zur Erfüllung der vier Eigenschaften bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tabel1.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Multiplikation der Werte dieser Tabelle mit der Gewichtung des Kundennutzens pro Eigenschaft ergibt den relativen Kostenanteil pro Komponente. Auf Basis der gesamten Zielkosten von € 48 lassen sich die absoluten Zielkosten pro Komponente bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tabel2.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkalkulation der Kaffeemaschine hat Drifting Costs von € 56 ergeben, die sich wie folgt auf die einzelnen Komponenten verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tabel3.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächster Schritt werden diese Zielkosten mit den Standardkosten pro Komponente verglichen. Dieser Abgleich verdeutlicht, wo Kostenlücken existieren und ob die Zielkosten realisierbar sind. Der Zielkostenindex unterstützt diese Entscheidung. Er wird berechnet, indem die prozentuale Bedeutung pro Komponente aus Kundensicht durch den aktuellen prozentualen Kostenanteil pro Komponetente dividiert wird. Der Zielkostenindex sagt demnach aus, inwiefern die aktuellen Kosten im Einklang mit der Bedeutung der Komponente aus Marktsicht stehen. Im Idealfall sollte der Zielkostenindex für alle Komponenten den Wert 1 betragen. Um vertretbare Abweichungen zu integrieren, wird ein Toleranzbereich definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Gegenüberstellung des prozentualen Kostenanteils und der prozentualen Bedeutung der jeweiligen Komponenten können die einzelnen Zielkostenindices ermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tabel4.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zielkostenindices zeigen, dass die Komponenten Kanne und Filtersystem zu günstig hergestellt werden, während die Elemente Gehäuse, Wassertank und Heizsystem zu aufwendig sind. Die Zielkostenzone beschreibt den akzeptable Toleranzbereich der auftretenden Abweichungen. Dieser Toleranbereich wird mit Hilfe des Nutzenanteils x pro Komponente sowie dem Toleranzparameter q bestimmt. Die untere Kostengrenze y1 berechnet sich nach der Formel y1 = (x²-q²)1/2. Die obere Kostengrenze y2 wird bestimmt mit der Formel y2 = (x²+q²)1/2. Bei Produkten mit hohem Kostendruck sollte q möglichst klein gewählt werden. Bei einem Parameter q = 15% weist das Ziekostenkontrolldiagramm einen Toleranzbereich auf, indem nur das Filtersystem integriert ist. Bei allen anderen Komponenten sind im Rahmen der Zielkostenerreichnung geeignete Maßnahmen zur Anpassung abzuwägen (siehe Abbildung 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:TagetCostingAbb3.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbildung 3: Zielkostenkontrolldiagramm für die Kaffeemaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorteile und Grenzen des Target Costings ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eingangs erörtert unterstützt Target Costing ein Unternehmen darin, seine Kostenstrukturen kunden- und marktorientiert auszurichten. Ferner soll das es bei den Mitarbeitern ein stärkeres Kosten- und Kundenbewusstsein schaffen und somit einen kulturellen Wandel im Unternehmen einleiten, der zu mehr Flexibilität und lösungsorientierteren Diskussionen über Kostenstrukturen führt. Diese verhaltenssteuernde Wirkung ist eine wichtige Voraussetzung zur erfolgreichen Umsetzung des Target Costings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner Vorteile hat Target Costing einige Schwächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* So wird im Rahmen der Zielkostenspalung davon ausgegangen, dass die vorliegenden Daten wie Kundenpräferenzen zuverlässig erhoben wurden bzw. werden können. Dies ist in der Praxis − z. B. durch beschränkte Gruppengrößen oder divergierende Präferenzen der Befragten − jedoch kaum möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ferner gestaltet sich eine pauschale Bestimmung des Toleranzbereichs im Zielkostenkontrolldiagramm als schwierig; eine individuelle Anpassung durch das Unternehmen ist notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auch kann nicht immer davon ausgegangen werden, dass die Zielkosten immer aus den Kundenpräferenzen ableiten lassen. Mitunter tragen teure Produktbestandteile wenig zum wahrgenommenen Wert bei, während günstige Produktbestandteile von den Kunden als außerordentlich wichtig wahrgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.), 4. Auflage, Schäffer-Poeschel, Stuttgart, 2010]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturtips ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Arnout, A.''': Target Costing in der deutschen Unternehmenspraxis, München 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bücker, T.''': Pflegecontrolling für Stationsleitungen − Anwendung des Target Costing auf einer kardiologischen Abteilung, Osnabrück 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gleich, R.''': Target Costing für die montierende Industrie, München 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gramzow, V.''': Entwicklung eines Kosten-Informations-Systems für Nonprofit-Organisationen − Entwicklung eines Zielkostenrechnungs-Systems für ambulante Pflegeeinrichtungen, Berlin 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Krapp, M.; Wotschofsky, S.''': Marktorientiertes Kostenmanagement: Zur Konzeption des Target Costing, in: Betrieb und Wirtschaft 24, 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Seidenschwarz, W.; Knust, P.''': Target Costing im E-Business, in: Controlling, Heft 8/9, 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Seidenschwarz, W.'''; Target Costing. Marktorientiertes Zielkostenmanagement, München 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weber, D.''': Target Costing im Unternehmensnetzwerk, in: Controlling, Heft 2, 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autoren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julia Kornacker, M.Sc., Mail: julia.kornacker@tu-dortmund.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Peter Schentler, Mail: peter.schentler@ebs-siie.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.ebs-siie.de www.ebs-siie.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Cash_Conversion_Rate&amp;diff=3889</id>
		<title>Cash Conversion Rate</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Cash_Conversion_Rate&amp;diff=3889"/>
		<updated>2012-06-14T06:30:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Interpretation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Interpretation ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Kenngröße Cash Conversion Rate misst die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer in Tagen. Dies ist ein Ausdruck für die Geschwindigkeit, mit der ein Unternehmen Liquiditätsabfluss in Liquiditätszufluss umwandelt und gibt an, wie viele Tage Umsatz im Unternehmen vorfinanziert werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr siehe [[Days working capital]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dipl.Kfm. Rainer Pollmann, PRT-Pollmann &amp;amp; Rühm Training, Augsburg, [http://www.prt.de www.prt.de]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Man_Power_Index_(MPI)&amp;diff=3879</id>
		<title>Man Power Index (MPI)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Man_Power_Index_(MPI)&amp;diff=3879"/>
		<updated>2012-06-10T10:45:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Definition */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MPI = Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz sowie Fremdbezug von Leistungen eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der MPI, Rohertrag / Personalkosten, besitzt eine hohe Aussagekraft bezüglich der Effektivität des Personaleinsatzes, der Qualifizierung der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung im Unternehmen.&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der MPI, Rohertrag zu Personalkosten, eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Personalwesen wird auch ein zweiter Manpower-Index geführt: Dieser misst die Gesamtfläche der in Printmedien erscheinenden &lt;br /&gt;
Stelleninserate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 3, in: Controller Magazin Sept/Okt 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Man_Power_Index_(MPI)&amp;diff=3862</id>
		<title>Man Power Index (MPI)</title>
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		<updated>2012-06-02T19:30:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Interpretation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz sowie Fremdbezug von Leistungen eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der MPI, Rohertrag / Personalkosten, besitzt eine hohe Aussagekraft bezüglich der Effektivität des Personaleinsatzes, der Qualifizierung der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung im Unternehmen.&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der MPI, Rohertrag zu Personalkosten, eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Personalwesen wird auch ein zweiter Manpower-Index geführt: Dieser misst die Gesamtfläche der in Printmedien erscheinenden &lt;br /&gt;
Stelleninserate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 3, in: Controller Magazin Sept/Okt 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Man_Power_Index_(MPI)&amp;diff=3861</id>
		<title>Man Power Index (MPI)</title>
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		<updated>2012-06-02T19:30:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Datenbeschaffung/Aufbereitung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz sowie Fremdbezug von Leistungen eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der MPI, Rohertrag / Personalkosten, besitzt eine hohe Aussagekraft bezüglich der Effektivität des Personaleinsatzes, der Qualifizierung der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung im Unternehmen.&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der MPI, Rohertrag zu Personalkosten eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Personalwesen wird auch ein zweiter Manpower-Index geführt: Dieser misst die Gesamtfläche der in Printmedien erscheinenden &lt;br /&gt;
Stelleninserate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 3, in: Controller Magazin Sept/Okt 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
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		<title>Man Power Index (MPI)</title>
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		<updated>2012-06-02T16:08:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Datenbeschaffung/Aufbereitung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz sowie Fremdbezug von Leistungen eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der MPI, Rohertrag / Personalkosten, besitzt eine hohe Aussagekraft bezüglich der Effektivität des Personaleinsatzes, der Qualifizierung der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung im Unternehmen.&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der MPI, Rohertrag zu Personalkosten eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Personalwesen wird auch ein zweiter Manpower-Index geführt: Dieser misst die Gesamtfläche der in Printmedien erscheinenden &lt;br /&gt;
Stelleninserate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 3, in: Controller Magazin Sept/Okt 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Man_Power_Index_(MPI)&amp;diff=3859</id>
		<title>Man Power Index (MPI)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Man_Power_Index_(MPI)&amp;diff=3859"/>
		<updated>2012-06-02T16:07:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Interpretation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der MPI, Rohertrag / Personalkosten, besitzt eine hohe Aussagekraft bezüglich der Effektivität des Personaleinsatzes, der Qualifizierung der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung im Unternehmen.&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der MPI, Rohertrag zu Personalkosten eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Personalwesen wird auch ein zweiter Manpower-Index geführt: Dieser misst die Gesamtfläche der in Printmedien erscheinenden &lt;br /&gt;
Stelleninserate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 3, in: Controller Magazin Sept/Okt 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Man_Power_Index_(MPI)&amp;diff=3858</id>
		<title>Man Power Index (MPI)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Man_Power_Index_(MPI)&amp;diff=3858"/>
		<updated>2012-06-02T11:14:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: Die Seite wurde neu angelegt: „== Definition ==  Rohertrag / Personalkosten  == Datenbeschaffung/Aufbereitung ==  Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln.  Der '''…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rohertrag / Personalkosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenbeschaffung/Aufbereitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide benötigten Kenngrößen sind aus der Bilanz / GuV zu ermitteln. &lt;br /&gt;
Der '''Rohertrag''' (Rohgewinn oder Bruttoertrag [engl. Gross Profit], im Handel auch „Handelsspanne“ genannt) bezeichnet die Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz eines Unternehmens.&lt;br /&gt;
Die '''Personalkosten''' bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhnen (auch: Lohnkosten) sowie den Kosten für soziale Aufwendungen und den Personalnebenkosten (z. Bsp. Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht die absolute oder relative Höhe der Personalkosten ist im Vergleich mit anderen Produktionsstätten relevant, sondern die &lt;br /&gt;
Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern. Daher bietet der MPI, Rohertrag zu Personalkosten eine gute Vergleichsbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Personalwesen wird auch ein zweiter Manpower-Index geführt: Dieser misst die Gesamtfläche der in Printmedien erscheinenden &lt;br /&gt;
Stelleninserate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedag / Schmidt: Controlling in volatilen Zeiten, These 3, in: Controller Magazin Sept/Okt 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Green_Controlling&amp;diff=3856</id>
		<title>Green Controlling</title>
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		<updated>2012-06-01T19:55:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Ersteinstellender Autor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als green Controlling wird ein Controlling bezeichnet, das eine nachhaltige Unternehmensentwicklung stützt. Green Controlling erweitert den ökonomischen Part der Lotsenfunktion im Controlling nicht nur um den ökologischen Aspekt, denn Nachhaltig ist mehr als Green!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit sollte sich beziehen auf folgende Aspekte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ökonomische	--&amp;gt; dauerhaft ist eine tragfähige Grundlage für&lt;br /&gt;
Erwerb und Wohlstand zu bieten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ökologische	--&amp;gt; Natur und Umwelt für die nachfolgenden&lt;br /&gt;
Generationen sind zu erhalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Soziale	--&amp;gt; eine auf Dauer lebenswerte Gesellschaft &lt;br /&gt;
muss erreicht werden und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kulturelle	--&amp;gt; die von den Menschen in ihrem Alltag gelebte Kultur ist am Leitbild der Nachhaltigkeit auszurichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise regeneriert werden kann. In Europa lässt sich der Gedanke des nachhaltigen Wirtschaftens im Bereich der Forstwirtschaft bereits auf das 13. Jahrhundert zurück verfolgen (Nürnberger Waldverordnung von 1294).&lt;br /&gt;
Daraus kann/muss sich für den Controller u.a. die Aufgabe der Strategie/ Planung/ Kontrolle von nachhaltigen, „grünen“ Zielen und den Maßnahmen zur ergebnisorientierten Umsetzung ergeben. Die Integration in das externe/interne Reporting oder Risikomanagement sichert oder unterstützt die Einbindung grüner Aspekte in die Unternehmenssteuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ICV-Studie zum nachhaltigen Unternehmenserfolg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Studie des ICV aus 2010 (http://www.controllerverein.com/Green_Controlling.150142.html) ergab ein Fünf-Stufen-Modell zum nachhaltigen Unternehmenserfolg:&lt;br /&gt;
[[Datei:Green Controlling 1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum hat sich in unseren Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit / Ökologie bislang so wenig getan?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ökonomisch bestand keine Notwendigkeit ökologische Aspekte – eben ein nachhaltiges Wirtschaften –  zu integrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die meisten Bonus-Systeme in Unternehmen waren (sind) nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Berücksichtigung ökologischer Faktoren lediglich als Green Compliance = Einhaltung gesetzlicher Pflichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Auch wir (ICV) haben bisher den Fokus zu wenig auf Instrumente gelegt, die das Thema Nachhaltigkeit im Fokus haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Es gab bislang ein geringeres ökologisches Bewusstsein auf der Nachfrageseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategische Aspekte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basis jedes Unternehmens ist die wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Diese muss immer, auch bei „grünen“ Unternehmen gegeben sein ! &lt;br /&gt;
- Grundlage von green Unternehmen muss ein ökologische Nachhaltigkeit einschließendes Geschäftsmodell sein !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Dies schließt soziale Nachhaltigkeit (Arbeitsplätze) ein und basiert auf einer Kultur, die am Leitbild der Nachhaltigkeit ausgerichtet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich, das Vorhandensein eines auf ökologischer Nachhaltigkeit ausgerichteten Geschäftsmodells ist keine Garantie für wirtschaftlichen Erfolg! Es gibt genügend Beispiele für erfolglose wie erfolgreiche „ökologische“ Geschäftsmodelle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum befassen wir uns jetzt intensiver mit nachhaltigem Wirtschaften? ==&lt;br /&gt;
Auslöser sind &lt;br /&gt;
- ökologische Katastrophen, auch wenn diese weit weg passieren, haben für Unternehmen relevante Auswirkungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- veränderte Umweltbedingungen werden mehr und mehr sichtbar: Klimawandel,  Ressourcenverfügbarkeit, Faktorkostenentwicklung ... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und äußern sich in  &lt;br /&gt;
- höherem Bewusstsein für ökologische Faktoren in Produkten und Fertigung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- verändertem Nachfrageverhalten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der ICV-Studie aus 2010 (http://www.controllerverein.com/Green_Controlling.150142.html) ergibt sich folgendes Ausmaß der strategischen Bedeutung nachhaltiger Unternehmensführung:&lt;br /&gt;
[[Datei:Green Controlling 2.jpg]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Akzeptanz „grüner“ Produkte &lt;br /&gt;
- Mehr als 80% der derzeit genutzten Energie ist nicht nachwachsend --&amp;gt; ein riesiges wirtschaftliches Potenzial&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Ähnlich sieht die Situation für viele andere Produktbereiche aus: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wir Menschen haben gelernt oder werden lernen müssen, dass nachhaltiges Wirtschaften für den Erhalt der Spezies Mensch notwendig ist'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Drei Viertel aller Menschen sehen große Potenziale zum Umwelt- und Klimaschutz bei Industrie und Staat. Die Bereitschaft, durch das eigene umweltfreundliche Konsumverhalten einen Beitrag zu leisten, ist groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grün ist gesellschaftlich weitgehend akzeptiert! Der Umstieg auf nachhaltiges Wirtschaften ist ein Ansatz nachhaltigen Wirtschaftens: '''Man ist nicht trotz, sondern wegen „Green“ erfolgreich!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was kann aus den vielen Beispielen erfolgreicher wie gescheiteter grüner Unternehmen gelernt werden?&lt;br /&gt;
- Das Geschäftsmodell sollte wegen, nicht trotz angestrebter Nachhaltigkeit ökonomisch sinnvoll sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Menschen sind bereit, für nachhaltige Produkte einen höheren Preis zu bezahlen, wenn das „grün“ vermittelt wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- „grün“ darf aber nicht nur Marketing-Gag sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Grüne Innovationen kommen eher von kleinen Unternehmen als von Konzernen – diese können aber als Inkubator wirken oder das neuartige Geschäftsmodell im großen Stil umsetzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Grün allein reicht nicht; Innovationen müssen stetig ausgebaut werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rahmenbedingungen für das Implementieren von Green-Business und Green-Controlling ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Geschäftsführung fördert Öko-Aspekte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Bewusstsein schaffen, dass nachhaltiges Wirtschaften sich rechnet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Offene Diskussionskultur, Querdenken zulassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Öko-Detektive benennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Öko-Ideen prämieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Interdisziplinäre Ideen-Zirkel etablieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Produktentwicklung interdisziplinär aufstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alle Unternehmensbereiche können zu Green-Controlling &amp;amp; Nachhaltigkeit beitragen: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Entwicklung&lt;br /&gt;
   - Reduzierung des Materialeinsatzes&lt;br /&gt;
   - Ökologische Auswahl von Materialarten&lt;br /&gt;
   - Produktionsfreundliche Entwicklung&lt;br /&gt;
   - …..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Produktion&lt;br /&gt;
   - Schlanke Produktionsprozesse (Effektivität)&lt;br /&gt;
   - Maschinenpark auf Produkte und Mengen abstimmen&lt;br /&gt;
   - Kurze Wege&lt;br /&gt;
   - Einfache Prozesse&lt;br /&gt;
   - …..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Logistik&lt;br /&gt;
   - Transportbehälter optimieren&lt;br /&gt;
   - Packungsdichte erhöhen&lt;br /&gt;
   - Ökologische Auswahl von Verpackungsmaterial&lt;br /&gt;
   - Transportwege optimieren (Bahn, Lkw, Schiff, Flugzeug)&lt;br /&gt;
   - …..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Einkauf&lt;br /&gt;
   - Lieferantenauswahl nach Öko-Gesichtspunkten, nicht nur Preis&lt;br /&gt;
   - Fördern bzw. Aufbau von Öko-Lieferanten&lt;br /&gt;
   - Fair Trade&lt;br /&gt;
   - Keine Kinderarbeit&lt;br /&gt;
   - ….&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rechnungswesen&lt;br /&gt;
   - Rechnungen elektronisch erhalten, verarbeiten und versenden&lt;br /&gt;
   - Investitionsrechnung mit „weichen“ Faktoren&lt;br /&gt;
   - Öko-Aspekte bewerten und gewichten&lt;br /&gt;
   - …..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Technik:&lt;br /&gt;
   - Ökologische Gebäudetechnik&lt;br /&gt;
   - Senkung des Energieverbrauches von Gebäuden und Maschinen&lt;br /&gt;
   - Wiederverwendung / Aufbereitung von Wärme und Wasser&lt;br /&gt;
   - …..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grüne Kennzahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit welchen Kenngrößen zur Messung von Nachhaltigkeit können Controller arbeiten?&lt;br /&gt;
Auch für „grüne“ Kenngrößen gilt: &lt;br /&gt;
- '''ohne Verantwortlichkeit und ohne Zielstellung keine Kenngröße'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wird eine Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen benötigt? &lt;br /&gt;
  --&amp;gt; global reporting initiative&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nachhaltigkeitsindikatoren für Standardisierung und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsberichten für&lt;br /&gt;
   1. Ökonomie&lt;br /&gt;
   2. Ökologie&lt;br /&gt;
   3. Soziales&lt;br /&gt;
   4. Kulturelles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Carbon-Fußabdruck (CO2-Emissionen) ist bei großen Unternehmen eine klassische Kenngröße, die Verbesserungspotenziale z.B. der Prozess-/ Lieferketten aufzeigt. Hiermit  können Konzernziele leicht kaskadiert werden. Jedoch ist die Datenerhebung sehr aufwändig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Auflistung viele &amp;quot;grüner&amp;quot; Kenngrößen finden Sie auf den Seiten 55 ff:  http://www.controllerverein.com/Berichte_aus_dem_Arbeitskreis.111114.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ICV-Studie  green Controlling: http://www.controllerverein.com/Wissensvorsprung_fuer_Mitglieder.163665.html &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsberichterstattung der global reporting initiative: http://www.globalreporting.org/NR/rdonlyres/B77474D4-61E2-4493-8ED0-D4AA9BEC000D/2868/G3_LeitfadenDE1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Punkte nachhaltigen Controllings: http://www.controllerverein.com/10_Kernelemente.144246.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag Siegfried Gänsslen zum Thema green Controlling am 10,2011:&lt;br /&gt;
http://www.controllerverein.com/Controller_TV_AKs.159165.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergebnisse zur ICV-Arbeitskreis-Sitzung des AK Berlin-Brandenburg zum Thema Green Controlling vom September 2011: http://www.controllerverein.com/Berichte_aus_dem_Arbeitskreis.111114.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carbon-Fußabdruck: http://www.greenpeace.org/austria/Global/austria/dokumente/Factsheets/klima_CO2-Kennzeichnung_2009.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herwig R. Friedag, Berlin, Friedag Consult, Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Management_2.0&amp;diff=3855</id>
		<title>Management 2.0</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Management_2.0&amp;diff=3855"/>
		<updated>2012-06-01T19:54:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Ersteinstellende Autoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Management 2.0 ist ein Schlagwort, das für eine auf Kooperation basierende Form des Managements steht und auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick == &lt;br /&gt;
Der Begriff Management 2.0 wurde im Frühjahr 2009 durch eine Veröffentlichung von Friedag/Schmidt erstmals in Deutschland genutzt. Zeitgleich gab es in den USA eine Initiative verschiedener Wirtschaftsprofessoren um Gary Hamel, mit gleichem Namen und ähnlichen Inhalten. Danach soll das Management ein Unternehmen im Sinne aller Stakeholder, also aller Interessensberechtigten ausrichten. Ihr Ziel ist die nachhaltige und langfristig orientierte Unternehmenssicherung ohne Dominanz der Ziele einer einzigen Anspruchsgruppe - dies geht in die gleiche Richtung wie bei der Managementmethode Balanced Scorecard[http://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Balanced_Scorecard&amp;amp;stable=1]. Siehe dazu auch die agenda for reinventing management in the 21st century [http://blogs.harvardbusiness.org/hbr/hamel/2009/02/25_stretch_goals_for_managemen.html] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umsetzung dieser auf Kooperation basierenden Strategie beruht auf sieben Säulen: &lt;br /&gt;
[[Bild:7_Schritte_ausführlich.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei werden ausgewogen die Interessen von Kunden, Mitarbeitern, Kapitalgebern, Prozesspartnern (Lieferanten) sowie der Gesellschaft berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schritte zu Management 2.0 ==&lt;br /&gt;
Im Kern geht es bei jeder Strategie für ein Unternehmen darum, eine einzigartige Position auf seinem Markt zu erlangen, bei der es für alle Marktteilnehmer am besten ist, wenn das Unternehmen erfolgreich ist. Deshalb haben Modelle nur einen begrenzten Wert – sie können behilflich sein, um das strategische Handwerk zu erlernen; eine „Blaupause“ für einzigartiges Handeln bieten sie jedoch nicht. Je mehr Unternehmen dasselbe Modell verwirklichen, umso geringer wird die Chance, eine einzigartige Position zu erlangen.&lt;br /&gt;
Strategie ist eine Kunst,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• die Gegenwart aus der Zukunft zu entwickeln;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• in Konstellationen zu denken, nicht in linearen Ursache-Wirkungs-Ketten;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• erfolgversprechende von weniger vorteilhaften Konstellationen unterscheiden zu können;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• die Menschen zu befähigen, erfolgversprechende Konstellationen aktiv herbei zu führen und konsequent zu nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Kunst gehört die Fähigkeit, den für das Unternehmen entscheidenden Wettbewerbsfaktor zu identifizieren, um die Konstellationen, die Interessen und den ausgewogenen Nutzen aller relevanten beteiligten Stakeholder darauf auszurichten. Mit dem Übergang zum 21. Jahrhundert ist Management 2.0 – die Fähigkeit der Unternehmen zur Kooperation – zu diesem entscheidenden Wettbewerbsfaktor herangewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Management 2.0 realisieren will, sollte einen langen Atem haben und bereit sein, das gesamte bisherige Management auf den Prüfstand zu stellen und schrittweise zu verändern:&lt;br /&gt;
Der Aufbau einer zielgerichteten Kooperation im Unternehmen kann in diesen sieben Schritten erfolgen; diese müssen nicht in der dargestellten Reihenfolge bearbeitet werden. Besonders die Schritte III (Werte) und V (Unternehmenskultur) benötigen erheblichen zeitlichen Aufwand, aber mit Geduld kann viel erreicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kern der Management-Strategie 2.'''0 ist die Erkenntnis, dass eine aktive und nachhaltige Zukunftsgestaltung nur mit Kooperation geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schritte im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Erarbeitung eines gemeinsamen Bildes der Zukunft''', verbunden mit einem scharf konturierten Geschäftsmodell, das nachhaltige Einzigartigkeit begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gemeinsam“ zielt auf die Einbeziehung aller für ein Unternehmen relevanter Stakeholder. Dies sind (fast) immer Kunden, Mitarbeiter und Kapitalgeber, häufig auch Lieferanten, Gemeinde/Land etc. Hierbei spielt die Corporate (Social) Responsibilty eine große Rolle. Mit den Stakeholdern ist in einem Prozess (z.B. Balanced Scorecard, nicht als Kennzahlensystem verstanden!) die Unternehmens-Strategie zu erarbeiten. Damit einhergehend wird eine viel bessere Beobachtung, Erkennung und Beeinflussung ihrer Märkte, ihrer Kunden, ihrer Wettbewerber und Lieferanten des Unternehmens benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufbau einer Organisation der Leistungserstellung''', die auf einem konsequenten Liefer-Ketten-Management und einer auf die Innovations-Potenziale orientierten Unternehmensführung aufbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schaffung eines internen Marktes für die Organisation der Leistungserstellung, verbunden mit einer neuen Gestaltung der Kostenrechnung, der Einführung verhandelter interner Verrechnungspreise. Hierzu gehörte auch eine systematische Arbeit mit Zielkosten, Zielmengen und Ziel-Portfolien sowohl auf dem Absatzmarkt als auch im Einkauf, bei der Kapitalbeschaffung wie auf dem Arbeits- und Bildungsmarkt. &lt;br /&gt;
Selbständigkeit aller Leistungseinheiten im Unternehmen als Teil des gesamten Wertschöpfungsprozesses und klare Ausrichtung auf Schaffung von Innovationspotenzialen sollten das Ziel einer Neuorganisation eines Unternehmens sein. Die Kundenorientierung sollte auf den Kundennutzen ausgerichtet sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Gegenseitige Wertschätzung''', die sich sowohl im Umgang mit den betriebswirtschaftlichen Instrumenten als auch der Achtsamkeit für Chancen, Risiken, Plausibilitäten und Konsequenzen niederschlägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besinnung auf gegenseitige Wertschätzung als Kern kooperativer Wertschöpfung. Wertschätzung hat gravierende Folgen für die Gestaltung und Handhabung der Preisbildung im Rahmen eines durchgängigen Liefer-Ketten-Managements. Wertschätzung zeigt sich aber auch in der Entgelt- und Mitarbeiter-Politik, die sich zunehmend an der Entwicklung, Nutzung und Messung der Human-Potenziale orientiert. Und Wertschätzung gilt ebenso bei der Unterstützung von Entscheidungsprozessen durch stimmige Kennzahlen sowie durch Achtsamkeit für mögliche Chancen. &lt;br /&gt;
Achtsamkeit hat viele Facetten – hier ist insbesondere Achtsamkeit als Ausdruck der gegenseitigen Wertschätzung gemeint. Grundlage ist eine gemeinsame Wertestruktur, die in mehrjähriger Arbeit miteinander entwickelt werden kann. Ergebnis ist eine vertrauensbasierte Kultur, die viele Kosten für Kontrollmechanismen sparen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Kooperative Strukturen''', die eigenständige Unternehmens-Einheiten verbinden mit stringenter Koordination des gemeinsamen Handelns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Strukturen, die Clusterung eigenständiger Einheiten um den internen Markt, geben der gegenseitigen Wertschätzung Raum. Die Koordinierung der Zusammen-arbeit bspw. durch einen Lenkungsausschuss, eine Gruppe für Preis-Strategie &amp;amp; Liefer-Ketten, ein Innovations-Team und eine Fertigungsgruppe sowie durch Kompetenz-Zentren für Management- und Unterstützungs-Leistungen sorgen für klare Linien zur Steuerung der Informations-Ströme. &lt;br /&gt;
Eigenständige Unternehmenseinheiten ermöglichen schnelles Reagieren und benötigen keine großen Kontrollinstrumentarien. Aber sie müssen auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet werden, man braucht also einen Koordinationsausschuss. Die primäre Führungsaufgabe liegt in der Moderation und Koordination der einzelnen Unternehmens-Einheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Eine Führung auf Basis gemeinsamer Regeln''' und adressierter Verantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weiterentwicklung der Führungs-Kultur führt zu mehr Orientierung auf einen ‚ausbalancierten‘ Bereich der Akzeptanz für alle relevanten Interessengruppen. Durch eine konsequente Arbeit mit Regeln und adressierten Verantwortungsbereichen wird eine Erhöhung des Anteils wirtschaftlich wirksamer Zeit erreicht. Eine Konfliktkultur im Rahmen eines offenen, kooperativen Wettbewerbs zielt auf geduldige, die individuelle Motivlage der Mitarbeiter beachtende Innovationen. &lt;br /&gt;
Zu einer kooperationsorientierten Führungskultur gehört auch ein entsprechender Wettbewerb der einzelnen Unternehmensbereiche. Fehler werden als Lern- und Verbesserungspotenzial gesehen und unternehmensweit als solche kommuniziert. Wenige Kennzahlen werden zur Information der Entscheidungsträger genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Eindeutige Verantwortung''' mit individueller Resultats-Orientierung, auf der sich gegenseitige Verlässlichkeit begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein transparentes System eindeutiger Verantwortung („EV’en“) beruht auf einer zielbezogenen Verknüpfung der bestehenden Stellenbeschreibungen mit einer individuellen Resultats-Orientierung. Damit wird Klarheit geschaffen, worin die Basis gegenseitiger Verlässlichkeit besteht. Jeder Mitarbeiter hat das aus seiner Sicht wesentliche Resultat als Gegenstand der persönlichen Zielvereinbarung festgeschrieben. &lt;br /&gt;
Damit kann man einem Ziel einer vertrauensbasierten Führung einen spürbaren Schritt näher kommen. Verlässlichkeit ist der Kern von Vertrauen. Jeder Mitarbeiter im Unternehmen sollte wissen, für welche Resultate er verantwortlich ist. Und hierauf sollte sich jeder verlassen können. Zu gewünschten Resultaten gehören auch Innovationen; für deren Entwicklung ist allen Mitarbeitern genügend Zeit zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Eine Kommunikation''', die sich von bloßer Verlautbarung zu zielgerichteter Interaktion entwickelt, damit das gemeinsame Bild immer lebendig bleibt – d.h. sich  weiterentwickeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer Praxis der Verlautbarungen sollte man zu einer Politik der Interaktion gelangen. Dabei geht es zum einen um die Konzentration des Berichtswesens auf die Eindeutigen Verantwortlichkeiten (EV) des jeweiligen Empfängers, verbunden mit einer Dialog-geführten Intranet-Plattform, die allen Führungskräften offen steht. Und zum anderen geht es um einen Übergang von der eher kurzfristig angelegten Wertsteuerung zu einer nachhaltigen Unternehmensteuerung mit Potenzialen. &lt;br /&gt;
Kommunikation bedarf der Wechselwirkung zwischen Sender und Empfänger. Es kommt daher immer darauf an, was auf der Empfängerseite verstanden wird und welche Rückmeldungen der Sender wahrnimmt; insofern steht dieser Teil des Management 2.0 am Schluss der Aufgabenliste; Wir müssen die Sprache des Empfängers sprechen und seine Reaktionen verstehen; in diesem Sinne sollten alle Führungskrafte regelmäßig Kontakt zu allen Mitarbeitern des eigenen Bereiches suchen. Die Informationspolitik muss auf Offenheit basieren, jeder kann und darf hierzu beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnisse von Management 2.0 ==&lt;br /&gt;
Wie weit die Fähigkeit zu Kooperation entwickelt ist, lässt sich am Grad der Transparenz und der Offenheit ermessen, zu dem das Unternehmen nach innen und außen bereit ist. Kooperation ohne Transparenz und Offenheit ist nicht möglich; die Begrenzungen dieser beiden Indikatoren verweisen daher auf die Grenzen der Kooperation. Das beginnt bei der Offenlegung der Strategie und geht über die Grundlagen von Forschung und Entwicklung, der Technologie und der logistischen Kette oder der Personalentwicklung bis hin zu den Prinzipien von Lohn- und Gehalt. Jeder kann also leicht für sich selbst prüfen, wie weit seine eigene Kooperations-Bereitschaft und jene seines Unternehmens bereits gediehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kennzeichen für den Fortschritt auf den Weg zu Management 2.0 ist die Art der Identifikation des Gewinns eines Unternehmens sowie der Umgang mit ihm. Für die Ausrichtung auf nachhaltige Wirtschaftlichkeit durch Kooperation ist nicht mehr der Überschuss wesentlich, der an die Kapitaleigner ausgeschüttet werden kann – diese Größe ist ein Teil der Kosten, der Kapitalkosten. Als Gewinn des Unternehmens gilt jener Überschuss aus dem Verkauf von Produkten und Leistungen, der für die Innovation des Unternehmens nach Abzug aller Kosten für Leistungserstellung, Risikovorsorge und Kapital verbleibt. Durch einen ausgewogenen Innovationsbeitrag jedes Stakeholders erhält die Kooperation ihr legitimes Fundament. Dazu gehört aber auch die transparente Verwendung des Gewinns als Innovations-Beitrag unter dem Vorbehalt eines generellen Rentabilitätsanspruchs. Wobei die Wirtschaftlichkeitsprüfung sich wiederum auf den zukünftigen Innovations-Beitrag und den Nachweis der Nachhaltigkeit bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein drittes Kennzeichen für den Stand der Entwicklung von Management 2.0 ist der ausgewogene Umgang mit den verschiedenen Phasen strategischer Entwicklungen: &lt;br /&gt;
[[Bild:Phasen strategischer Entwicklung 0906.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oftmals konzentrieren sich Unternehmen zu stark auf die Realisierungs- und Stabilisierungs-Phase und vernachlässigen die Initial- und Nachhaltigkeits-Phase. Das wird daran ersichtlich, welche Indikatoren für maßgeblich erachtet und als Kenngröße in die Planung und Steuerung des Unternehmens einbezogen werden. Wenn die zentrale Aufmerksamkeit überwiegend auf Effektivität und Effizienz gelegt wird, ist der Weg zu Management 2.0 noch weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kann als viertes Kennzeichen für den Realisierungs-Stand von Management 2.0 der Ersetzungsgrad punktgenauer und an Minima bzw. Maxima orientierter Planungs- und Steuerungs-Größen durch eine ausbalancierte Zusammenstellung von Instrumenten  und deren Orientierung auf Erfolgs-Korridore (Rahmen-Planung, Relation zwischen Ausbau der Struktur und des Umsatzpotenzials etc.) herangezogen werden. Gerade für Controller eine wichtige Aufgabe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Friedag, H. R. / Schmidt, W. (2009): Management 2.0 – Kooperation – Der entscheidende Wettbewerbsvorteil,&lt;br /&gt;
                                     Haufe, Freiburg, ISBN 978-3-448-09328-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forum Balanced Scorecard: [http://www.scorecard.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homepage des Verfassers:  [http://www.management20.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel von Gary Hamel, USA zum Thema:[http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-615060.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellende Autoren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herwig R. Friedag, Berlin, [http://www.friedag.com Friedag Consult], Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Walter Schmidt, Berlin, [http://www.ask-schmidt.de ask-Schmidt], Mail: walter@ask-schmid.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Balanced_Scorecard&amp;diff=3814</id>
		<title>Balanced Scorecard</title>
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		<updated>2012-05-09T05:59:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* IGC-DEFINITION */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Strategie]]&lt;br /&gt;
== IGC-DEFINITION  ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der '''Balanced Scorecard''' soll eine ausgewogene Steuerung mittels Kennzahlen erreicht und in das Berichtswesen integriert werden. Es sollen, im Gegensatz zu herkömmlichen [[Kennzahlensysteme|Kennzahlensystemen]], neben den rein finanz- und ergebnisorientierten Größen auch nichtmonetäre Elemente (z.B. Kennzahl „Anzahl erworbene Neu-Kunden“) in die Ergebnisbeurteilung einbezogen werden. Auf die Ausgewogenheit der Gewichtung der verschiedenen Kennzahlen wird besonderes Gewicht gelegt, da mit der Balanced Scorecard nicht nur die Kennzahlensystematik gemeint ist, sondern auch die strategiekonforme Umsetzung der Ziele durch das Management angestrebt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Balanced Scorecard besteht in ihrer klassischen Form aus den vier Steuerungsperspektiven:&lt;br /&gt;
*Finanz- und Wertperspektive&lt;br /&gt;
*Markt- und Kundenperspektive&lt;br /&gt;
*Interne Prozeßperspektive&lt;br /&gt;
*Innovations- und Wissensperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus: [http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.)] (gekürzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Balanced Scorecard verbindet die Elemente der Strategie-Erarbeitung und -Umsetzung unter Berücksichtigung der Interessen aller relevanten Stakeholder eines Unternehmens, einer Organisation, ob profit- oder non-profit-orientiert. Sie ist ein Management-Instrument, das Kennzahlen zur Potenzialmessung nutzt – wird jedoch in vielen Unternehmen lediglich als ein (weiteres) Kennzahlen-System eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AZ BSC Friedag.jpg]] Detaillierte Informationen finden Sie hier: [http://www.scorecard.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundidee von Kaplan/Norton ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 90er Jahre begannen Robert S. Kaplan und David P. Norton ein Instrument zu entwickeln, um die Wirksamkeit der Strategieumsetzung zu verbessern. Sie hatten festgestellt, dass in den USA viele strategischen Ansätze in der konzeptionellen Phase hervorragend aufbereitet sind, aber dann nicht umgesetzt werden. Und dies ist bis heute Ihr Kerngedanke geblieben: '''Translate strategy into action'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Ansatz: Die konventionelle, vorwiegend auf finanzielle Daten wie Umsatz, Gewinn und Kapitalverwertung ausgerichtete Leistungsmessung und -bewertung in den Unternehmen behindert, auch weil sie mit ihrer Flut von Kennzahlen zu unübersichtlich ist, die Umsetzung strategischer Konzeptionen. So wurde der Gedanke der Ausgewogenheit (&amp;quot;balanced&amp;quot;) mit dem Gedanken eines übersichtlichen Berichtsbogens (Scorecard) verbunden – die Balanced Scorecard war geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil nicht nur die Resultate wichtig sind, sondern auch die - gemeinsam erarbeiteten und vereinbarten - strategieorientierten Aktionen, mit denen die Erfolge vorbereitet werden, sollten auf der Scorecard „Maßnahmen“ unter Berücksichtigung aller wesentlichen Interessensgruppen des Unternehmens (von Kaplan und Norton als „Perspektiven“ bezeichnet) festgelegt und in ausgewogener („balanced“) Weise dargestellt werden, eben als Balanced Scorecard:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Abb_01_BSC.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 1	Die Balanced Scorecard in ihrer ursprünglichen Form''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielsetzung der Arbeit mit der Balanced Scorecard ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zentrum der Balanced Scorecard steht die Strategieumsetzung als Instrument der Verhaltenssteuerung zur Umsetzung des Geschäftsmodells eines Unternehmens in die praktische Tat. Jedoch, eine Strategie muss vorhanden sein. Ein Unternehmen sollte dabei eine strategische Position anstreben, in der es für alle Anderen die beste Option darin besteht, mit ihm zu kooperieren. &lt;br /&gt;
Für Kaplan / Norton nutzen Unternehmen die Balanced Scorecard als Managementprozess, nicht als ein strategieorientiertes Kennzahlensystem mit folgenden Zielstellungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Formulierung der Unternehmensstrategie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	Kommunikation der Strategie im gesamten Unternehmen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	Übertragen der strategischen Ziele auf Bereiche und Abteilungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	Konzentration auf strategisch relevante Erfolgsfaktoren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	Einbindung strategieorientierter Maßnahmen in das jährliche Budget&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	Integration der strategischen mit persönlichen Zielen der Mitarbeiter &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	Aufbau eines Systems des strategischen Lernens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterentwicklung der Balanced Scorecard ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Balanced Scorecard ist ein Führungs- und Kommunikationsinstrument, das ein Bindeglied zwischen Strategie-Erarbeitung und strategieorientierter Umsetzung darstellt. So sollte auch die Implementierung immer unter Berücksichtigung dieser oben genannten Ziele erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Grundform der Zusammenstellung von &lt;br /&gt;
Zielen, Kennzahlen, Vorgaben und Maßnahmen &lt;br /&gt;
für die vier Perspektiven / Entwicklungsgebiete &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Finanzen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Kunden, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) interne Geschäftsprozesse und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Lernen &amp;amp; Entwicklung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde die Balanced Scorecard Mitte der 1990er Jahre auch in Deutschland einem breiteren Publikum bekannt. &lt;br /&gt;
In der praktischen Umsetzung hat sich insbesondere bei „Nicht-Controllern“ gezeigt, dass das deutsche Wort „Perspektiven“ aufgrund seiner Mehrdeutigkeit nicht immer verstanden wird. Da es um die Entwicklung von Zukunftsaussichten im Sinne der Gestaltung von Potenzialen geht, hat sich auch der Begriff „Entwicklungsgebiete“ eingebürgert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praktische Anwendung der BSC ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterschiede in der praktischen Anwendung der Balanced Scorecard können im Wesentlichen an folgenden drei Kriterien festgemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. In welcher Weise wird die Balanced Scorecard mit der Strategie des Unternehmens verbunden?&lt;br /&gt;
Der Name „Balanced Scorecards“ wird oftmals mit einem Kennzahlensystem gleichgesetzt. In der praktischen Anwendung führt das – insbesondere im Zusammenhang mit Software-Lösungen – meistens zu einer bloßen Zusammenstellung von operativen und strategischen Kennzahlen. Derartige Ansätze widersprechen der ursprünglichen Idee von Kaplan und Norton. Eine Balanced Scorecard, die nicht auf einer tragenden Strategie aufbaut, wird wenig orientierende Wirkung zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. In welcher Weise werden die Menschen in die Strategieentwicklung und -umsetzung einbezogen?&lt;br /&gt;
„Translate strategy into action“ – das ist die Aufgabe der Balanced Scorecard: die praktische Umsetzung der Strategie im täglichen Tun. Die Einbeziehung der Menschen im Unternehmen reicht von der strikten Vorgabe strategischer Leitsätze durch den „Chef“ bzw. einen sehr engen Kreis ausgewählter Führungskräfte bis hin zum offenen Dialog über individuelle und gemeinsame Ziele und deren Überführung in eine von allen Beteiligten getragene Strategie.&lt;br /&gt;
Idealerweise werden alle, Führungskräfte wie Mitarbeiter an der Erarbeitung und Umsetzung der Strategie beteiligt. Der Prozess bleibt tendenziell offen, weil die Ziele immer  „auf dem Prüfstand stehen“ und alle Beteiligten bereit sind aus Fehlern zu lernen. Die Balanced Scorecard wird in diesem dynamischen Umfeld zu einem „lernenden“ System für die Führung und Entwicklung eines „lernenden“ Un-ternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. In welcher Weise erfolgt die Einbindung der Balanced Scorecard in das gesamte unternehmerische Tun und Berichten?&lt;br /&gt;
Häufig wird die Balanced Scorecard als strategisches Kennzahlensystem dem Controlling zugerechnet. Sie erweitert damit die Palette bereits vorhandener Cont-rolling-Instrumente, dient aber nicht als zentrales Führungsinstrument für das Management.&lt;br /&gt;
Demgegenüber verweisen Kaplan/Norton darauf, dass jene Unternehmen die größten Erfolge aufzuweisen haben, die mit Hilfe der Balanced Scorecard ein neues Managementsystem aufgebaut haben. Ein Managementsystem, dass eine strategie-fokussierte Organisation schafft. Je mehr die Balanced Scorecard in das gesamte Führungs- und Berichtssystem organisch eingebunden wird, um so eher wird die praktische Umsetzung der Strategie eines Unternehmens in den Alltag seiner Kunden, Mitarbeiter und Partner erfolgreich verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf der Balanced Scorecard - Einführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen gibt es in der Praxis eine große Vielfalt von Erscheinungsformen der Balanced Scorecard zur Umsetzung von Strategien in konkrete Aktionen. Sie haben bei allen Unterschieden folgende Punkte gemeinsam:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ziele vereinbaren&lt;br /&gt;
Formulierung eines zentralen strategischen Ziels  („Leitziel“ oder „Vision“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. strategische Koordinaten entwickeln&lt;br /&gt;
Konkretisierung des Leitziels durch Subziele, die abgeleitet werden aus&lt;br /&gt;
  • strategische Themen („strategischen Orientierungen“ oder „erfolgskritische Faktoren“) und&lt;br /&gt;
  • Erwartungen verschiedener Anspruchsgruppen an jene Potenziale (Möglichkeiten und Fähigkeiten), &lt;br /&gt;
    die vom Unternehmen zur Realisierung seines Leitziels mobilisiert bzw. entwickelt werden sollen &lt;br /&gt;
    („Perspektiven“ oder „Entwicklungsgebiete“ für Potenziale).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Zielgerichtete Aktionen erarbeiten&lt;br /&gt;
Ableitung von Aktionen, die den Subzielen genügen, Festlegung von Kennzahlen für die Aktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Strategische Projekte umsetzen&lt;br /&gt;
Zusammenfassen der Aktionen zu Projekten, Projektbearbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Mit der Balanced Scorecard berichten &lt;br /&gt;
Einbinden der Kennzahlen in das Berichtssystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Einordnung der BSC in den Führungsprozess&lt;br /&gt;
Organisation der gemeinsamen Arbeit zur praktischen Umsetzung der Strategie (Projekte, Aktionsprogramme).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Lernprozess organisieren&lt;br /&gt;
regelmässige Überprüfung von Strategie und Strategieumsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Abb 2 BSC.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abb. 2	Schritte zur Balanced Scorecard – Erarbeitung und -Umsetzung''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''I.	Strategische Ziele vereinbaren'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landläufig setzen wir operativ mit kurzfristig und strategisch mit langfristig gleich. Das Operative muss gleich erledigt werden, das Strategische kann warten. Leider ist das ein Trugschluss. Operativ und strategisch sind keine Fragen der Fristigkeit. Sie haben beide etwas mit den Potenzialen zu tun, die uns zur Verfügung stehen. &lt;br /&gt;
  • '''Operativ''' bezeichnet das Ausschöpfen der vorhandenen Potenziale &lt;br /&gt;
    – z.B. das Ausführen von Aufträgen. Es entstehen greifbare Resultate, &lt;br /&gt;
    die in den meisten Fällen Geld einbringen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
  • '''Strategisch''' bedeutet, neue Potenziale zu entwickeln, &lt;br /&gt;
    die erst später (hoffentlich!) in Geldzuflüssen münden. &lt;br /&gt;
    Es entsteht dabei Potenzialzufluss, noch kein Cash Flow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strategieumsetzung für die nächste überschaubare Zeit (2 bis 10 Jahre, je nach Branche) beginnt mit der gemeinsamen Festlegung von '''Leitziel''' (intern orientierend: was wollen wir erreichen mit dem, was wir jetzt für die Zukunft tun?), '''Leitbild''' (extern orientierend: wie wollen wir gesehen werden, wenn wir unser Leitziel erreichen?) und einer '''Leitkennzahl''' (woran wollen wir erkennen und messen, dass wir unser Leitziel erreichen?). Für Leitziel und Leitbild werden oftmals auch die englischen Begriffe Vision und Mission verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Leitziel, Leitbild und Leitkennzahl wird die gemeinsame Klammer formuliert, die wir aus unserer Geschäftsidee für das konkreten Handeln zur Entwicklung von Potenzialen in einem abgegrenzten und überschaubar vor uns liegenden Zeitraum ableiten; wir charakterisieren damit das für diesen Zeitraum oberste Kriterium, nach dem wir beurteilen wollen, ob ein angestrebter Nutzen strategisch relevant ist; dabei müssen Leitziel, Leitbild und Leitkennzahl nicht die gesamte Strategie abbilden: Leitbild und Leitziel bilden „das gemeinsame Dach“, unter das wir all unsere Aktivitäten stellen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''II.	Strategische Koordinaten entwickeln''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Leitziel und Leitbild in konkretes Handeln umzusetzen, müssen wir Aktionen festlegen; hier kann es hilfreich sein, einen Handlungsrahmen zur Beantwortung folgender Fragen zu konstruieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was wollen wir tun? Worauf richten wir unsere Aktionen aus?“ &lt;br /&gt;
Bestimmen der '''strategischen Themen''' – und &lt;br /&gt;
„Mit wem bzw. für wen wollen wir es tun?“ 	&lt;br /&gt;
Bestimmen der '''Entwicklungsgebiete''' (Perspektiven) für die Interessen jener Gruppen (Stakeholder), die wir für unser Handeln brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Bestimmung der strategischen Themen geht es um eine weitere Konkretisierung des Leitziels, um die Definition der Hauptrichtungen unseres unternehmerischen Tuns; wobei auch für jedes Thema ein Ziel definiert wird und eine Kennzahl, an der wir messen wollen, ob wir unser thematisches Ziel erreichen. Zum einen, um uns zu größtmöglicher Präzisierung zu zwingen. Zum anderen aber auch, um unsere eigenen Fortschritte nachvollziehbar zu definieren, um uns selber die Meilensteine zu setzen, an denen wir uns messen wollen. Dabei ist es sinnvoll, sich auf nur wenige (drei bis fünf) Themen zu konzentrieren; aber es ist durchaus möglich und sinnvoll, mehrere Themen nacheinander umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg der Zukunftsgestaltung ist es entscheidend, welche Interessengruppen im Firmenumfeld die angestrebten strategischen Ziele wesentlich fördern können. Diese Gruppen hatten wir im Zusammenhang mit den strategischen Grundlagen bereits identifiziert. Um sie an unsere Strategie zu binden, werden die relevanten Stakeholder in den Prozess mit einbezogen, denn deren aktive Mitwirkung kann sehr hilfreich sein und es entsteht im Nachhinein ein deutlich geringerer Bedarf an Diskussionen, Erklärungen und Nachbesserungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für jede Interessengruppe definieren wir ein Entwicklungsgebiet mit Ziel und Kennzahl, an der wir messen wollen, ob wir unser Ziel erreichen; dabei suchen wir solche Ziele, die den Stakeholdern in der Zusammenarbeit mit uns als Motiv dienen können, aus der Vielzahl ihrer Interessen jene zu präferieren, die der Strategie unserer Organisation förderlich sind. Man sollte frei sein, die für sein Unternehmen relevanten Stakeholder zu bestimmen, klassischer Weise werden aber folgende Stakeholder-Interessen mit berücksichtigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Mitarbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Kunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Lieferanten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  regionale Strukturen (Behörden, Gemeinde etc. und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Kapitalgeber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangszeit der BSC-Umsetzung wurden auch häufig „Geschäftsprozesse“ als Entwicklungsgebiet angesehen – heute wird die Entwicklung neuer bzw. Überarbeitung vorhandener Geschäftsprozesse zumeist als strategisches Thema behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Abb. 3 Balanced Scorecard.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abbildung 3: die strategischen Koordinaten der BSC''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirksamkeit der Kennzahlen einer Balanced Scorecard hängt maßgeblich davon ab, inwieweit sie beiden Aspekten gerecht werden. Erst wenn wir beide Aspekte kombinieren, erhalten wir ein universelles Instrument zur Gestaltung der Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''III.	Zielgerichtete Aktionen erarbeiten'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziele werden von Menschen in praktisches Handeln umgesetzt – nicht von Kennzahlen! Dabei sollten in ausgewogener Weise alle tragenden Kräfte des Unternehmens in die Zielfindung und ihre Umsetzung mit Hilfe einer Balanced Scorecard einbezogen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber damit die vielen Aktionen der oftmals sehr verschiedenen Menschen nicht im Chaos münden, brauchen die Akteure konkrete, also messbare Ziele, die ihr Zusammenwirken fördern. Und dabei helfen Kennzahlen, die eine definierte Zielbestimmung ermöglichen. Kennzahlen, die so beschaffen sind, dass wir mit ihrer Hilfe Verlauf der Aktionen oder Ergebnis in Bezug auf die angestrebten Ziele messen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Herangehensweise wird auch als „'''ZAK-Prinzip'''“ bezeichnet (Ziel – Aktion – Kennzahl). Das ZAK-Prinzip gilt nicht nur für Aktionen im engeren Sinne. Es gilt für jede Zielbestimmung im Rahmen der Balanced Scorecard – strategische Themen, Entwicklungsgebiete/Perspektiven, Aktionen, Projekte. Durch die Notwendigkeit, messbare Kennzahlen zu definieren, zwingen wir uns, konkret zu sagen, was wir wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Abb 4 BSC.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abbildung 4: das ZAK-Prinzip''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch die Festlegung des Koordinatensystems definierten „Entwicklungsfelder“ dienen als Orientierung für die Ableitung konkreter Aktionen und deren Bündelung zu übergreifenden Projekten. Praktisch sollte man im Brainstorming versuchen, diese Entwicklungsfelder mit zielgerichteten Aktionen zu belegen, die gleichzeitig horizontal (das Entwicklungsgebiet) als auch vertikal (das strategische Thema) unterstützen. Die ZAK-Methode unterstützt die zielorientierte Beschreibung von Aktionen und verhilft zu gemeinsamem Verständnis. Üblicherweise ergeben sich in wenigen Stunden konzentrierter Arbeit mehr als 100 Ideen für zielgerichtete Aktionen. Formulierte Strategische Aktionen sollten möglichst konkret beschrieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''IV.	strategische Projekten strukturieren und umsetzen''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob nun 50 oder 250 ZAK´s gebildet wurden, sie sollten zusammengefasst werden, um das Handeln praktikabel zu organisieren. Natürlich kann diese Zusammenfassung nach vorab festgelegten Kriterien (z.B. Verantwortungsbereiche) erfolgen. In der Praxis hat es sich jedoch als zweckmäßiger erwiesen, „zusammengehörende“ Aktionsideen in Gruppen zu clustern, die als Grundlage für zu strukturierende strategische Projekte dienen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Abb 5 BSC.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abbildung 5: das ZAK-Prinzip / strategische Projekte''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aktionsgruppen sind zunächst das Ergebnis eines Brainstormings und müssen noch „geformt“, überarbeitet werden, um als strategisches Projekt in Angriff genommen zu werden. Bewährterweise sollte man diese Überarbeitung kleinen interdisziplinären Teams überlassen. Hierbei sind klassische Techniken des Projektmanagements zu nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Controller Service ist einzubinden. Denn vor einer endgültigen Entscheidung über die Umsetzung dieser Projekte sind entsprechende Projektbudgets aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine analoge Vorgehensweise (Schritte II bis IV) empfiehlt sich bei der Verbreitung der Balanced Scorecard auf weitere Bereiche des Unternehmens, wobei Leitbild und Leitziel einheitlich für alle Unternehmensbereiche gelten sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''V. Berichten mit der Balanced Scorecard'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel dazu wird eine Berichtsstruktur entwickelt. In ihr werden Kennzahlen zu einer Berichts-Scorecard zusammengefasst, die nach „innen“ vor allem die strategische Zielerreichung der Unternehmensbereiche widerspiegeln. Auf ihrer Grundlage kann ein wirksames Feedback entwickelt werden, das nachhaltiges Lernen ermöglicht. &lt;br /&gt;
Da die Berichtsstrukturen vor allem der Entscheidungsfindung über den effektiven Ressourceneinsatz im Unternehmen dienen, sollten wir neben den strategischen Kennzahlen auch operative Kennzahlen in die Berichts-Scorecard einbeziehen. Zweckmäßigerweise sind das solche Kennzahlen, die das Resultat der Nutzung jener Potenziale widerspiegeln, die durch das strategische Handeln entwickelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Abb 6 BSC.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abbildung 6: Beispiel einer Berichts-Scorecard''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die einzelnen Gebiete der Berichts-Scorecard sollten nach klassischer Controllerpraxis Erläuterungen hinterlegt werden, die unsere Positionen und Zielstellungen bezüglich der verwendeten Kennzahlen darlegen.&lt;br /&gt;
Nach „außen“ dienen weitere Berichts-Scorecards dem klassischen Reporting gegenüber Investoren, Banken, Aufsichträten etc. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VI.	Einordnen der BSC in den Führungsprozess'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kommunikationskonzept ermöglicht die Verbreitung des BSC-Gedankens im Unternehmen. Alle Mitarbeiter sollten die Unternehmensstrategie kennen und sich selbst fragen, „was kann ich, was kann mein Team tun, um die strategischen Unternehmensziele erreichen zu können?“. Die Mitarbeiter sollten also einerseits informiert, aber auch zum Mittun animiert werden. Kaplan/Norton sehen 50% des Erfolges der Strategie-Umsetzung mittels der BSC in der verbesserten Kommunikation.&lt;br /&gt;
In manchen Unternehmen wird strategisches Bewusstsein bei allen Mitarbeitern durch eine '''strategy map''', eine Strategie-Landkarte aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Abb. 7 Balanced Scorecard.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Abbildung 7:	strategy map nach Kaplan und Norton''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartig dargestellte lineare Ketten setzen einseitige Beziehungen voraus, die wir uns eher beherrschbar erscheinen. Außerdem fällt es uns leicht, solche Konstrukte theoretisch nachzuvollziehen. In der Praxis ist das leider nicht mehr als simplifizierendes Denken, denn reale Wirkung ist immer Wechselwirkung. Die realen Faktoren und Interessengruppen sind auf vielfältige Weise und auf wechselnden Ebenen miteinander verbunden. Zwischen ihnen bestehen Rückkopplungen und Regelkreise. Das betrifft sowohl die Verflechtungen innerhalb einer Unternehmung, als auch zwischen den Marktteilnehmern, und schließt Wechselwirkungen mit der natürlichen und sozialen Umwelt ein. Lineare Beziehungen entspringen ausschließlich der Phantasie unseres (Wunsch-)Denkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VII. Lernprozess organisieren'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Unternehmen operiert im luftleeren Raum. Daher gibt es überall Reaktionen auf die von uns angestoßenen Veränderungen. Und wir müssen auf Veränderungen unseres Umfeldes reagieren – also lernbereit sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht hier nicht nur um die Fragen, ob wir die strategischen Projekte „richtig“ umsetzen, sondern auch, ob wir die „richtigen“ Projekte angestoßen, uns die richtigen Subziele vorgenommen haben, um unser Leitziel zu erreichen. „Die richtigen Dinge richtig tun!“ Und auch wenn wir noch so viel Sachverstand im Prozess der Erarbeitung unserer strategischen Ziele wie deren Umsetzung einsetzen, sollten wir uns doch mindestens einmal im Jahr fragen, ob wir auf veränderte Umweltbedingungen reagieren müssen (Wir müssen, denn sicherlich sind schon einige strategische Projekte beendet !)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Lernprozess zu organisieren, beginnend mit der Unterstützung des strategischen Projektmanagements bis hin zur Organisation von Workshops zur Überarbeitung des Zielsystems, der Balanced Scorecard ist vordringliche Aufgabe des Controller Services.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit und Empfehlungen für Controller ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es gelingt, die Balanced Scorecard in den unternehmerischen Alltag, in das tägliche TUN einzubinden, kann sie zu einem umfassenden und universellen Instrument entwickelt werden. Ein Instrument, das allen Aktivitäten einen strategischen Rahmen gibt und den Beteiligten mehr Klarheit und Konsequenz ermöglicht zur Formulierung, Kommunikation und Umsetzung ihrer Strategie. Einer Umsetzung, die sowohl das strategische Handeln als Tagesaufgabe begreifen und realisieren lässt als auch die Verknüpfung mit dem operativen Handeln.&lt;br /&gt;
In diesem Sinne stellen Kaplan/Norton ihre Balanced Scorecard in den Rahmen eines umfassenden Konzepts der „strategiefokussierten Organisation“. Das prägt ihren Inhalt als Management- und Controllingsystem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Gestalten Sie Ihre Balanced Scorecard auf der Basis einer kommunizierten Strategie. Und nutzen Sie die Balanced Scorecard zugleich für die Kommunikation Ihrer Strategie. Klären Sie mit dem Management bereits im Vorfeld, wie stark die Wirksamkeit des Instrumentes Balanced Scorecard von ihrer Verankerung in der Strategie abhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Gestalten Sie Ihre Balanced Scorecard gemeinsam mit allen tragenden Kräften des Unternehmens. Dazu gehören nicht nur der gesamte Führungskreis sondern ebenso innovative „Querdenker“, Mitglieder des Betriebsrates oder „Freunde des Hauses“, die etwas weniger „Betriebsblindheit“, dafür aber die „Sicht von Außen“ mitbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Gestalten Sie Ihre Balanced Scorecard aus Ihren eigenen Ideen und jenen Ihrer Kollegen. Dabei können moderierte Workshops und externe Hilfe bei der Umsetzung nützlich sein. Aber der Inhalt und die „Emotion“ sollten in jedem Fall aus den Betroffenen selber kommen. Denn Sie müssen mit den Konsequenzen leben – der „Externe“ ist nach Erfüllung seiner Aufgabe nicht mehr da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Gestalten Sie Ihre Balanced Scorecard entsprechend den Gegebenheiten Ihres Unternehmens. Erfolg entsteht aus der Verknüpfung von Qualität und Akzeptanz. Gestalten Sie also Ihre Balanced Scorecard so, dass sie von allen Beteiligten akzeptiert werden kann. Dazu gehört auch, dass Sie dem Management die Vorteile des Instrumentes Balanced Scorecard nahebringen. Die Balanced Scorecard wird um so eher Eingang in den Unternehmensalltag finden, je konkreter sie als praktischer Wettbewerbsvorteil begriffen und erlebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) Gestalten Sie Ihre Balanced Scorecard in durchschaubaren Strukturen bezüglich der Ziele, der Auswahl geeigneter Aktionen, der Organisation der praktischen Arbeit und der Berichte. Erst aus dem Zusammenspiel der verschiedenen Strukturen kann das Instrument Balanced Scorecard jene Wirksamkeit entfalten, die Sie sich von ihr versprechen. Sorgen Sie also für Transparenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f) Gestalten Sie Ihre Balanced Scorecard mit Mut zur Konsequenz. Transparenz macht nur dann Sinn, wenn sie zu Entscheidungen führt. Nutzen Sie daher die Balanced Scorecard so, dass Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden können. Dabei geht es sowohl um Entscheidungen zur Veränderung Ihres Unternehmens als auch zur Verteilung der dazu erforderlichen Ressourcen. Und denken Sie daran, dass die entscheidenden Personen verstehen müssen, was sie entscheiden sollen. Wobei die Personen, die über das konkrete Handeln entscheiden, meistens in anderen Zusammenhängen leben als jene, die über die Verteilung gemeinsam genutzter Ressourcen zu befinden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g) Gestalten Sie Ihre Balanced Scorecard so, dass sie sich möglichst nahtlos einfügt in Ihr Management- und Controlling-System. Dazu gehören Projektmanagement und &lt;br /&gt;
-controlling ebenso wie flexible Planung und Budgetierung und geeignete strategische und operative Berichte. Sorgen Sie in diesem Zusammenhang dafür, dass die Kennzahlen in Ihren Berichten sich nicht verselbständigen und zur formalen Hülle werden. Die Balanced Scorecard ist mehr als ein Kennzahlensystem. Aber Kennzahlen können dazu zwingen, konkret – weil messbar – zu sagen, was erreicht werden soll. Und wenn sie mit Verantwortung verknüpft werden, befördern sie das praktische Handeln im Sinne der gemeinsamen Ziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h) Gestalten Sie Ihre Balanced Scorecard mit nachhaltiger Geduld; denn alle bisherige Erfahrung lehrt: Die Einführung einer Balanced Scorecard ist relativ überschaubar; aber das Leben mit der Balanced Scorecard  ist ein aufwändiger, ständiger Prozess. Dabei sollten Sie nicht zu früh die Kennzahlen mit dem Anreizsystem verbinden. Dazu bedarf es erst ausreichender Erfahrung und vor allem Vertrauen zur Balanced Scorecard,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i) Gestalten Sie Ihre Balanced Scorecard mit ausreichend Zeit für Kommunikation, denn nur dies ist die Grundlage für ein lernendes Unternehmen, die Basis für unternehmerischen Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Und vor allem: Fangen Sie an!''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warten Sie nicht auf ideale Bedingungen und Voraussetzungen, sonst warten Sie eventuell ewig. Nutzen Sie die Balanced Scorecard möglichst bald und lernen Sie mit ihr zu operieren, um Ihr Unternehmen im Wettbewerb besser zu platzieren. &lt;br /&gt;
Dabei kann Ihnen niemand den Erfolg garantieren. Die Zukunft ist nicht vorhersehbar. Aber Sie können heute jene Möglichkeiten und Fähigkeiten entwickeln, die Sie morgen in die Lage versetzen, mit den Risiken und Chancen der Zukunft zu Ihrem Vorteil umzugehen. Und das ist allemal besser, als auf „das Schicksal“ zu warten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.), 4. Auflage, Schäffer-Poeschel, Stuttgart, 2010]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturtipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Friedag, Herwig R. / Schmidt, Dr. Walter''', (2009): &lt;br /&gt;
Management 2.0: Kooperation, Der entscheidende Wettbewerbsvorteil, Haufe-Verlag, Freiburg, ISBN 3-448-09328-5 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Friedag, Herwig R. / Schmidt, Dr. Walter''', (2010):&lt;br /&gt;
Taschenguide Balanced Scorecard, 4. Auflage, Haufe-Verlag, Freiburg, ISBN 978-3-648-01910-8 &lt;br /&gt;
             '''kostenloser download''' der 2. Auflage unter: [http://www.scorecard.de/pdf%20taschenguide%202_Auflage_05.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Friedag, Herwig R. / Schmidt, Dr. Walter''', (2004):&lt;br /&gt;
My Balanced Scorecard, 3. Auflage, Haufe-Verlag, Freiburg, ISBN 978-3-448-06500-8&lt;br /&gt;
             '''kostenloser download''' der 2. Auflage unter: [http://www.scorecard.de/literatur/download-bucher]&lt;br /&gt;
'''Horváth &amp;amp; Partner''' (2000):&lt;br /&gt;
Balanced Scorecard umsetzen, Stuttgart, (2000):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Internationaler Controller Verein e.V.''' (2003):&lt;br /&gt;
Controller Statement: Balanced Scorecard, Gauting 2003&lt;br /&gt;
             '''kostenloser download für ICV-Mitglieder'''  unter: [http://www.controllerverein.com/index.php?PHPSESSID=qa1rqeq46bbbg57j0rai5c3o96&amp;amp;id=98316]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kaplan, R. / Norton, D.''' (2004): &lt;br /&gt;
Strategy Maps, Stuttgart 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kaplan, R. / Norton, D.''' (2001): &lt;br /&gt;
Die strategiefokussierte Organisation. Führen mit der Balanced Scorecard, &lt;br /&gt;
Stuttgart 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kaplan, R. / Norton, D.''' (1997): &lt;br /&gt;
Balanced Scorecard, Stuttgart 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kaplan, R. / Norton, D.''' (1992): &lt;br /&gt;
The Balanced Scorecard – Measures that drive performance, &lt;br /&gt;
in: Harvard Business Review, o.Jg., 1/1992, S. 71 - 79&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ledig, G. / Sommerfeld, R.''' (2003): &lt;br /&gt;
Balanced-Scorecard-Handbuch, Wuppertal 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Probst, H.-J'''. (2001):&lt;br /&gt;
Balanced Scorecard leicht gemacht, warum Sie mit weichen Faktoren hart rechen sollten, Frankfurt 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weber, J. / Schäffer, U.''' (1999): &lt;br /&gt;
Balanced Scorecard und Controlling, Wiesbaden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ausführliches Literaturverzeichnis finden Sie unter [http://www.scorecard.de/literatur/literaturverzeichnis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forum Balanced Scorecard [http://www.scorecard.de]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Palladium Group, das Unternehmen von Kaplan und Norton: [http://www.thepalladiumgroup.com/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CFOworld: Praktische Erfahrungen mit der Balanced Scorecard [http://www.cfoworld.de/die-balanced-scorecard-kommt/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fachseminar zum Thema ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Controller Akademie veranstaltet regelmässig 3-tägige Fachseminare zum Thema Balanced Scorecard: [http://www.controllerakademie.de/fachsem/fachsem_bsc.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellende Autoren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Herwig R. Friedag, Berlin, [http://www.friedag.com Friedag Consult], Mail: consult@friedag.com, Tel.: +49 30 80 40 40 00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Walter Schmidt, Berlin, [http://www.ask-schmidt.de ask-Schmidt], Mail: walter@ask-schmidt.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;img src=&amp;quot;http://vg08.met.vgwort.de/na/742e4ab7d2ec4141a99acfdc7628ded3&amp;quot; width=&amp;quot;1&amp;quot; height=&amp;quot;1&amp;quot; alt=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=BSC&amp;diff=3810</id>
		<title>BSC</title>
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		<updated>2012-05-06T15:12:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Quelle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== IGC-DEFINITION (gekürzt) ==&lt;br /&gt;
'''Balanced Scorecard / [[:en:Balanced Scorecard|Balanced Scorecard]]'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Balanced Scorecard soll eine ausgewogene Steuerung mittels  Kennzahlen erreicht und in das Berichtswesen integriert werden. Es sollen, im Gegensatz zu herkömmlichen [[Kennzahlensysteme|Kennzahlensystemen]], neben den rein finanz- und ergebnisorientierten Größen auch nichtmonetäre Elemente (z.B. Kennzahl „Anzahl erworbene Neukunden“) in die Ergebnisbeurteilung einbezogen werden. Auf die Ausgewogenheit der Gewichtung der verschiedenen Kennzahlen wird besonderes Gewicht gelegt, da mit der Balanced Scorecard nicht nur die Kennzahlensystematik gemeint ist, sondern auch die strategiekonforme Umsetzung der Ziele durch das Management angestrebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Balanced Scorecard besteht in ihrer klassischen Form aus vier Steuerungsperspektiven:&lt;br /&gt;
*Finanz- und Wertperspektive&lt;br /&gt;
*Markt- und Kundenperspektive&lt;br /&gt;
*Interne Prozeßperspektive&lt;br /&gt;
*Innovations- und Wissensperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus: [http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe [http://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Balanced_Scorecard&amp;amp;stable=1 Balanced Scorecard]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling  (Hrsg.), 4. Auflage, Schäffer-Poeschel, Stuttgart, 2010]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;img src=&amp;quot;http://vg08.met.vgwort.de/na/d8b0c153a1e444a4bcce1737386a1302&amp;quot; width=&amp;quot;1&amp;quot; height=&amp;quot;1&amp;quot; alt=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
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		<title>BSC</title>
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		<updated>2012-05-06T15:10:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* IGC-DEFINITION (gekürzt) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== IGC-DEFINITION (gekürzt) ==&lt;br /&gt;
'''Balanced Scorecard / [[:en:Balanced Scorecard|Balanced Scorecard]]'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Balanced Scorecard soll eine ausgewogene Steuerung mittels  Kennzahlen erreicht und in das Berichtswesen integriert werden. Es sollen, im Gegensatz zu herkömmlichen [[Kennzahlensysteme|Kennzahlensystemen]], neben den rein finanz- und ergebnisorientierten Größen auch nichtmonetäre Elemente (z.B. Kennzahl „Anzahl erworbene Neukunden“) in die Ergebnisbeurteilung einbezogen werden. Auf die Ausgewogenheit der Gewichtung der verschiedenen Kennzahlen wird besonderes Gewicht gelegt, da mit der Balanced Scorecard nicht nur die Kennzahlensystematik gemeint ist, sondern auch die strategiekonforme Umsetzung der Ziele durch das Management angestrebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Balanced Scorecard besteht in ihrer klassischen Form aus vier Steuerungsperspektiven:&lt;br /&gt;
*Finanz- und Wertperspektive&lt;br /&gt;
*Markt- und Kundenperspektive&lt;br /&gt;
*Interne Prozeßperspektive&lt;br /&gt;
*Innovations- und Wissensperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus: [http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe [http://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Balanced_Scorecard&amp;amp;stable=1 Balanced Scorecard]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.), 4. Auflage, Schäffer-Poeschel, Stuttgart, 2010]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;img src=&amp;quot;http://vg08.met.vgwort.de/na/d8b0c153a1e444a4bcce1737386a1302&amp;quot; width=&amp;quot;1&amp;quot; height=&amp;quot;1&amp;quot; alt=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3768</id>
		<title>Werte: Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3768"/>
		<updated>2012-05-04T19:46:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Auf dieses Werte kommt es an */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 90% der deutschen Manager sind der Meinung, dass Werte wichtig sind. Letzendlich interessant ist jedoch die Frage, ob gelebte Werte tatsächlich auch einen Gewinn bringen. Bei der Beantwortung dieser Frage waren 87% der Manager unsicher (''Berth 2006:9'').&lt;br /&gt;
Studien zeigen jedoch, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen den im Unternehmen gelebten Werten bzw. der Unternehmenskultur und dem Unternehmenserfolg gibt. Als erfolgsfördernd wirken dabei Faktoren wie Vertrauen und Kooperation, als erfolgsmindernd Faktoren wie Misstrauen, Abstand und Festhalten am Bewährten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung: Werte fördern den wirtschaftlichen Erfolg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums macht eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur bis zu 31% des Unternehmensgewinns aus. Die Studie konnte einen signifikanten Zusammenhang zwischen Mitarbeiterengagement und Unternehmenserfolg nachweisen (''Hauser et al. 2006: 25''). Im Rahmen der Studie wurden zwischen Mai und Oktober 2006 37.151 Mitarbeiter aus 314 Unternehmen befragt (''Hauser et al. 2006: 19f.'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Untersuchungen von Berth ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Studie ging der Frage nach den erfolgsfördernden/-mindernden Werten in einer neun Jahre dauernden Langzeituntersuchung nach. Dabei wurden 427 Führungskräfte aus 39 Branchen interviewt. Zuerst wurden die Führungskräfte gebeten, aus über 100 Werten die ihrer Meinung nach wichtigsten zu identifizieren und zum Beleg für deren Umsetzung Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag anzuführen. Anschließend wurden sie gebeten, die Werte in Gruppen zu ordnen, wobei sich 30 Werte als besonders wichtig heraus kristallisierten. Auf Basis der 30 identifizierten Werte wurden 391 Innovationsprojekte untersucht. Im Zuge der Untersuchung wurden die Projektgruppenmitglieder um die Identifikation der wichtigsten Werte und Beweise für deren Umsetzung im Arbeitsalltag gebeten. Wenn Mitglieder einer Gruppe bezüglich der Einordnung der Werte unterschiedlicher Meinung waren, wurden diese Gruppen aus der Untersuchung ausgeschlossen. Letztendlich verblieben 309 Gruppen mit einer übereinstimmenden Wertorientierung in der Untersuchung. Diese legten nach Projektabschluss ihre Kosten und Erträge offen, so dass eine Renditeberechnung stattfinden konnte. Anschließend wurde für jeden der 30 als wichtig identifizierten Werte die Differenz in der Rendite der Befürworter und Gegner dieser Werte ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die ermittelten Werte weiter auf Konsistenz zu untersuchen, wurden die Führungskräfte von 61 sehr erfolgreichen und 165 wenig erfolgreichen Unternehmen befragt. Die Einordnung der Werte durch die Führungskräfte war mit den im Vorfeld identifizierten deckungsgleich. Die Führungskräfte der erfolgreichen Unternehmen befürworteten die Werte, die schon im Vorfeld als renditefördernd identifiziert worden waren. Die Führungskräfte der wenig erfolgreichen Unternehmen setzten auf die Werte, die auch bei der ersten Erhebung wenig oder keine Rendite erbracht hatten. Das Ergebnis dieses zweiten Prüfungsschritts legt die Vermutung nahe, dass es sich bei den in der Studie identifizierten Werten tatsächlich um kritische Erfolgsfaktoren der Unternehmensführung handelt. In der folgenden Tabelle sind die Werte in Gruppen zusammengefasst, die der jeweiligen Wertedifferenz zugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich deutlich, dass Kooperation, Engagement, Vielfalt und Vertrauen auf der Ebene der weichen Faktoren und Kostenbewusstsein auf der Ebene der harten Faktoren die höchste Rendite bringen. Demgegenüber wirken sich Distanz, Anpassung, Misstrauen, volle Delegation sowie eine starke Betonung der Sachkompetenz negativ auf die Renditeentwicklung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf dieses Werte kommt es an ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tabelle beginnt mit den erfolgsfördernden Werten und endet mit den erfolgsmindernden Werten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renditedifferenz '''178 bis 162''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Renditedifferenz ermittelte Werte:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
- Sich öffnen, um sich zu ergänzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Alles muss sich rechnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sich voll einbringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vielfalt im Team&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vertrauen statt Kontrolle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''152 bis 13'''6		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vision und Originalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fröhlichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Durchbruchsinnovationen bevorzugen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Freiräume gewähren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Lebenslanges Lernen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wachstumsstärke bevorzugen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Servicementalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''107 bis 91'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Überholtes abschaffen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Spitzenleistung (technisch und emotional)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Begeisterung systematisch managen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schnelligkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''69 bis 21'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Stil, Ästhetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rationalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Evolution statt Revolution&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Unbeirrtes Tüfteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Disziplin und Askese&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kompromissbereitschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Unordnung bekämpfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sieger sein müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''-24 bis -58'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Volle Delegation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Abstand halten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kreativität basiert auf Sachkompetenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Anpassung bis zur Unterwerfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Misstrauen schadet nie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Am Bewährten festhalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Umsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Einfluss der Werte auf die Rendite kennt, könnte man als Führungskraft geneigt sein, diese ab sofort „zu verordnen“. Die tatsächlich gelebten Werte eines Unternehmens werden jedoch durch das Verhalten von Führungskräften und Mitarbeiter(inne)n in alltäglichen Situationen transportiert und können nur durch einen bewussten, meist mehrjährigen, Changeprozess verändert werden. Aus diesem Grund wird Unternehmen empfohlen, sich in einem ersten Schritt in Workshops mit den gewünschten Werten und Maßnahmen zu deren Umsetzung auseinanderzusetzen und die Ergebnisse in das Unternehmen hinein zu kommunizieren. Im zweiten Schritt wird die Glaubwürdigkeit eines Wertewandels durch das Verhalten der Führungskräfte transportiert. Hier gilt: je höher die Position und je größer die Macht der Führungskraft, desto stärker ist die Signalwirkung der im Alltag vorgelebten Werthaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berth, Rolf: Die Rendite der Werte, Havard Business Manager, Januar 2006, S.9-11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauser, Frank; Schubert, Andreas; Aicher, Monika.: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Forschungsbericht 18/05, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Schlagworte''': Rendite, kritische Erfolgsfaktoren, Werte, Unternehmensführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autorin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jutta Strake&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3767</id>
		<title>Werte: Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3767"/>
		<updated>2012-05-04T19:44:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Auf dieses Werte kommt es an */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 90% der deutschen Manager sind der Meinung, dass Werte wichtig sind. Letzendlich interessant ist jedoch die Frage, ob gelebte Werte tatsächlich auch einen Gewinn bringen. Bei der Beantwortung dieser Frage waren 87% der Manager unsicher (''Berth 2006:9'').&lt;br /&gt;
Studien zeigen jedoch, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen den im Unternehmen gelebten Werten bzw. der Unternehmenskultur und dem Unternehmenserfolg gibt. Als erfolgsfördernd wirken dabei Faktoren wie Vertrauen und Kooperation, als erfolgsmindernd Faktoren wie Misstrauen, Abstand und Festhalten am Bewährten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung: Werte fördern den wirtschaftlichen Erfolg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums macht eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur bis zu 31% des Unternehmensgewinns aus. Die Studie konnte einen signifikanten Zusammenhang zwischen Mitarbeiterengagement und Unternehmenserfolg nachweisen (''Hauser et al. 2006: 25''). Im Rahmen der Studie wurden zwischen Mai und Oktober 2006 37.151 Mitarbeiter aus 314 Unternehmen befragt (''Hauser et al. 2006: 19f.'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Untersuchungen von Berth ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Studie ging der Frage nach den erfolgsfördernden/-mindernden Werten in einer neun Jahre dauernden Langzeituntersuchung nach. Dabei wurden 427 Führungskräfte aus 39 Branchen interviewt. Zuerst wurden die Führungskräfte gebeten, aus über 100 Werten die ihrer Meinung nach wichtigsten zu identifizieren und zum Beleg für deren Umsetzung Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag anzuführen. Anschließend wurden sie gebeten, die Werte in Gruppen zu ordnen, wobei sich 30 Werte als besonders wichtig heraus kristallisierten. Auf Basis der 30 identifizierten Werte wurden 391 Innovationsprojekte untersucht. Im Zuge der Untersuchung wurden die Projektgruppenmitglieder um die Identifikation der wichtigsten Werte und Beweise für deren Umsetzung im Arbeitsalltag gebeten. Wenn Mitglieder einer Gruppe bezüglich der Einordnung der Werte unterschiedlicher Meinung waren, wurden diese Gruppen aus der Untersuchung ausgeschlossen. Letztendlich verblieben 309 Gruppen mit einer übereinstimmenden Wertorientierung in der Untersuchung. Diese legten nach Projektabschluss ihre Kosten und Erträge offen, so dass eine Renditeberechnung stattfinden konnte. Anschließend wurde für jeden der 30 als wichtig identifizierten Werte die Differenz in der Rendite der Befürworter und Gegner dieser Werte ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die ermittelten Werte weiter auf Konsistenz zu untersuchen, wurden die Führungskräfte von 61 sehr erfolgreichen und 165 wenig erfolgreichen Unternehmen befragt. Die Einordnung der Werte durch die Führungskräfte war mit den im Vorfeld identifizierten deckungsgleich. Die Führungskräfte der erfolgreichen Unternehmen befürworteten die Werte, die schon im Vorfeld als renditefördernd identifiziert worden waren. Die Führungskräfte der wenig erfolgreichen Unternehmen setzten auf die Werte, die auch bei der ersten Erhebung wenig oder keine Rendite erbracht hatten. Das Ergebnis dieses zweiten Prüfungsschritts legt die Vermutung nahe, dass es sich bei den in der Studie identifizierten Werten tatsächlich um kritische Erfolgsfaktoren der Unternehmensführung handelt. In der folgenden Tabelle sind die Werte in Gruppen zusammengefasst, die der jeweiligen Wertedifferenz zugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich deutlich, dass Kooperation, Engagement, Vielfalt und Vertrauen auf der Ebene der weichen Faktoren und Kostenbewusstsein auf der Ebene der harten Faktoren die höchste Rendite bringen. Demgegenüber wirken sich Distanz, Anpassung, Misstrauen, volle Delegation sowie eine starke Betonung der Sachkompetenz negativ auf die Renditeentwicklung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf dieses Werte kommt es an ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tabelle beginnt mit den erfolgsfördernden Werten und endet mit den erfolgsmindernden Werten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renditedifferenz '''178 bis 162''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Renditedifferenz ermittelte Werte:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
- Sich öffnen, um sich zu ergänzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Alles muss sich rechnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sich voll einbringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vielfalt im Team&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vertrauen statt Kontrolle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''152 bis 13'''6		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vision und Originalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fröhlichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchbruchsinnovationen bevorzugen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiräume gewähren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebenslanges Lernen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachstumsstärke bevorzugen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Servicementalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''107 bis 91'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überholtes abschaffen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzenleistung (technisch und emotional)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begeisterung systematisch managen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnelligkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''69 bis 21'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stil, Ästhetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rationalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evolution statt Revolution&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbeirrtes Tüfteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Disziplin und Askese&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompromissbereitschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unordnung bekämpfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieger sein müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''-24 bis -58'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volle Delegation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstand halten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreativität basiert auf Sachkompetenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anpassung bis zur Unterwerfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Misstrauen schadet nie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Bewährten festhalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Umsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Einfluss der Werte auf die Rendite kennt, könnte man als Führungskraft geneigt sein, diese ab sofort „zu verordnen“. Die tatsächlich gelebten Werte eines Unternehmens werden jedoch durch das Verhalten von Führungskräften und Mitarbeiter(inne)n in alltäglichen Situationen transportiert und können nur durch einen bewussten, meist mehrjährigen, Changeprozess verändert werden. Aus diesem Grund wird Unternehmen empfohlen, sich in einem ersten Schritt in Workshops mit den gewünschten Werten und Maßnahmen zu deren Umsetzung auseinanderzusetzen und die Ergebnisse in das Unternehmen hinein zu kommunizieren. Im zweiten Schritt wird die Glaubwürdigkeit eines Wertewandels durch das Verhalten der Führungskräfte transportiert. Hier gilt: je höher die Position und je größer die Macht der Führungskraft, desto stärker ist die Signalwirkung der im Alltag vorgelebten Werthaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berth, Rolf: Die Rendite der Werte, Havard Business Manager, Januar 2006, S.9-11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauser, Frank; Schubert, Andreas; Aicher, Monika.: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Forschungsbericht 18/05, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Schlagworte''': Rendite, kritische Erfolgsfaktoren, Werte, Unternehmensführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autorin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jutta Strake&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3766</id>
		<title>Werte: Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3766"/>
		<updated>2012-05-04T19:44:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Auf dieses Werte kommt es an */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 90% der deutschen Manager sind der Meinung, dass Werte wichtig sind. Letzendlich interessant ist jedoch die Frage, ob gelebte Werte tatsächlich auch einen Gewinn bringen. Bei der Beantwortung dieser Frage waren 87% der Manager unsicher (''Berth 2006:9'').&lt;br /&gt;
Studien zeigen jedoch, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen den im Unternehmen gelebten Werten bzw. der Unternehmenskultur und dem Unternehmenserfolg gibt. Als erfolgsfördernd wirken dabei Faktoren wie Vertrauen und Kooperation, als erfolgsmindernd Faktoren wie Misstrauen, Abstand und Festhalten am Bewährten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung: Werte fördern den wirtschaftlichen Erfolg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums macht eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur bis zu 31% des Unternehmensgewinns aus. Die Studie konnte einen signifikanten Zusammenhang zwischen Mitarbeiterengagement und Unternehmenserfolg nachweisen (''Hauser et al. 2006: 25''). Im Rahmen der Studie wurden zwischen Mai und Oktober 2006 37.151 Mitarbeiter aus 314 Unternehmen befragt (''Hauser et al. 2006: 19f.'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Untersuchungen von Berth ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Studie ging der Frage nach den erfolgsfördernden/-mindernden Werten in einer neun Jahre dauernden Langzeituntersuchung nach. Dabei wurden 427 Führungskräfte aus 39 Branchen interviewt. Zuerst wurden die Führungskräfte gebeten, aus über 100 Werten die ihrer Meinung nach wichtigsten zu identifizieren und zum Beleg für deren Umsetzung Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag anzuführen. Anschließend wurden sie gebeten, die Werte in Gruppen zu ordnen, wobei sich 30 Werte als besonders wichtig heraus kristallisierten. Auf Basis der 30 identifizierten Werte wurden 391 Innovationsprojekte untersucht. Im Zuge der Untersuchung wurden die Projektgruppenmitglieder um die Identifikation der wichtigsten Werte und Beweise für deren Umsetzung im Arbeitsalltag gebeten. Wenn Mitglieder einer Gruppe bezüglich der Einordnung der Werte unterschiedlicher Meinung waren, wurden diese Gruppen aus der Untersuchung ausgeschlossen. Letztendlich verblieben 309 Gruppen mit einer übereinstimmenden Wertorientierung in der Untersuchung. Diese legten nach Projektabschluss ihre Kosten und Erträge offen, so dass eine Renditeberechnung stattfinden konnte. Anschließend wurde für jeden der 30 als wichtig identifizierten Werte die Differenz in der Rendite der Befürworter und Gegner dieser Werte ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die ermittelten Werte weiter auf Konsistenz zu untersuchen, wurden die Führungskräfte von 61 sehr erfolgreichen und 165 wenig erfolgreichen Unternehmen befragt. Die Einordnung der Werte durch die Führungskräfte war mit den im Vorfeld identifizierten deckungsgleich. Die Führungskräfte der erfolgreichen Unternehmen befürworteten die Werte, die schon im Vorfeld als renditefördernd identifiziert worden waren. Die Führungskräfte der wenig erfolgreichen Unternehmen setzten auf die Werte, die auch bei der ersten Erhebung wenig oder keine Rendite erbracht hatten. Das Ergebnis dieses zweiten Prüfungsschritts legt die Vermutung nahe, dass es sich bei den in der Studie identifizierten Werten tatsächlich um kritische Erfolgsfaktoren der Unternehmensführung handelt. In der folgenden Tabelle sind die Werte in Gruppen zusammengefasst, die der jeweiligen Wertedifferenz zugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich deutlich, dass Kooperation, Engagement, Vielfalt und Vertrauen auf der Ebene der weichen Faktoren und Kostenbewusstsein auf der Ebene der harten Faktoren die höchste Rendite bringen. Demgegenüber wirken sich Distanz, Anpassung, Misstrauen, volle Delegation sowie eine starke Betonung der Sachkompetenz negativ auf die Renditeentwicklung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf dieses Werte kommt es an ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tabelle beginnt mit den erfolgsfördernden Werten und endet mit den erfolgsmindernden Werten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renditedifferenz '''178 bis 162''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Renditedifferenz ermittelte Werte:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Sich öffnen, um sich zu ergänzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles muss sich rechnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich voll einbringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfalt im Team&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertrauen statt Kontrolle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''152 bis 13'''6		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vision und Originalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fröhlichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchbruchsinnovationen bevorzugen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiräume gewähren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebenslanges Lernen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachstumsstärke bevorzugen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Servicementalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''107 bis 91'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überholtes abschaffen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzenleistung (technisch und emotional)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begeisterung systematisch managen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnelligkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''69 bis 21'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stil, Ästhetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rationalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evolution statt Revolution&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbeirrtes Tüfteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Disziplin und Askese&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompromissbereitschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unordnung bekämpfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieger sein müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''-24 bis -58'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volle Delegation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstand halten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreativität basiert auf Sachkompetenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anpassung bis zur Unterwerfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Misstrauen schadet nie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Bewährten festhalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Umsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Einfluss der Werte auf die Rendite kennt, könnte man als Führungskraft geneigt sein, diese ab sofort „zu verordnen“. Die tatsächlich gelebten Werte eines Unternehmens werden jedoch durch das Verhalten von Führungskräften und Mitarbeiter(inne)n in alltäglichen Situationen transportiert und können nur durch einen bewussten, meist mehrjährigen, Changeprozess verändert werden. Aus diesem Grund wird Unternehmen empfohlen, sich in einem ersten Schritt in Workshops mit den gewünschten Werten und Maßnahmen zu deren Umsetzung auseinanderzusetzen und die Ergebnisse in das Unternehmen hinein zu kommunizieren. Im zweiten Schritt wird die Glaubwürdigkeit eines Wertewandels durch das Verhalten der Führungskräfte transportiert. Hier gilt: je höher die Position und je größer die Macht der Führungskraft, desto stärker ist die Signalwirkung der im Alltag vorgelebten Werthaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berth, Rolf: Die Rendite der Werte, Havard Business Manager, Januar 2006, S.9-11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauser, Frank; Schubert, Andreas; Aicher, Monika.: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Forschungsbericht 18/05, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Schlagworte''': Rendite, kritische Erfolgsfaktoren, Werte, Unternehmensführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autorin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jutta Strake&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3765</id>
		<title>Werte: Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3765"/>
		<updated>2012-05-04T19:43:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Auf dieses Werte kommt es an */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 90% der deutschen Manager sind der Meinung, dass Werte wichtig sind. Letzendlich interessant ist jedoch die Frage, ob gelebte Werte tatsächlich auch einen Gewinn bringen. Bei der Beantwortung dieser Frage waren 87% der Manager unsicher (''Berth 2006:9'').&lt;br /&gt;
Studien zeigen jedoch, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen den im Unternehmen gelebten Werten bzw. der Unternehmenskultur und dem Unternehmenserfolg gibt. Als erfolgsfördernd wirken dabei Faktoren wie Vertrauen und Kooperation, als erfolgsmindernd Faktoren wie Misstrauen, Abstand und Festhalten am Bewährten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung: Werte fördern den wirtschaftlichen Erfolg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums macht eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur bis zu 31% des Unternehmensgewinns aus. Die Studie konnte einen signifikanten Zusammenhang zwischen Mitarbeiterengagement und Unternehmenserfolg nachweisen (''Hauser et al. 2006: 25''). Im Rahmen der Studie wurden zwischen Mai und Oktober 2006 37.151 Mitarbeiter aus 314 Unternehmen befragt (''Hauser et al. 2006: 19f.'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Untersuchungen von Berth ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Studie ging der Frage nach den erfolgsfördernden/-mindernden Werten in einer neun Jahre dauernden Langzeituntersuchung nach. Dabei wurden 427 Führungskräfte aus 39 Branchen interviewt. Zuerst wurden die Führungskräfte gebeten, aus über 100 Werten die ihrer Meinung nach wichtigsten zu identifizieren und zum Beleg für deren Umsetzung Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag anzuführen. Anschließend wurden sie gebeten, die Werte in Gruppen zu ordnen, wobei sich 30 Werte als besonders wichtig heraus kristallisierten. Auf Basis der 30 identifizierten Werte wurden 391 Innovationsprojekte untersucht. Im Zuge der Untersuchung wurden die Projektgruppenmitglieder um die Identifikation der wichtigsten Werte und Beweise für deren Umsetzung im Arbeitsalltag gebeten. Wenn Mitglieder einer Gruppe bezüglich der Einordnung der Werte unterschiedlicher Meinung waren, wurden diese Gruppen aus der Untersuchung ausgeschlossen. Letztendlich verblieben 309 Gruppen mit einer übereinstimmenden Wertorientierung in der Untersuchung. Diese legten nach Projektabschluss ihre Kosten und Erträge offen, so dass eine Renditeberechnung stattfinden konnte. Anschließend wurde für jeden der 30 als wichtig identifizierten Werte die Differenz in der Rendite der Befürworter und Gegner dieser Werte ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die ermittelten Werte weiter auf Konsistenz zu untersuchen, wurden die Führungskräfte von 61 sehr erfolgreichen und 165 wenig erfolgreichen Unternehmen befragt. Die Einordnung der Werte durch die Führungskräfte war mit den im Vorfeld identifizierten deckungsgleich. Die Führungskräfte der erfolgreichen Unternehmen befürworteten die Werte, die schon im Vorfeld als renditefördernd identifiziert worden waren. Die Führungskräfte der wenig erfolgreichen Unternehmen setzten auf die Werte, die auch bei der ersten Erhebung wenig oder keine Rendite erbracht hatten. Das Ergebnis dieses zweiten Prüfungsschritts legt die Vermutung nahe, dass es sich bei den in der Studie identifizierten Werten tatsächlich um kritische Erfolgsfaktoren der Unternehmensführung handelt. In der folgenden Tabelle sind die Werte in Gruppen zusammengefasst, die der jeweiligen Wertedifferenz zugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich deutlich, dass Kooperation, Engagement, Vielfalt und Vertrauen auf der Ebene der weichen Faktoren und Kostenbewusstsein auf der Ebene der harten Faktoren die höchste Rendite bringen. Demgegenüber wirken sich Distanz, Anpassung, Misstrauen, volle Delegation sowie eine starke Betonung der Sachkompetenz negativ auf die Renditeentwicklung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf dieses Werte kommt es an ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tabelle beginnt mit den erfolgsfördernden Werten und endet mit den erfolgsmindernden Werten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renditedifferenz	&lt;br /&gt;
'''178 bis 162''' Zur Renditedifferenz ermittelte Werte&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Sich öffnen, um sich zu ergänzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles muss sich rechnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich voll einbringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfalt im Team&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertrauen statt Kontrolle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''152 bis 13'''6		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vision und Originalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fröhlichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchbruchsinnovationen bevorzugen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiräume gewähren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebenslanges Lernen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachstumsstärke bevorzugen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Servicementalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''107 bis 91'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überholtes abschaffen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzenleistung (technisch und emotional)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begeisterung systematisch managen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnelligkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''69 bis 21'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stil, Ästhetik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rationalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evolution statt Revolution&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbeirrtes Tüfteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Disziplin und Askese&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompromissbereitschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unordnung bekämpfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieger sein müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''-24 bis -58'''	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volle Delegation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstand halten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreativität basiert auf Sachkompetenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anpassung bis zur Unterwerfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Misstrauen schadet nie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Bewährten festhalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Umsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Einfluss der Werte auf die Rendite kennt, könnte man als Führungskraft geneigt sein, diese ab sofort „zu verordnen“. Die tatsächlich gelebten Werte eines Unternehmens werden jedoch durch das Verhalten von Führungskräften und Mitarbeiter(inne)n in alltäglichen Situationen transportiert und können nur durch einen bewussten, meist mehrjährigen, Changeprozess verändert werden. Aus diesem Grund wird Unternehmen empfohlen, sich in einem ersten Schritt in Workshops mit den gewünschten Werten und Maßnahmen zu deren Umsetzung auseinanderzusetzen und die Ergebnisse in das Unternehmen hinein zu kommunizieren. Im zweiten Schritt wird die Glaubwürdigkeit eines Wertewandels durch das Verhalten der Führungskräfte transportiert. Hier gilt: je höher die Position und je größer die Macht der Führungskraft, desto stärker ist die Signalwirkung der im Alltag vorgelebten Werthaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berth, Rolf: Die Rendite der Werte, Havard Business Manager, Januar 2006, S.9-11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauser, Frank; Schubert, Andreas; Aicher, Monika.: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Forschungsbericht 18/05, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Schlagworte''': Rendite, kritische Erfolgsfaktoren, Werte, Unternehmensführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autorin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jutta Strake&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3764</id>
		<title>Werte: Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg</title>
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		<updated>2012-05-04T19:41:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Auf dieses Werte kommt es an */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 90% der deutschen Manager sind der Meinung, dass Werte wichtig sind. Letzendlich interessant ist jedoch die Frage, ob gelebte Werte tatsächlich auch einen Gewinn bringen. Bei der Beantwortung dieser Frage waren 87% der Manager unsicher (''Berth 2006:9'').&lt;br /&gt;
Studien zeigen jedoch, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen den im Unternehmen gelebten Werten bzw. der Unternehmenskultur und dem Unternehmenserfolg gibt. Als erfolgsfördernd wirken dabei Faktoren wie Vertrauen und Kooperation, als erfolgsmindernd Faktoren wie Misstrauen, Abstand und Festhalten am Bewährten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung: Werte fördern den wirtschaftlichen Erfolg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums macht eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur bis zu 31% des Unternehmensgewinns aus. Die Studie konnte einen signifikanten Zusammenhang zwischen Mitarbeiterengagement und Unternehmenserfolg nachweisen (''Hauser et al. 2006: 25''). Im Rahmen der Studie wurden zwischen Mai und Oktober 2006 37.151 Mitarbeiter aus 314 Unternehmen befragt (''Hauser et al. 2006: 19f.'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Untersuchungen von Berth ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Studie ging der Frage nach den erfolgsfördernden/-mindernden Werten in einer neun Jahre dauernden Langzeituntersuchung nach. Dabei wurden 427 Führungskräfte aus 39 Branchen interviewt. Zuerst wurden die Führungskräfte gebeten, aus über 100 Werten die ihrer Meinung nach wichtigsten zu identifizieren und zum Beleg für deren Umsetzung Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag anzuführen. Anschließend wurden sie gebeten, die Werte in Gruppen zu ordnen, wobei sich 30 Werte als besonders wichtig heraus kristallisierten. Auf Basis der 30 identifizierten Werte wurden 391 Innovationsprojekte untersucht. Im Zuge der Untersuchung wurden die Projektgruppenmitglieder um die Identifikation der wichtigsten Werte und Beweise für deren Umsetzung im Arbeitsalltag gebeten. Wenn Mitglieder einer Gruppe bezüglich der Einordnung der Werte unterschiedlicher Meinung waren, wurden diese Gruppen aus der Untersuchung ausgeschlossen. Letztendlich verblieben 309 Gruppen mit einer übereinstimmenden Wertorientierung in der Untersuchung. Diese legten nach Projektabschluss ihre Kosten und Erträge offen, so dass eine Renditeberechnung stattfinden konnte. Anschließend wurde für jeden der 30 als wichtig identifizierten Werte die Differenz in der Rendite der Befürworter und Gegner dieser Werte ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die ermittelten Werte weiter auf Konsistenz zu untersuchen, wurden die Führungskräfte von 61 sehr erfolgreichen und 165 wenig erfolgreichen Unternehmen befragt. Die Einordnung der Werte durch die Führungskräfte war mit den im Vorfeld identifizierten deckungsgleich. Die Führungskräfte der erfolgreichen Unternehmen befürworteten die Werte, die schon im Vorfeld als renditefördernd identifiziert worden waren. Die Führungskräfte der wenig erfolgreichen Unternehmen setzten auf die Werte, die auch bei der ersten Erhebung wenig oder keine Rendite erbracht hatten. Das Ergebnis dieses zweiten Prüfungsschritts legt die Vermutung nahe, dass es sich bei den in der Studie identifizierten Werten tatsächlich um kritische Erfolgsfaktoren der Unternehmensführung handelt. In der folgenden Tabelle sind die Werte in Gruppen zusammengefasst, die der jeweiligen Wertedifferenz zugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich deutlich, dass Kooperation, Engagement, Vielfalt und Vertrauen auf der Ebene der weichen Faktoren und Kostenbewusstsein auf der Ebene der harten Faktoren die höchste Rendite bringen. Demgegenüber wirken sich Distanz, Anpassung, Misstrauen, volle Delegation sowie eine starke Betonung der Sachkompetenz negativ auf die Renditeentwicklung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf dieses Werte kommt es an ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tabelle beginnt mit den erfolgsfördernden Werten und endet mit den erfolgsmindernden Werten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renditedifferenz	&lt;br /&gt;
178 bis 162 Zur Renditedifferenz ermittelte Werte&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Sich öffnen, um sich zu ergänzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles muss sich rechnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich voll einbringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfalt im Team&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertrauen statt Kontrolle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
152 bis 136		Vision und Originalität&lt;br /&gt;
	Fröhlichkeit&lt;br /&gt;
	Durchbruchsinnovationen bevorzugen&lt;br /&gt;
	Freiräume gewähren&lt;br /&gt;
	Lebenslanges Lernen&lt;br /&gt;
	Wachstumsstärke bevorzugen&lt;br /&gt;
	Servicementalität&lt;br /&gt;
107 bis 91		Überholtes abschaffen&lt;br /&gt;
	Spitzenleistung (technisch und emotional)&lt;br /&gt;
	Begeisterung systematisch managen&lt;br /&gt;
	Schnelligkeit&lt;br /&gt;
69 bis 21		Stil, Ästhetik&lt;br /&gt;
	Rationalität&lt;br /&gt;
	Evolution statt Revolution&lt;br /&gt;
	Unbeirrtes Tüfteln&lt;br /&gt;
	Disziplin und Askese&lt;br /&gt;
	Kompromissbereitschaft&lt;br /&gt;
	Unordnung bekämpfen&lt;br /&gt;
	Sieger sein müssen&lt;br /&gt;
-24 bis -58		Volle Delegation&lt;br /&gt;
	Abstand halten&lt;br /&gt;
	Kreativität basiert auf Sachkompetenz&lt;br /&gt;
	Anpassung bis zur Unterwerfung&lt;br /&gt;
	Misstrauen schadet nie&lt;br /&gt;
	Am Bewährten festhalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Umsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Einfluss der Werte auf die Rendite kennt, könnte man als Führungskraft geneigt sein, diese ab sofort „zu verordnen“. Die tatsächlich gelebten Werte eines Unternehmens werden jedoch durch das Verhalten von Führungskräften und Mitarbeiter(inne)n in alltäglichen Situationen transportiert und können nur durch einen bewussten, meist mehrjährigen, Changeprozess verändert werden. Aus diesem Grund wird Unternehmen empfohlen, sich in einem ersten Schritt in Workshops mit den gewünschten Werten und Maßnahmen zu deren Umsetzung auseinanderzusetzen und die Ergebnisse in das Unternehmen hinein zu kommunizieren. Im zweiten Schritt wird die Glaubwürdigkeit eines Wertewandels durch das Verhalten der Führungskräfte transportiert. Hier gilt: je höher die Position und je größer die Macht der Führungskraft, desto stärker ist die Signalwirkung der im Alltag vorgelebten Werthaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berth, Rolf: Die Rendite der Werte, Havard Business Manager, Januar 2006, S.9-11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauser, Frank; Schubert, Andreas; Aicher, Monika.: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Forschungsbericht 18/05, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Schlagworte''': Rendite, kritische Erfolgsfaktoren, Werte, Unternehmensführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autorin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jutta Strake&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werthaltigkeitstest&amp;diff=3745</id>
		<title>Werthaltigkeitstest</title>
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		<updated>2012-05-04T17:39:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Rahmen des Werthaltigkeitstest (impairment test) ist der Buchwert eines Vermögenswerts seinem erzielbaren Betrag gegenüberzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr siehe [http://www.controlling-wiki.com/de/index.php/Impairment_Test Impairment Test]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3744</id>
		<title>Werte: Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg</title>
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		<updated>2012-05-04T17:37:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Auf dieses Werte kommt es an */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 90% der deutschen Manager sind der Meinung, dass Werte wichtig sind. Letzendlich interessant ist jedoch die Frage, ob gelebte Werte tatsächlich auch einen Gewinn bringen. Bei der Beantwortung dieser Frage waren 87% der Manager unsicher (''Berth 2006:9'').&lt;br /&gt;
Studien zeigen jedoch, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen den im Unternehmen gelebten Werten bzw. der Unternehmenskultur und dem Unternehmenserfolg gibt. Als erfolgsfördernd wirken dabei Faktoren wie Vertrauen und Kooperation, als erfolgsmindernd Faktoren wie Misstrauen, Abstand und Festhalten am Bewährten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung: Werte fördern den wirtschaftlichen Erfolg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums macht eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur bis zu 31% des Unternehmensgewinns aus. Die Studie konnte einen signifikanten Zusammenhang zwischen Mitarbeiterengagement und Unternehmenserfolg nachweisen (''Hauser et al. 2006: 25''). Im Rahmen der Studie wurden zwischen Mai und Oktober 2006 37.151 Mitarbeiter aus 314 Unternehmen befragt (''Hauser et al. 2006: 19f.'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Untersuchungen von Berth ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Studie ging der Frage nach den erfolgsfördernden/-mindernden Werten in einer neun Jahre dauernden Langzeituntersuchung nach. Dabei wurden 427 Führungskräfte aus 39 Branchen interviewt. Zuerst wurden die Führungskräfte gebeten, aus über 100 Werten die ihrer Meinung nach wichtigsten zu identifizieren und zum Beleg für deren Umsetzung Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag anzuführen. Anschließend wurden sie gebeten, die Werte in Gruppen zu ordnen, wobei sich 30 Werte als besonders wichtig heraus kristallisierten. Auf Basis der 30 identifizierten Werte wurden 391 Innovationsprojekte untersucht. Im Zuge der Untersuchung wurden die Projektgruppenmitglieder um die Identifikation der wichtigsten Werte und Beweise für deren Umsetzung im Arbeitsalltag gebeten. Wenn Mitglieder einer Gruppe bezüglich der Einordnung der Werte unterschiedlicher Meinung waren, wurden diese Gruppen aus der Untersuchung ausgeschlossen. Letztendlich verblieben 309 Gruppen mit einer übereinstimmenden Wertorientierung in der Untersuchung. Diese legten nach Projektabschluss ihre Kosten und Erträge offen, so dass eine Renditeberechnung stattfinden konnte. Anschließend wurde für jeden der 30 als wichtig identifizierten Werte die Differenz in der Rendite der Befürworter und Gegner dieser Werte ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die ermittelten Werte weiter auf Konsistenz zu untersuchen, wurden die Führungskräfte von 61 sehr erfolgreichen und 165 wenig erfolgreichen Unternehmen befragt. Die Einordnung der Werte durch die Führungskräfte war mit den im Vorfeld identifizierten deckungsgleich. Die Führungskräfte der erfolgreichen Unternehmen befürworteten die Werte, die schon im Vorfeld als renditefördernd identifiziert worden waren. Die Führungskräfte der wenig erfolgreichen Unternehmen setzten auf die Werte, die auch bei der ersten Erhebung wenig oder keine Rendite erbracht hatten. Das Ergebnis dieses zweiten Prüfungsschritts legt die Vermutung nahe, dass es sich bei den in der Studie identifizierten Werten tatsächlich um kritische Erfolgsfaktoren der Unternehmensführung handelt. In der folgenden Tabelle sind die Werte in Gruppen zusammengefasst, die der jeweiligen Wertedifferenz zugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich deutlich, dass Kooperation, Engagement, Vielfalt und Vertrauen auf der Ebene der weichen Faktoren und Kostenbewusstsein auf der Ebene der harten Faktoren die höchste Rendite bringen. Demgegenüber wirken sich Distanz, Anpassung, Misstrauen, volle Delegation sowie eine starke Betonung der Sachkompetenz negativ auf die Renditeentwicklung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf dieses Werte kommt es an ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tabelle beginnt mit den erfolgsfördernden Werten und endet mit den erfolgsmindernden Werten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Renditedifferenz.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Umsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Einfluss der Werte auf die Rendite kennt, könnte man als Führungskraft geneigt sein, diese ab sofort „zu verordnen“. Die tatsächlich gelebten Werte eines Unternehmens werden jedoch durch das Verhalten von Führungskräften und Mitarbeiter(inne)n in alltäglichen Situationen transportiert und können nur durch einen bewussten, meist mehrjährigen, Changeprozess verändert werden. Aus diesem Grund wird Unternehmen empfohlen, sich in einem ersten Schritt in Workshops mit den gewünschten Werten und Maßnahmen zu deren Umsetzung auseinanderzusetzen und die Ergebnisse in das Unternehmen hinein zu kommunizieren. Im zweiten Schritt wird die Glaubwürdigkeit eines Wertewandels durch das Verhalten der Führungskräfte transportiert. Hier gilt: je höher die Position und je größer die Macht der Führungskraft, desto stärker ist die Signalwirkung der im Alltag vorgelebten Werthaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berth, Rolf: Die Rendite der Werte, Havard Business Manager, Januar 2006, S.9-11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauser, Frank; Schubert, Andreas; Aicher, Monika.: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Forschungsbericht 18/05, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Schlagworte''': Rendite, kritische Erfolgsfaktoren, Werte, Unternehmensführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autorin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jutta Strake&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3742</id>
		<title>Werte: Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3742"/>
		<updated>2012-05-04T17:34:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Auf dieses Werte kommt es an */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 90% der deutschen Manager sind der Meinung, dass Werte wichtig sind. Letzendlich interessant ist jedoch die Frage, ob gelebte Werte tatsächlich auch einen Gewinn bringen. Bei der Beantwortung dieser Frage waren 87% der Manager unsicher (''Berth 2006:9'').&lt;br /&gt;
Studien zeigen jedoch, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen den im Unternehmen gelebten Werten bzw. der Unternehmenskultur und dem Unternehmenserfolg gibt. Als erfolgsfördernd wirken dabei Faktoren wie Vertrauen und Kooperation, als erfolgsmindernd Faktoren wie Misstrauen, Abstand und Festhalten am Bewährten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung: Werte fördern den wirtschaftlichen Erfolg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums macht eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur bis zu 31% des Unternehmensgewinns aus. Die Studie konnte einen signifikanten Zusammenhang zwischen Mitarbeiterengagement und Unternehmenserfolg nachweisen (''Hauser et al. 2006: 25''). Im Rahmen der Studie wurden zwischen Mai und Oktober 2006 37.151 Mitarbeiter aus 314 Unternehmen befragt (''Hauser et al. 2006: 19f.'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Untersuchungen von Berth ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Studie ging der Frage nach den erfolgsfördernden/-mindernden Werten in einer neun Jahre dauernden Langzeituntersuchung nach. Dabei wurden 427 Führungskräfte aus 39 Branchen interviewt. Zuerst wurden die Führungskräfte gebeten, aus über 100 Werten die ihrer Meinung nach wichtigsten zu identifizieren und zum Beleg für deren Umsetzung Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag anzuführen. Anschließend wurden sie gebeten, die Werte in Gruppen zu ordnen, wobei sich 30 Werte als besonders wichtig heraus kristallisierten. Auf Basis der 30 identifizierten Werte wurden 391 Innovationsprojekte untersucht. Im Zuge der Untersuchung wurden die Projektgruppenmitglieder um die Identifikation der wichtigsten Werte und Beweise für deren Umsetzung im Arbeitsalltag gebeten. Wenn Mitglieder einer Gruppe bezüglich der Einordnung der Werte unterschiedlicher Meinung waren, wurden diese Gruppen aus der Untersuchung ausgeschlossen. Letztendlich verblieben 309 Gruppen mit einer übereinstimmenden Wertorientierung in der Untersuchung. Diese legten nach Projektabschluss ihre Kosten und Erträge offen, so dass eine Renditeberechnung stattfinden konnte. Anschließend wurde für jeden der 30 als wichtig identifizierten Werte die Differenz in der Rendite der Befürworter und Gegner dieser Werte ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die ermittelten Werte weiter auf Konsistenz zu untersuchen, wurden die Führungskräfte von 61 sehr erfolgreichen und 165 wenig erfolgreichen Unternehmen befragt. Die Einordnung der Werte durch die Führungskräfte war mit den im Vorfeld identifizierten deckungsgleich. Die Führungskräfte der erfolgreichen Unternehmen befürworteten die Werte, die schon im Vorfeld als renditefördernd identifiziert worden waren. Die Führungskräfte der wenig erfolgreichen Unternehmen setzten auf die Werte, die auch bei der ersten Erhebung wenig oder keine Rendite erbracht hatten. Das Ergebnis dieses zweiten Prüfungsschritts legt die Vermutung nahe, dass es sich bei den in der Studie identifizierten Werten tatsächlich um kritische Erfolgsfaktoren der Unternehmensführung handelt. In der folgenden Tabelle sind die Werte in Gruppen zusammengefasst, die der jeweiligen Wertedifferenz zugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich deutlich, dass Kooperation, Engagement, Vielfalt und Vertrauen auf der Ebene der weichen Faktoren und Kostenbewusstsein auf der Ebene der harten Faktoren die höchste Rendite bringen. Demgegenüber wirken sich Distanz, Anpassung, Misstrauen, volle Delegation sowie eine starke Betonung der Sachkompetenz negativ auf die Renditeentwicklung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf dieses Werte kommt es an ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tabelle beginnt mit den erfolgsfördernden Werten und endet mit den erfolgsmindernden Werten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Renditedifferenz.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Renditedifferenz.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Umsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Einfluss der Werte auf die Rendite kennt, könnte man als Führungskraft geneigt sein, diese ab sofort „zu verordnen“. Die tatsächlich gelebten Werte eines Unternehmens werden jedoch durch das Verhalten von Führungskräften und Mitarbeiter(inne)n in alltäglichen Situationen transportiert und können nur durch einen bewussten, meist mehrjährigen, Changeprozess verändert werden. Aus diesem Grund wird Unternehmen empfohlen, sich in einem ersten Schritt in Workshops mit den gewünschten Werten und Maßnahmen zu deren Umsetzung auseinanderzusetzen und die Ergebnisse in das Unternehmen hinein zu kommunizieren. Im zweiten Schritt wird die Glaubwürdigkeit eines Wertewandels durch das Verhalten der Führungskräfte transportiert. Hier gilt: je höher die Position und je größer die Macht der Führungskraft, desto stärker ist die Signalwirkung der im Alltag vorgelebten Werthaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berth, Rolf: Die Rendite der Werte, Havard Business Manager, Januar 2006, S.9-11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauser, Frank; Schubert, Andreas; Aicher, Monika.: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Forschungsbericht 18/05, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Schlagworte''': Rendite, kritische Erfolgsfaktoren, Werte, Unternehmensführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autorin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jutta Strake&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Werte:_Auswirkungen_auf_den_Unternehmenserfolg&amp;diff=3741</id>
		<title>Werte: Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg</title>
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		<updated>2012-05-04T17:29:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Auf dieses Werte kommt es an */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 90% der deutschen Manager sind der Meinung, dass Werte wichtig sind. Letzendlich interessant ist jedoch die Frage, ob gelebte Werte tatsächlich auch einen Gewinn bringen. Bei der Beantwortung dieser Frage waren 87% der Manager unsicher (''Berth 2006:9'').&lt;br /&gt;
Studien zeigen jedoch, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen den im Unternehmen gelebten Werten bzw. der Unternehmenskultur und dem Unternehmenserfolg gibt. Als erfolgsfördernd wirken dabei Faktoren wie Vertrauen und Kooperation, als erfolgsmindernd Faktoren wie Misstrauen, Abstand und Festhalten am Bewährten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung: Werte fördern den wirtschaftlichen Erfolg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums macht eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur bis zu 31% des Unternehmensgewinns aus. Die Studie konnte einen signifikanten Zusammenhang zwischen Mitarbeiterengagement und Unternehmenserfolg nachweisen (''Hauser et al. 2006: 25''). Im Rahmen der Studie wurden zwischen Mai und Oktober 2006 37.151 Mitarbeiter aus 314 Unternehmen befragt (''Hauser et al. 2006: 19f.'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Untersuchungen von Berth ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Studie ging der Frage nach den erfolgsfördernden/-mindernden Werten in einer neun Jahre dauernden Langzeituntersuchung nach. Dabei wurden 427 Führungskräfte aus 39 Branchen interviewt. Zuerst wurden die Führungskräfte gebeten, aus über 100 Werten die ihrer Meinung nach wichtigsten zu identifizieren und zum Beleg für deren Umsetzung Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag anzuführen. Anschließend wurden sie gebeten, die Werte in Gruppen zu ordnen, wobei sich 30 Werte als besonders wichtig heraus kristallisierten. Auf Basis der 30 identifizierten Werte wurden 391 Innovationsprojekte untersucht. Im Zuge der Untersuchung wurden die Projektgruppenmitglieder um die Identifikation der wichtigsten Werte und Beweise für deren Umsetzung im Arbeitsalltag gebeten. Wenn Mitglieder einer Gruppe bezüglich der Einordnung der Werte unterschiedlicher Meinung waren, wurden diese Gruppen aus der Untersuchung ausgeschlossen. Letztendlich verblieben 309 Gruppen mit einer übereinstimmenden Wertorientierung in der Untersuchung. Diese legten nach Projektabschluss ihre Kosten und Erträge offen, so dass eine Renditeberechnung stattfinden konnte. Anschließend wurde für jeden der 30 als wichtig identifizierten Werte die Differenz in der Rendite der Befürworter und Gegner dieser Werte ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die ermittelten Werte weiter auf Konsistenz zu untersuchen, wurden die Führungskräfte von 61 sehr erfolgreichen und 165 wenig erfolgreichen Unternehmen befragt. Die Einordnung der Werte durch die Führungskräfte war mit den im Vorfeld identifizierten deckungsgleich. Die Führungskräfte der erfolgreichen Unternehmen befürworteten die Werte, die schon im Vorfeld als renditefördernd identifiziert worden waren. Die Führungskräfte der wenig erfolgreichen Unternehmen setzten auf die Werte, die auch bei der ersten Erhebung wenig oder keine Rendite erbracht hatten. Das Ergebnis dieses zweiten Prüfungsschritts legt die Vermutung nahe, dass es sich bei den in der Studie identifizierten Werten tatsächlich um kritische Erfolgsfaktoren der Unternehmensführung handelt. In der folgenden Tabelle sind die Werte in Gruppen zusammengefasst, die der jeweiligen Wertedifferenz zugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich deutlich, dass Kooperation, Engagement, Vielfalt und Vertrauen auf der Ebene der weichen Faktoren und Kostenbewusstsein auf der Ebene der harten Faktoren die höchste Rendite bringen. Demgegenüber wirken sich Distanz, Anpassung, Misstrauen, volle Delegation sowie eine starke Betonung der Sachkompetenz negativ auf die Renditeentwicklung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf dieses Werte kommt es an ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tabelle beginnt mit den erfolgsfördernden Werten und endet mit den erfolgsmindernden Werten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Renditedifferenz.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Renditedifferenz.JPG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Umsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Einfluss der Werte auf die Rendite kennt, könnte man als Führungskraft geneigt sein, diese ab sofort „zu verordnen“. Die tatsächlich gelebten Werte eines Unternehmens werden jedoch durch das Verhalten von Führungskräften und Mitarbeiter(inne)n in alltäglichen Situationen transportiert und können nur durch einen bewussten, meist mehrjährigen, Changeprozess verändert werden. Aus diesem Grund wird Unternehmen empfohlen, sich in einem ersten Schritt in Workshops mit den gewünschten Werten und Maßnahmen zu deren Umsetzung auseinanderzusetzen und die Ergebnisse in das Unternehmen hinein zu kommunizieren. Im zweiten Schritt wird die Glaubwürdigkeit eines Wertewandels durch das Verhalten der Führungskräfte transportiert. Hier gilt: je höher die Position und je größer die Macht der Führungskraft, desto stärker ist die Signalwirkung der im Alltag vorgelebten Werthaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berth, Rolf: Die Rendite der Werte, Havard Business Manager, Januar 2006, S.9-11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauser, Frank; Schubert, Andreas; Aicher, Monika.: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Forschungsbericht 18/05, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Schlagworte''': Rendite, kritische Erfolgsfaktoren, Werte, Unternehmensführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Autorin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jutta Strake&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Verbindlichkeitenreichweite&amp;diff=3737</id>
		<title>Verbindlichkeitenreichweite</title>
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		<updated>2012-05-04T17:23:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Interpretation ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Verbindlichkeitenreichweite (Days Payables Outstanding) meint die Anzahl von Tagen, die vom Zeitpunkt des Rechnungseingangs/Rechnungsdatum bis zur Zahlungsausführung durch den Kunden vergehen. Die Verbindlichkeitenreichweite gibt an, wie lange ein Unternehmen im Durchschnitt braucht, um seine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu begleichen. Alternativ werden auch die Begriffe Verbindlichkeitenreichweite und Kreditorenlaufzeit verwendet. Je größer diese Kennzahl ist, desto effizienter wird der Purchase-to-Pay-Prozess durchgeführt, indem ein Unternehmen &amp;quot;kostenlose&amp;quot; Lieferantenkredite nutzt und damit dem Unternehmen Liquidität vorhält.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr siehe [[Days Payables Outstanding]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dipl.Kfm. Rainer Pollmann, PRT-Pollmann &amp;amp; Rühm Training, Augsburg, [http://www.prt.de www.prt.de]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Value_in_use&amp;diff=3731</id>
		<title>Value in use</title>
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		<updated>2012-05-04T17:17:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gemäß seiner Definition in IAS 36.6 ist der value in use (Nutzungswert) der Barwert der künftigen Cashflows, den das bilanzierende Unternehmen voraussichtlich aus der fortgeführten Nutzung eines Vermögenswerts oder einer ZMGE und dem Abgang am Ende der Nutzungsdauer erzielen kann. Für die Ermittlung des Nutzungswerts ist entscheidend, ob dieser aus dem Blickwinkel eines neutralen Gutachters oder aus Sicht des steuernden Managements nur für Bilanzierungszwecke erfolgt, was letztlich entweder zu einem objektiven oder zu einem subjektiven Nutzungswert führt. Der impairment test nach IAS 36 ermittelt einen vornehmlich unternehmensspezifischen Nutzungswert, der die vom Management gewählten Strategien und deren Umsetzung für den Vermögenswert bzw. die ZMGE berücksichtigt. Der Funktion eines neutralen Gutachters kommt bei der Ermittlung des Nutzungswerts keine Bedeutung zu. Der Nutzungswert entspricht vielmehr einem subjektiven und den individuellen Nutzenvorstellungen entsprechenden Entscheidungswert. IAS 36.30 beinhaltet verschiedene Elemente, die bei der Ermittlung des Nutzungswerts zwingend zu berücksichtigen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schätzung des Managements über die künftigen Cashflows aus Nutzung und Abgang des Vermögenswerts,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Erwartungen über mögliche Veränderungen der Höhe oder des zeitmäßigen Anfalls dieser künftigen Cashflows,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zeitwert des Geldes, der durch den aktuellen Zinssatz für risikofreie Anlagen am Markt ausgedrückt wird,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Risikozuschlag für die mit dem Vermögenswert verbundenen Unsicherheiten und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- andere Faktoren, wie z. B. Illiquidität, die andere Marktteilnehmer bei der Bewertung der künftigen Cashflows berücksichtigen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IAS 36.31 legt zwei Schritte für die Bestimmung des Nutzungswerts fest: Zum einen sind die zukünftig erwarteten Mittelzuflüsse aus der Nutzung und dem Abgang des Vermögenswerts bzw. der ZMGE zu planen , zum anderen ist ein angemessener Diskontierungszinssatz abzuleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr siehe [http://www.controlling-wiki.com/de/index.php/Nutzungswert Nutzungswert]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Theory_of_Constraints&amp;diff=3726</id>
		<title>Theory of Constraints</title>
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		<updated>2012-05-04T17:10:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das von Eliyahu M. Goldratt im Rahmen der „Theory of Constraints“ entwickelte „Critical Chain Projektmanagement“ basiert auf folgenden  Überlegungen: [http://www.controlling-wiki.com/de/index.php/Critical_Chain_Projekt_Management Critical Chain Projekt Management]. Seit der Veröffentlichung seines Romans „Die kritische Kette – das neue Konzept im Projektmanagement“ im August 2002 haben tausende von Unternehmen Critical Chain erprobt und erfolgreich angewandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mehr über das Thema &amp;quot;Theory of Constraints&amp;quot; zu erfahren, gehen Sie bitte zum Artikel [http://www.controlling-wiki.com/de/index.php/Critical_Chain_Projekt_Management Critical Chain Projekt Management]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Konfliktfreie_Ziel-_und_Kennzahlensysteme&amp;diff=3722</id>
		<title>Konfliktfreie Ziel- und Kennzahlensysteme</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Konfliktfreie_Ziel-_und_Kennzahlensysteme&amp;diff=3722"/>
		<updated>2012-05-04T17:05:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Ersteinstellender Autor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:IT / Berichtswesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie entstehen Ziele und welche sollte ein Unternehmen verfolgen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konfliktfreie Ziel- und Kennzahlensysteme ermöglichen es den handelnden Personen in einem Unternehmen, sich so zu verhalten, dass sie durch ihr Verhalten zur Verfolgung des Unternehmenszieles beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Frage beantworten zu können, wie Ziel- und Kennzahlensysteme in Unternehmen derart konfliktfrei gestaltet werden können, sollen zunächst Entstehen und Ausgestaltung der Unternehmensziele betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ziele eines Unternehmens entstehen dadurch, dass die Menschen, die dazu ermächtigt sind, die Unternehmensziele verbindlich festlegen und verfolgen. In der Regel handelt es sich dabei um die Eigentümer, deren Vertreter oder mit der Geschäftsführung betraute Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen lässt sich ein Ziel als eine normative Aussage eines Entscheidungsträgers definieren, die einen gewünschten und anzustrebenden, zukünftigen Zustand beschreibt. Ziele sind also aktions- oder systemgerichtet (das System muss eine Handlung vornehmen, um das Ziel zu verfolgen) und unterscheiden sich so Weise von Zwecken oder Werten, die eher eine ungerichtete, generelle Verhaltenstendenz und Präferenz ausdrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziele erlangen ihre Geltung nicht durch einmaliges Verkünden, sie müssen sich im Konflikt widerstreitender Interessen und im Licht neuer Erkenntnisse und Entwicklungen immer wieder bewähren. Eine solche Konsistenz in Bezug auf die Akteure des Unternehmens und die gegenwärtige Realität erlangt ein Zielsystem nur dann, wenn sichergestellt wird, dass die Individualziele der maßgeblichen Elemente und Akteure der Organisation den Organisationszielen nicht widersprechen. Das Zielsystem eines Unternehmens muss über ein bewusst gestaltetes Motivations- und Sanktionssystem mit den Individualzielen der handelnden Personen verknüpft sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel kann bei den meisten Wirtschaftsunternehmen davon ausgegangen werden, dass sie das Ziel der Gewinnmaximierung verfolgen. Dabei ist die Sichtweise keineswegs auf kurzfristigen Erfolg ausgerichtet, sondern auf nachhaltiges und stetiges Gewinnwachstum. Aus dieser Formulierung ergibt sich als Konsequenz, dass das Ziel eines auf Dauer angelegten Unternehmens (wovon im folgenden ausgegangen werden soll) offen ist, in dem Sinne, dass es niemals möglich ist, das Ziel vollständig zu erfüllen (sonst würde die Existenzberechtigung des Unternehmens in jenem Moment erlöschen). Das Ziel kann also nicht „erreicht“, sondern nur „verfolgt“ werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Gewinn erwirtschaften zu können, muss ein Unternehmen seinem Absatzmarkt ein attraktives Angebot machen, es muss sich bedeutende Wettbewerbsvorteile erarbeiten. Weiterhin ist es nicht ausreichen, sich mit einem einmal erarbeiteten Wettbewerbsvorteil zufrieden zu geben. Es besteht immer die Gefahr, dass Mitbewerber nachziehen, weiterhin können sich die konkreten Kundenbedürfnisse und andere Umweltbedingungen ändern, außerdem erfordert das Unternehmensziel die kontinuierliche, nachhaltige Verbesserung der operativen Fähigkeiten, des Angebots und nicht zuletzt der Gewinne. Kontinuierliche Verbesserung ist also kein Zweck an sich, sondern eine notwendige Bedingung für das langfristige erfolgreiche Bestehen des Unternehmens und damit auch für den Erhalt der Arbeitsplätze und der Beiträge, die das Unternehmen für seine Kunden und die Gesellschaft erbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Managementsystem der „Theory of Constraints” stellt dem Ziel der langfristig nachhaltigen und stetig steigenden Gewinnerzielung („make more money now as well as in the future“ –„erwirtschafte sowohl heute als auch in Zukunft mehr Gewinn“) notwendige Bedingungen an die Seite, die in einem ausreichenden Masse nachhaltig erfüllt sein müssen, um das Verfolgen des Zieles langfristig zu ermöglichen: Zufriedenheit von Mitarbeitern und Kunden und Befriedigung der legitimen Interessen der Umwelt des Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum ist ein Kennzahlensystem erforderlich? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits erwähnt, muss das Zielsystem eines Unternehmens über ein bewusst gestaltetes Motivations- und Sanktionssystem mit den Individualzielen der handelnden Personen verknüpft sein. In der Regel kommen dabei Kennzahlensysteme zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kennzahlensystem ist eine System betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, die miteinander in Beziehung stehen und über einen Sachverhalt Auskunft geben, etwa über der Grad der Zielerreichung des Unternehmens oder lokale bzw. individuelle Leistung. Kennzahlensysteme werden vor allem für zwei Zwecke eingesetzt:&lt;br /&gt;
# Sie sollen eine individuelle und organisationale Standortbestimmung in Bezug auf das Unternehmensziel ermöglichen und damit auch einen Soll-Ist-Abgleich.&lt;br /&gt;
# Sie sollen für die Mitglieder des Unternehmens und das Unternehmen als ganzes handlungsleitend wirken („Sage mir, wie Du mich misst, und ich sage Dir, wie ich mich verhalten werde.“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie entstehen Zielkonflikte in Unternehmen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Unternehmen lassen sich verschiedene Interessengruppen ausmachen (u.a. Eigentümer, Spitzenmanagement und leitende Angestellte, mittleres Management, Vorarbeiter, Arbeitnehmer). Jedes Mitglied dieser Gruppen verfolgt neben gruppentypischen Zielen auch persönliche Ziele. Offensichtlich stimmen die Ziele auf persönlicher, Gruppen- und Unternehmensebene nicht notwendigerweise überein. Daher ist die Unternehmensführung bestrebt, mittels geeigneter Maßnahmen die für das Unternehmen relevanten Ziele der Gruppen und Personen auf das Zielsystem des Unternehmens auszurichten. In der Regel geschieht dies, indem die Unternehmensziele auf lokale Ziele von Subsystemen des Unternehmens heruntergebrochen werden und jedem Subsystem lokale Kennzahlen zugeordnet werden, die es zu verbessern gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft führen Kennzahlensysteme und Anforderungen des betrieblichen Berichtswesens dazu, dass Führungskräfte ihre Aufmerksamkeit auf eine Vielzahl von Dingen lenken und nicht auf den zentralen Hebel zur Verbesserung des Geschäftsergebnisses, den Constraint. Der Grundgedanke eines zielkonformen, konsistenten und widerspruchsfreien Kennzahlensystems besteht darin, sich ausschließlich auf die Leistung der Gesamtorganisation zu konzentrieren und lokal orientierte Leistungsmessung und Kennzahlen nur am Constraint zuzulassen, weil nur an dieser Stelle globales und lokales Optimum zusammenfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein einfaches, aber wirkungsvolles Set an Kennzahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst muss auf der Ebene der Gesamtorganisation ein einfaches, konsistentes und wirkungsvolles Kennzahlensystem bestimmt werden. Das im folgenden vorgestellte System beruht auf dem einfachen, aber wirkungsvollen und erprobten Kennzahlensystem der Theory of Constraints.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchsatz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht man vom Ziel der stetigen und nachhaltigen Gewinnsteigerung aus, liegt der entscheidende Hebel nicht im Senken der Kosten oder Ausgaben (dieses Potential ist notwendigerweise begrenzt und viele Unternehmen finden sich nach ausgeprägten Phasen der Kostensenkung in Situation wieder, die ihre Leistungsfähigkeit beeinträchtigen), sondern im Steigern der Einnahmen, also der Umsätze des Unternehmens. Zieht man von den steigenden Umsätzen die tatsächlich umsatzvariablen Ausgaben ab (etwa für Rohmaterial oder andere Fremdbezüge), so erhält man den Gewinnbeitrag aus der Geschäftstätigkeit, der sich als finanzieller Durchsatz (T für Throughput) bezeichnen lässt. Steigender Durchsatz führt ceteris paribus notwendigerweise zu steigendem Nettogewinn. Weiterhin entspricht positiver Durchsatz einem Mittelzufluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z.B. hat das Unternehmen U im vergangenen Jahr Waren im Wert von 500.000€ verkauft und für Rohstoffe und Kaufteile 60.000€ ausgegeben, alle weiteren Ausgaben standen nicht in direktem Zusammenhang mit dem Absatz und wären auch so angefallen. Der Durchsatz betrug also 440.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestände ===&lt;br /&gt;
Geldmittel als wertvolles Gut sollten nicht übermäßig in Beständen (I für Inventory oder Investment) gebunden sein sondern vielmehr zur Generierung von Durchsatz zur Verfügung stehen. Folglich ist es erforderlich, die Bestände auf ein optimales Niveau zu begrenzen. Dabei gehören zu den Beständen nicht nur Rohstoffe und Warenbestände, sondern allgemein alles, was das Unternehmen im Prinzip in Durchsatz verwandeln könnte, als auch Güter des Anlagevermögens wie Gebäude oder Fahrzeuge. Um auch bei den Beständen die Verbindung zu tatsächlich getätigten Ausgaben (negativem Cashflow) zu herzustellen, sollten die Bestände mit den jeweiligen Beschaffungskosten bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Durchschnitt des Vorjahres verfügte U über Bestände an Rohstoffen im Einkaufswert von 20.000€, in vorhandene Fertig- und Halbfertigwaren wurden Rohstoffe und Kaufteile im Einkaufswert von 15.000€ verarbeitet. Außerdem belief sich der Zeitwert des Anlagevermögens auf 890.000€. Somit verfügte U über Bestände in Höhe von 925.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man das Anlagevermögen als mittel- bis langfristig annähernd konstant oder soll es nicht näher betrachtet werden, können zu Analysezwecken in bestimmten Fällen auch nur die Bestände an Rohstoffen, Fertgig- und Halbfertigwaren betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betriebsausgaben ===&lt;br /&gt;
Die Betriebsausgaben oder Betriebskosten (OE für Operating Expenses) stellen alle weiteren Ausgaben oder Aufwendungen des Unternehmens dar, die nicht unter die umsatzvariablen Kosten fallen oder durch den beschriebenen Bestandsbegriff abgedeckt sind. Sie repräsentieren den Aufwand, den das Unternehmen betreibt, um aus Beständen Durchsatz zu generieren, indem etwa aus Rohstoffen fertige, verkaufte Produkte, Dienstleistungen erbracht oder nicht mehr erforderliche Gebäude verkauft werden. Andererseits können Betriebsausgaben bei steigendem Durchsatz zunehmen, beispielsweise weil zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vergangenen Jahr beliefen sich die Betriebsausgaben bei U auf 350.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeleitete Kennzahlen ===&lt;br /&gt;
Aus diesen drei Kennzahlen lassen sich weitere ableiten (einige werden im folgenden näher diskutiert):&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;70%&amp;quot; | - Nettogewinn (NP)&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;30%&amp;quot; |	NP = T – OE &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - Return on Investment (ROI) || ROI = NP / I&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - Produktivität || PY = T / OE&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - Investitionsumlauf || TO = T / I&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Beispielunternehmen U ergeben sich aus den vorgenannten Zahlen folgende abgeleitete Kennzahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;37,5%&amp;quot; | - Nettogewinn&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;25%&amp;quot; | NP = T - OE&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;40%&amp;quot; | 440.000€ - 350.000€ = 90.000€&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - ROI || ROI = NP / I || 90.000€ / 925.000€ = 9,73%&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - Produktivität || PY = T / OE || 440.000€ / 350.000€ = 1,26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - Investitionsumlauf || TO = T / I || 440.000€ / 90.000€ = 4,89&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die handlungsleitende Wirkung dieser drei Kennzahlen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wendet man diese drei grundlegenden Kennzahlen auf das Ziel der nachhaltigen und stetigen Gewinnsteigerung an, so ergibt sich folgendes Bild:&lt;br /&gt;
# Oberste Priorität hat die Steigerung des Durchsatzes.&lt;br /&gt;
# Zweitens müssen die Bestände auf das erforderliche Maß begrenzt werden (unter Einsatz moderner Ansätze der Betriebsführung ist dieses Maß oft geringer als gedacht).&lt;br /&gt;
# Die Verringerung der Betriebsausgaben oder -kosten steht an dritter Stelle, weil ihr Potential zur Gewinnsteigerung im Vergleich zur Erhöhung des Durchsatzes begrenzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unternehmen, die dieser Hierarchie konsequent folgen, sind in der Lage ihren Gewinn (auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten) nachhaltig und stetig zu steigern. So führt steigender Durchsatz selbst bei steigenden Betriebsausgaben (sofern diese sich unterproportional zum Durchsatz verhalten) noch zu Gewinnsteigerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Vorteile ergeben sich aus diesem System:&lt;br /&gt;
* (Produkt-)Kalkulationen können unter Berücksichtigung des Engpasses oder Constraints (der den Systemdurchsatz bestimmt) viel einfacher und schneller erstellt werden, als mit der klassischen (Produkt-)Kostenrechnung.&lt;br /&gt;
* Alle Entscheidungen sind auf globale Optimierung des Systems ausgerichtet.&lt;br /&gt;
* (Verbesserungs-) Aktivitäten können hinsichtlich ihrer globalen Auswirkung bewertet und priorisiert werden.&lt;br /&gt;
* Anfragen / Angebote werden aufgrund der globalen Auswirkung des neuen Auftrages bewertet, entschieden und behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgt man der Erkenntnis, dass der primäre Hebel für die Verbesserung des Unternehmensergebnisses in der Steigerung des Durchsatzes liegt, so muss auch das gesamte Ziel- und Kennzahlensystem des Unternehmens darauf ausgerichtet sein, die nachhaltige und stetige Durchsatzsteigerung zu gewährleisten. Insbesondere darf es keine lokalen Kennzahlen geben, die Mitarbeiter zu Verhaltensweise motivieren, die der Durchsatzsteigerung entgegenwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele zielkonformer Kennzahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konkrete Ausgestaltung des Kennzahlensystems richtet sich stets nach der individuellen Situation des betrachteten Unternehmens. Im folgenden sollen jedoch einige exemplarische Kennzahlen kurz diskutiert werden, die sich zum einen auf der globalen, also unternehmensweiten Ebene bewegen, zum anderen der Forderung nach lokaler Entscheidung und Bewertung Rechnung tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Globale Handlungs- und Entscheidungsbewertung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht bei jeder Entscheidung ist unmittelbar ersichtlich, wie sie Durchatz, Bestände und Betriebsausgaben mittel oder langfristig beeinflusst. Daher sind, um Entscheidungen auf lokaler Ebene zu ermöglichen, ohne jeweils den Effekt auf globale Kennzahlen berechnen zu müssen, einfache, unmittelbar bestimmbare Kennzahlen erforderlich, die dennoch mit dem Gesamtzielsystem konsistent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchsatzwert-Tage und Bestandswert-Tage ====&lt;br /&gt;
Grundsätzlich lassen sich Handlungen dahingehend beurteilen, ob sie zielführend sind oder nicht. Geht man davon aus, dass sich zielführendes Verhalten darin äußert, dass es den Durchsatz bzw. den Gewinn einer Organisation verbessert, kann man umgekehrt schließen, dass nicht zielführendes oder schädigendes Verhalten den Durchsatz senkt und die Bestände erhöht. Nicht zielführendes Verhalten lässt sich wiederum in zwei Kategorien unterteilen:&lt;br /&gt;
# Unterlassungen (was man hätte tun sollen, aber nicht getan hat); jede Unterlassung bedeutet Unzuverlässigkeit; geringe Unterlassungen stehen also für hohe Zuverlässigkeit&lt;br /&gt;
# Verschwendung (was man nicht hätte tun sollen, aber trotzdem getan hat); geringe Verschwendung stehen also für hohe Effektivität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== ''Zuverlässigkeit'' =====&lt;br /&gt;
Die Zuverlässigkeit lässt sich mit Durchsatzwerttagen (TDD für Throughput Dollar Days) bemessen: um wie viel Tage wurde Durchsatz in welcher Höhe verschoben:  TDD = Summe [Durchsatz * (Tage verspätet)]. Offensichtlich sollte diese Kennzahl möglichst klein sein, im besten Fall ist sie Null, was höchste Zuverlässigkeit ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verzögerte sich bei U eine Lieferung aufgrund von Fertigungsproblemen um 16 Tage, der Durchsatz der Lieferung betrug 5.000€, es entstanden somit ein Schaden durch Unzuverlässigkeit, der jeden Tag um 5.000€ anstieg, um am Ende der Verzögerung 5000€ * 16 Tage = 80.000 €Tage aszumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== ''Effektivität'' =====&lt;br /&gt;
Die Effektivität lässt sich mit Bestandswerttagen (IDD für Inventory Dollar Days) bemessen: für welchen Zeitraum wurde Bestände in welcher Höhe aufgebaut:  IDD = Summe [Bestandswert * (Tage im Bestand)]. Offensichtlich sollte auch diese Kennzahl möglichst klein sein, sie wird aber niemals Null sein, weil das Unternehmen stets über einen gewissen Mindestbestand verfügen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen bestimmten, erwarteten Auftrag baute U in seinem Lager 10 Tage vor Verbrauch einen Bestand an Rohstoffen im Einkaufswert von 10.000€ auf. Einen Tag nach Rohstoffeingang beliefen sich die IDD auf 10.000€, am Tag 10 waren es bereits 100.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lokale Handlungs- und Entscheidungsbewertung ===&lt;br /&gt;
Die folgenden Beispiele stellen weitere in der unternehmerischen Praxis erprobte Kennzahlen für Einzelbereiche dar, die jedoch unter Umständen den Gegebenheiten des Einzelfalls anzupassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Preisbildung - Durchsatz je Zeiteinheit des Constraint ====&lt;br /&gt;
Der Constraint ist gewissermaßen die wichtigste Engstelle im Unternehmen. Seine Kapazität bestimmt die Kapazität des Gesamtsystems. Folglich stellt er die wertvollste Ressource dar und sollte bestmöglich genutzt werden, etwa indem die vorhandene Kapazität für diejenigen Produkte verwendet wird, die den höchsten Durchsatz ermöglichen. Die Preise für Produkte oder Dienstleistungen sollten also nicht aufgrund der auf den aufgewandten Kosten festgelegt werden, sondern vielmehr unter Berücksichtigung des höchsten Preises, den der Markt zu akzeptieren bereit ist (also aufgrund des größtmöglichen Durchsatzes). Während es hier von Unternehmen zu Unternehmen Unterschiede gibt, etwa im Hinblick auf Niedrigpreisstrategien oder auf die Intensität des Preiswettbewerbs, liegt der Schlüssel darin, die Preise unter keinen Umständen aufgrund von Produktkosten festzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zwischen Durchsatz und Zeitaufwand des Constraints bietet Hinweise darauf, ob der Preis eines Produktes oder einer Dienstleistung ändert werden sollte. Bei einem Produkt, dessen Durchsatz je Zeiteinheit des Constraints relativ gering ist, sollte überlegt werden, den Preis zu erhöhen, umso den Nettogewinn zu steigern. Produkte mit einem hohen Durchsatz je Zeiteinheit des Constraints sollten im Vertrieb besondere Aufmerksamkeit erfahren, weil auf diese Weise der höchstmögliche Gewinn erwirtschaftet werden kann. Produkte, die überhaupt keine Zeit des Constraints in Anspruch nehmen, sollten zu einem Preis angeboten werden, der dazu geeignet ist, vorhandene und derzeitig nicht genutzte Kapazität innerhalb des Produktionssystems auszulasten, ohne jedoch den Constraint zusätzlich zu belasten oder neue Engpässe zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Y GmbH bietet drei Produkte an (siehe unten). A und B werden selber produziert, C wird zugekauft und benötigt keine Zeit des Constraint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;5%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Produkt'''&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;5%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Verkaufspreis'''&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;7%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Variable Kosten'''&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;5%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Durchsatz'''&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;8%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Zeitaufwand des Constraints'''&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;10%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Durchsatz je Zeiteinheit des Constraints'''&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | A &lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 156 €&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 23 €&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 130 € || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 20 min || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 6,50 €/min&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | B ||	align=&amp;quot;right&amp;quot; | 99 € ||	align=&amp;quot;right&amp;quot; | 66 € ||	align=&amp;quot;right&amp;quot; | 33 € ||	align=&amp;quot;right&amp;quot; | 2 min || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 16,50 €/min&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | C ||	align=&amp;quot;right&amp;quot; | 250 € || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 87 € || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 163 € || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 0 min || ./.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grundlage dieser Analyse sollte die Y GmbH versuchen, den Preis von A zu erhöhen und die Verkaufsmengen von B zu steigern. Möglicherweise sollte der Preis von C gesenkt werden, sofern die zusätzlichen Verkaufszahlen zu einer Erhöhung des Gesamtdurchsatzes führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vertriebsbewertung - Angebotsdurchsatz ====&lt;br /&gt;
In vielen Vertriebsabteilungen werden die Mitarbeiter anhand der Angebotswerte gemessen. Typischerweise wird dabei der Umsatz zugrunde gelegt. Auf diese Weise wird jedoch nicht berücksichtigt, ob die Umsätze ausreichen, um sicherzustellen, dass das Unternehmen letztendlich Gewinn machen würde. Daher ist es sinnvoller, anstelle des Umsatzes im Durchsatz zu berücksichtigen. Auf diese Weise können auch effektivere Prämienmodelle für die Vertriebsmitarbeiter entwickelt werden, die Angebote mit hohem Durchsatz fördern. Andernfalls wären Verkäufer eher daran interessiert, diejenigen Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen, die sich einfach verkaufen lassen, unabhängig davon, welchen Durchsatz diese bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Z AG verkauft Maschinen in unterschiedlichen Preissegmenten. Im Hochpreissegment ist der Durchsatz aufgrund der Konkurrenzsituation im Vergleich zum Niedrigpreissegment gering. Wenn die Z AG ihren Vertrieb anhand des Umsatzes bewertet, werden diese versuchen, vorrangig im Hochpreissegment zu verkaufen, ein Umstellen des Prämienmodells auf Durchsatz verlagert die Aufmerksamkeit des Vertriebs auf diejenigen Maschinen, die höhere Gewinnbeiträge (Durchsatz) liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Effektivität des Vertriebs - Auftragseingangsrate ====&lt;br /&gt;
Um die Effektivität des Vertriebs zu messen, lässt sich der Angebotsdurchsatz mit dem Durchsatz der erteilten Aufträge vergleichen. Diese Auftragseingangsrate drückte die Fähigkeit aus, die Kunden zur Annahme eines Angebotes zu bewegen. Zusätzlich lässt sich diese Kennzahl danach unterscheiden, ob im Einzelfall konkurrierende Angebote vorgelegen haben oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Auftragseingangsrate = Auftragsdurchsatz : Angebotsdurchsatz&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat der Vertrieb der P KG in einem Zeitraum Angebote über einen Durchsatz von 156.000 € abgegeben, aber nur feste Aufträge mit einem Durchsatz von 98.000 € erhalten, beträgt die Auftragseingangsrate 98.000€ / 156.000€ = 62,8%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stillstand des Constraint - Wartungseffektivität ==== &lt;br /&gt;
Der Constraint ist die wertvollste Ressource des Unternehmens. Er bestimmt die Leistung des Gesamtsystems. Daher ist es erforderlich, Stillstandszeiten des Constraint und ihre Gründe zu erfassen, so dass in der Folge Maßnahmen eingeleitet werden, die die maximale Ausnutzung des Constraint ermöglichen. Auch die notwendigen Wartungsarbeiten sollten auf diese Weise betrachtet werden. Die Effektivität der Wartung ist wichtiger als deren Effizienz. Beispielsweise sollten die Mitarbeiter in der Wartung des Constraints an ihrer Fähigkeit gemessen werden, den Constraint nach dem Eingriff mit möglichst wenig Unterbrechungszeit arbeiten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Effektivität der Wartung zu ermitteln, vergleicht man die tatsächlich verfügbare Zeit des Constraint mit dem Zeitaufwand für die eigentliche Wartung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wartungseffektivität am Constraint = tatsächliche Betriebsdauer des Constraint / Ausfallzeit des Constraint durch Wartung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Constraint der Y GmbH befindet sich in der Verpackungsanlage. Diese wird 5 Tage in der Woche ununterbrochen betrieben, es stehen also theoretisch 5*24 = 120 Stunden pro Woche zur Verfügung. In der vergangenen Woche konnten die wöchentlichen Wartungsarbeiten nicht am Wochenende beendet werden, und am Montag wurde die Anlage erst mit 6-stündiger Verspätung in Betrieb genommen. Die Wartungseffektivität betrug somit (120h-6h)/ 6h = 114h/6h=19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte bei der Wartungseffektivität ein möglichst hoher Wert angestrebt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stillstandszeit kann allerdings nicht nur zeitlich bewertet werden, sondern auch anhand des Durchsatzes (des Gesamtsystems!), der in dieser Zeit hätte produziert werden können. Aufgrund der Verzögerung konnten 9 Stück des Produktes A und 90 Stück von Produkt B (siehe obige Tabelle) nicht verkauft werden. Es entstand also ein Verlust an Durchsatz in Höhe von 9*6,50€+90*16,50€=58,50€+1.485€=1.543,50€. Dieser Durchsatzverlust ist gleichbedeutend mit entgangenem Gewinn! Auch auf diese Weise wird deutlich, welchen Wert der Constraint für das Unternehmen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auslastung des Constraint ====&lt;br /&gt;
Der Constraint ist die einzige Stelle in einem Unternehmen, an der die lokale Effizienz gleich der globalen Effizienz ist. Daher ist nur hier die Messung und Maximierung der Effizienz oder des Auslastungsgrades sinnvoll: Constraintauslastung = tatsächliche Produktionszeit/Verfügbare Zeit des Constraint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verpackungsanlage der Y GmbH hätte im vergangenen Jahr an 225 Tagen jeweils für 24 Stunden betrieben werden können. Tatsächlich lief sie von den verfügbaren 5400 Stunden aber nur 5000 Stunden, woraus sich eine Auslastung von 92,59% ergibt. Dies entspricht gleichzeitig dem Auslastungsgrad des Unternehmens an sich. Auch in diesem Fall lässt sich der Verlust in Höhe von 7,41% der Kapazität in verlorenem Durchsatz (und damit entgangenem Gewinn) bewerten. Die Produkte A und B hätten im Verhältnis 2:3 gefertigt und verkauft werden können, so dass für A 9.600 Minuten und für B 14.400 Minuten zur Verfügung gestanden hätten. Der so entstandene Verlust beläuft sich also auf 9.600min * 6,5€/min + 14.400min * 16.5€/min = 62.400€ + 237.600€ = 300.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt also die Regel, dass jede am Constraint verlorene Minute einen Verlust für das Gesamtsystem darstellt und nicht lediglich einen lokal begrenzten Schaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslastung des Constraint kann u.U. manipuliert werden, in dem Aufträge mit niedriger Priorität vorgezogen werden damit die Anlage läuft. Sollte dies der Fall sein, muss außerdem die Plantreue am Constraint gemessen werden. Eine andere Manipulationsmöglichkeit liegt in der zur Verfügung stehenden Zeit, hier muss genau begründet werden, falls weniger als 24h am Tag angesetzt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Plantreue am Constraint ====&lt;br /&gt;
Weil am Constraint die Auslastung durch das Verarbeiten niedrig priorisierter Aufträge künstlich gesteigert werden kann, ohne dass das Unternehmen tatsächlich Durchsatz generiert muss die Einhaltung des Bearbeitungsplans am Constraint überwacht werden. Eine einfache Kennzahl vergleicht die Zahl der bearbeiteten Aufträge mit den geplanten Aufträgen einer Periode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auslastung und Plantreue am Constraint stellen die besten Kennzahlen dar, anhand derer die für den Engpass verantwortliche Führungskraft bewertet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ausschuss nach Constraint ====&lt;br /&gt;
Ein guter Weg, um den Unternehmensdurchsatz zu steigern, besteht darin, Ausschuss hinter dem Constraint zu vermeiden. Ausschuss hinter dem Constraint hat bereits Kapazität der wertvollsten Ressource genutzt, die nicht wieder zurückgewonnen werden kann. Für diese Kennzahl wird der Durchsatzverlust aufgrund des Ausstoßes summiert. Monatlich muss die Y GmbH im Durchschnitt 400 Stück von Produkt A und 60 Stück von Produkt B nach dem Verpacken (Constraint) entsorgen, weil sie sich als defekt herausstellten. Der entgangene Durchsatz beläuft sich folglich auf 400 * 6,50€ + 60 * 16,50€= 3.590€&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produktivität und Effektivität ====&lt;br /&gt;
Obwohl sollte das Hauptaugenmerk auf der Steigerung des Durchsatzes liegen muss, müssen die Kosten kontrolliert werden. Dies kann etwa geschehen, indem der Durchsatz mit den gesamten Betriebsausgaben verglichen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Produktivität = Durchatz / Betriebsausgaben&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ähnlicher Weise sollte der Fertigungsprozess anhand des Durchsatzes im Vergleich zur aufgewendeten Zeit am Engpass bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise wird deutlich, wie jegliche Ausgaben und Aufwendungen des Unternehmens den Durchsatz beeinflussen. Diese Kennzahl kann auch bei der Bewertung von „Kosteneinsparungen“ helfen, indem die Auswirkungen von Einsparungen auf den Durchsatz beobachtet werden. In gleicher Weise kann der Effekt der Ausweitung von Betriebsausgaben auf den Durchsatz verfolgt und bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Betriebsleiter der Y GmbH überlegt, einige manuelle Tätigkeiten zu automatisieren und eine neue Anlage für 800.000€ zu erwerben. Eingesparten Personalkosten in Höhe von 100.000€ stünden dann höhere Abschreibungen und Betriebskosten der Anlage von 20.000 € gegenüber. Der Durchsatz bliebe unverändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Controller schlägt vor, einen Mitarbeiter einzustellen, der vor der Verpackungsanlage (dem Constraint) eine Qualitätskontrolle durchführt und außerdem die Mitarbeiter in der Wartung der Verpackungsanlage, im Fertigwarenlager und Versand besser zu qualifizieren, was allerdings auch eine höhere Entlohnung nach sich ziehen würde. Auf diese Weise könnte die Auslastung des Constraint auf 99% steigen und der Ausschuss nach Constraint auf ein Drittel gesenkt werden. Die Personalkosten stiegen allerdings um 60.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit beträgt der maximal erreichbare Durchsatz bei 5400 Stunden 4,05 Mio €. Bei der aktuellen Auslastung des Constraints von 92,59% und unter Abzug des Ausschusses nach Constraint von 12 * 3.590€ = 43.080€ ergibt sich also ein Durchsatz von 3.706.920 €. Die Betriebsausgaben machen 3 Mio € aus. Folglich beläuft sich die Produktivität auf: PY = T / OE = 3.706.920€ / 3.000.000€ = 1,24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorschlag des Betriebsleiters ergäbe eine Produktivität von: PY = T / OE = 3.706.920€ / (3.000.000€ -100.000€ + 20.000€) = 1,27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realisierung des Vorschlags des Controllers ergäbe eine Steigerung des Durchsatzes auf 99% der Kapazität. Vom Durchsatz von 4.009.500€ blieben nach Abzug des reduzierten Ausschusses nach Constraint (21.540€) noch 3.987.960€ übrig. Die Produktivität beliefe sich auf: PY = T / OE = 3.987.960€ / (3.000.000€ + 60.000€) = 1,30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während beide Maßnahmen die Produktivität steigern, ist der Hebel im Fall des Vorschlags des Controllers deutlich höher. Außerdem werden in diesem Fall die Bestände nicht ausgeweitet (die Maschine würde zum Anlagevermögen gehören). Daher ist dem Vorschlag des Controllers der Vorrang zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auftragsdurchlaufzeit ====&lt;br /&gt;
Je schneller ein Unternehmen Aufträge durch sein Produktionssystem hindurchschleusen kann, desto mehr Durchsatz und Gewinn kann es realisieren. Obwohl die Gesamtmenge durch den Constraint begrenzt wird, können andere Prozessschritte verkürzt werden, um eine schnellere Durchlaufzeit zu erreichen. Kurze Durchlaufzeiten bedeuten Wettbewerbsvorteile, allerdings kann dadurch auch ein Auftragsrückstand ausgelöst werden. Die Durchlaufzeit berechnet sich aus der Zeitdifferenz zwischen Lieferdatum und Auftragseingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bestandsumschlag  ====&lt;br /&gt;
Wird der Lager- oder Bestandsumschlag vor dem Hintergrund der maximalen Ausnutzung einer begrenzten Ressource gemessen, besteht die Kernfrage darin, wie viel Bestand notwendig ist, um den Durchsatz zu maximieren. Dementsprechend wird der Bestandsumschlage wie folgt gemessen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Bestandsumschlag = Durchsatz / Einstandskosten des Bestandes&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise lässt sich bestimmen, inwieweit weitere Investitionen in Bestände (nicht) erforderlich sind, um den Durchsatz zu maximieren. Beachten Sie, dass die Betriebsausgaben in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen, weil ihre Höhe nicht mit dem Durchsatz variiert. Ein Ergebnis kann sein, dass Bestände, die im Zusammenhang mit dem Durchsatz stehen, nicht gesenkt werden, während Bestände an anderen Stellen im Unternehmenssystem zurückgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== ROI ====&lt;br /&gt;
Für Zwecke der Renditeberechnung wird der Gewinn durch die Einstandskosten des Bestandes geteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
| ROI = Gewinn / Bestand&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise kann verfolgt werden, wie sich die Entwicklung des Gewinns im Vergleich zu den Bestandsveränderungen verhält. Beispielsweise kann der Effekt eines Sicherheitsbestandes auf den Durchsatz bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nachhaltig und langfristig stetig steigenden Gewinn erwirtschaften zu können, muss ein Unternehmen dieses Ziel in ein passendes, konfliktfreies Kennzahlensystem übertragen. Während die Kennzahlen Durchsatz, Bestände und Betriebsausgaben eine einfache, systemweite Bestandsaufnahme ermöglichen, erlauben es abgeleitete Kennzahlen, globale Ziele in lokale Handlungsanweisungen umzusetzen. Jede einzelne Entscheidung oder Handlung lässt sich in Bezug auf Zuverlässigkeit und Effektivität bewerten, weitere abgeleitete Kennzahlen ermöglichen eine einfache Steuerung an den strategisch relevanten Punkten auf operativer Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Lenhartz&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Konfliktfreie_Ziel-_und_Kennzahlensysteme&amp;diff=3721</id>
		<title>Konfliktfreie Ziel- und Kennzahlensysteme</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Konfliktfreie_Ziel-_und_Kennzahlensysteme&amp;diff=3721"/>
		<updated>2012-05-04T17:04:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Ersteinstellender Autor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:IT / Berichtswesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie entstehen Ziele und welche sollte ein Unternehmen verfolgen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konfliktfreie Ziel- und Kennzahlensysteme ermöglichen es den handelnden Personen in einem Unternehmen, sich so zu verhalten, dass sie durch ihr Verhalten zur Verfolgung des Unternehmenszieles beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Frage beantworten zu können, wie Ziel- und Kennzahlensysteme in Unternehmen derart konfliktfrei gestaltet werden können, sollen zunächst Entstehen und Ausgestaltung der Unternehmensziele betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ziele eines Unternehmens entstehen dadurch, dass die Menschen, die dazu ermächtigt sind, die Unternehmensziele verbindlich festlegen und verfolgen. In der Regel handelt es sich dabei um die Eigentümer, deren Vertreter oder mit der Geschäftsführung betraute Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen lässt sich ein Ziel als eine normative Aussage eines Entscheidungsträgers definieren, die einen gewünschten und anzustrebenden, zukünftigen Zustand beschreibt. Ziele sind also aktions- oder systemgerichtet (das System muss eine Handlung vornehmen, um das Ziel zu verfolgen) und unterscheiden sich so Weise von Zwecken oder Werten, die eher eine ungerichtete, generelle Verhaltenstendenz und Präferenz ausdrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziele erlangen ihre Geltung nicht durch einmaliges Verkünden, sie müssen sich im Konflikt widerstreitender Interessen und im Licht neuer Erkenntnisse und Entwicklungen immer wieder bewähren. Eine solche Konsistenz in Bezug auf die Akteure des Unternehmens und die gegenwärtige Realität erlangt ein Zielsystem nur dann, wenn sichergestellt wird, dass die Individualziele der maßgeblichen Elemente und Akteure der Organisation den Organisationszielen nicht widersprechen. Das Zielsystem eines Unternehmens muss über ein bewusst gestaltetes Motivations- und Sanktionssystem mit den Individualzielen der handelnden Personen verknüpft sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel kann bei den meisten Wirtschaftsunternehmen davon ausgegangen werden, dass sie das Ziel der Gewinnmaximierung verfolgen. Dabei ist die Sichtweise keineswegs auf kurzfristigen Erfolg ausgerichtet, sondern auf nachhaltiges und stetiges Gewinnwachstum. Aus dieser Formulierung ergibt sich als Konsequenz, dass das Ziel eines auf Dauer angelegten Unternehmens (wovon im folgenden ausgegangen werden soll) offen ist, in dem Sinne, dass es niemals möglich ist, das Ziel vollständig zu erfüllen (sonst würde die Existenzberechtigung des Unternehmens in jenem Moment erlöschen). Das Ziel kann also nicht „erreicht“, sondern nur „verfolgt“ werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Gewinn erwirtschaften zu können, muss ein Unternehmen seinem Absatzmarkt ein attraktives Angebot machen, es muss sich bedeutende Wettbewerbsvorteile erarbeiten. Weiterhin ist es nicht ausreichen, sich mit einem einmal erarbeiteten Wettbewerbsvorteil zufrieden zu geben. Es besteht immer die Gefahr, dass Mitbewerber nachziehen, weiterhin können sich die konkreten Kundenbedürfnisse und andere Umweltbedingungen ändern, außerdem erfordert das Unternehmensziel die kontinuierliche, nachhaltige Verbesserung der operativen Fähigkeiten, des Angebots und nicht zuletzt der Gewinne. Kontinuierliche Verbesserung ist also kein Zweck an sich, sondern eine notwendige Bedingung für das langfristige erfolgreiche Bestehen des Unternehmens und damit auch für den Erhalt der Arbeitsplätze und der Beiträge, die das Unternehmen für seine Kunden und die Gesellschaft erbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Managementsystem der „Theory of Constraints” stellt dem Ziel der langfristig nachhaltigen und stetig steigenden Gewinnerzielung („make more money now as well as in the future“ –„erwirtschafte sowohl heute als auch in Zukunft mehr Gewinn“) notwendige Bedingungen an die Seite, die in einem ausreichenden Masse nachhaltig erfüllt sein müssen, um das Verfolgen des Zieles langfristig zu ermöglichen: Zufriedenheit von Mitarbeitern und Kunden und Befriedigung der legitimen Interessen der Umwelt des Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum ist ein Kennzahlensystem erforderlich? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits erwähnt, muss das Zielsystem eines Unternehmens über ein bewusst gestaltetes Motivations- und Sanktionssystem mit den Individualzielen der handelnden Personen verknüpft sein. In der Regel kommen dabei Kennzahlensysteme zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kennzahlensystem ist eine System betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, die miteinander in Beziehung stehen und über einen Sachverhalt Auskunft geben, etwa über der Grad der Zielerreichung des Unternehmens oder lokale bzw. individuelle Leistung. Kennzahlensysteme werden vor allem für zwei Zwecke eingesetzt:&lt;br /&gt;
# Sie sollen eine individuelle und organisationale Standortbestimmung in Bezug auf das Unternehmensziel ermöglichen und damit auch einen Soll-Ist-Abgleich.&lt;br /&gt;
# Sie sollen für die Mitglieder des Unternehmens und das Unternehmen als ganzes handlungsleitend wirken („Sage mir, wie Du mich misst, und ich sage Dir, wie ich mich verhalten werde.“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie entstehen Zielkonflikte in Unternehmen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Unternehmen lassen sich verschiedene Interessengruppen ausmachen (u.a. Eigentümer, Spitzenmanagement und leitende Angestellte, mittleres Management, Vorarbeiter, Arbeitnehmer). Jedes Mitglied dieser Gruppen verfolgt neben gruppentypischen Zielen auch persönliche Ziele. Offensichtlich stimmen die Ziele auf persönlicher, Gruppen- und Unternehmensebene nicht notwendigerweise überein. Daher ist die Unternehmensführung bestrebt, mittels geeigneter Maßnahmen die für das Unternehmen relevanten Ziele der Gruppen und Personen auf das Zielsystem des Unternehmens auszurichten. In der Regel geschieht dies, indem die Unternehmensziele auf lokale Ziele von Subsystemen des Unternehmens heruntergebrochen werden und jedem Subsystem lokale Kennzahlen zugeordnet werden, die es zu verbessern gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft führen Kennzahlensysteme und Anforderungen des betrieblichen Berichtswesens dazu, dass Führungskräfte ihre Aufmerksamkeit auf eine Vielzahl von Dingen lenken und nicht auf den zentralen Hebel zur Verbesserung des Geschäftsergebnisses, den Constraint. Der Grundgedanke eines zielkonformen, konsistenten und widerspruchsfreien Kennzahlensystems besteht darin, sich ausschließlich auf die Leistung der Gesamtorganisation zu konzentrieren und lokal orientierte Leistungsmessung und Kennzahlen nur am Constraint zuzulassen, weil nur an dieser Stelle globales und lokales Optimum zusammenfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein einfaches, aber wirkungsvolles Set an Kennzahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst muss auf der Ebene der Gesamtorganisation ein einfaches, konsistentes und wirkungsvolles Kennzahlensystem bestimmt werden. Das im folgenden vorgestellte System beruht auf dem einfachen, aber wirkungsvollen und erprobten Kennzahlensystem der Theory of Constraints.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchsatz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht man vom Ziel der stetigen und nachhaltigen Gewinnsteigerung aus, liegt der entscheidende Hebel nicht im Senken der Kosten oder Ausgaben (dieses Potential ist notwendigerweise begrenzt und viele Unternehmen finden sich nach ausgeprägten Phasen der Kostensenkung in Situation wieder, die ihre Leistungsfähigkeit beeinträchtigen), sondern im Steigern der Einnahmen, also der Umsätze des Unternehmens. Zieht man von den steigenden Umsätzen die tatsächlich umsatzvariablen Ausgaben ab (etwa für Rohmaterial oder andere Fremdbezüge), so erhält man den Gewinnbeitrag aus der Geschäftstätigkeit, der sich als finanzieller Durchsatz (T für Throughput) bezeichnen lässt. Steigender Durchsatz führt ceteris paribus notwendigerweise zu steigendem Nettogewinn. Weiterhin entspricht positiver Durchsatz einem Mittelzufluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z.B. hat das Unternehmen U im vergangenen Jahr Waren im Wert von 500.000€ verkauft und für Rohstoffe und Kaufteile 60.000€ ausgegeben, alle weiteren Ausgaben standen nicht in direktem Zusammenhang mit dem Absatz und wären auch so angefallen. Der Durchsatz betrug also 440.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestände ===&lt;br /&gt;
Geldmittel als wertvolles Gut sollten nicht übermäßig in Beständen (I für Inventory oder Investment) gebunden sein sondern vielmehr zur Generierung von Durchsatz zur Verfügung stehen. Folglich ist es erforderlich, die Bestände auf ein optimales Niveau zu begrenzen. Dabei gehören zu den Beständen nicht nur Rohstoffe und Warenbestände, sondern allgemein alles, was das Unternehmen im Prinzip in Durchsatz verwandeln könnte, als auch Güter des Anlagevermögens wie Gebäude oder Fahrzeuge. Um auch bei den Beständen die Verbindung zu tatsächlich getätigten Ausgaben (negativem Cashflow) zu herzustellen, sollten die Bestände mit den jeweiligen Beschaffungskosten bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Durchschnitt des Vorjahres verfügte U über Bestände an Rohstoffen im Einkaufswert von 20.000€, in vorhandene Fertig- und Halbfertigwaren wurden Rohstoffe und Kaufteile im Einkaufswert von 15.000€ verarbeitet. Außerdem belief sich der Zeitwert des Anlagevermögens auf 890.000€. Somit verfügte U über Bestände in Höhe von 925.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man das Anlagevermögen als mittel- bis langfristig annähernd konstant oder soll es nicht näher betrachtet werden, können zu Analysezwecken in bestimmten Fällen auch nur die Bestände an Rohstoffen, Fertgig- und Halbfertigwaren betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betriebsausgaben ===&lt;br /&gt;
Die Betriebsausgaben oder Betriebskosten (OE für Operating Expenses) stellen alle weiteren Ausgaben oder Aufwendungen des Unternehmens dar, die nicht unter die umsatzvariablen Kosten fallen oder durch den beschriebenen Bestandsbegriff abgedeckt sind. Sie repräsentieren den Aufwand, den das Unternehmen betreibt, um aus Beständen Durchsatz zu generieren, indem etwa aus Rohstoffen fertige, verkaufte Produkte, Dienstleistungen erbracht oder nicht mehr erforderliche Gebäude verkauft werden. Andererseits können Betriebsausgaben bei steigendem Durchsatz zunehmen, beispielsweise weil zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vergangenen Jahr beliefen sich die Betriebsausgaben bei U auf 350.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeleitete Kennzahlen ===&lt;br /&gt;
Aus diesen drei Kennzahlen lassen sich weitere ableiten (einige werden im folgenden näher diskutiert):&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;70%&amp;quot; | - Nettogewinn (NP)&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;30%&amp;quot; |	NP = T – OE &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - Return on Investment (ROI) || ROI = NP / I&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - Produktivität || PY = T / OE&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - Investitionsumlauf || TO = T / I&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Beispielunternehmen U ergeben sich aus den vorgenannten Zahlen folgende abgeleitete Kennzahlen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;37,5%&amp;quot; | - Nettogewinn&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;25%&amp;quot; | NP = T - OE&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;40%&amp;quot; | 440.000€ - 350.000€ = 90.000€&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - ROI || ROI = NP / I || 90.000€ / 925.000€ = 9,73%&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - Produktivität || PY = T / OE || 440.000€ / 350.000€ = 1,26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| - Investitionsumlauf || TO = T / I || 440.000€ / 90.000€ = 4,89&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die handlungsleitende Wirkung dieser drei Kennzahlen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wendet man diese drei grundlegenden Kennzahlen auf das Ziel der nachhaltigen und stetigen Gewinnsteigerung an, so ergibt sich folgendes Bild:&lt;br /&gt;
# Oberste Priorität hat die Steigerung des Durchsatzes.&lt;br /&gt;
# Zweitens müssen die Bestände auf das erforderliche Maß begrenzt werden (unter Einsatz moderner Ansätze der Betriebsführung ist dieses Maß oft geringer als gedacht).&lt;br /&gt;
# Die Verringerung der Betriebsausgaben oder -kosten steht an dritter Stelle, weil ihr Potential zur Gewinnsteigerung im Vergleich zur Erhöhung des Durchsatzes begrenzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unternehmen, die dieser Hierarchie konsequent folgen, sind in der Lage ihren Gewinn (auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten) nachhaltig und stetig zu steigern. So führt steigender Durchsatz selbst bei steigenden Betriebsausgaben (sofern diese sich unterproportional zum Durchsatz verhalten) noch zu Gewinnsteigerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Vorteile ergeben sich aus diesem System:&lt;br /&gt;
* (Produkt-)Kalkulationen können unter Berücksichtigung des Engpasses oder Constraints (der den Systemdurchsatz bestimmt) viel einfacher und schneller erstellt werden, als mit der klassischen (Produkt-)Kostenrechnung.&lt;br /&gt;
* Alle Entscheidungen sind auf globale Optimierung des Systems ausgerichtet.&lt;br /&gt;
* (Verbesserungs-) Aktivitäten können hinsichtlich ihrer globalen Auswirkung bewertet und priorisiert werden.&lt;br /&gt;
* Anfragen / Angebote werden aufgrund der globalen Auswirkung des neuen Auftrages bewertet, entschieden und behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgt man der Erkenntnis, dass der primäre Hebel für die Verbesserung des Unternehmensergebnisses in der Steigerung des Durchsatzes liegt, so muss auch das gesamte Ziel- und Kennzahlensystem des Unternehmens darauf ausgerichtet sein, die nachhaltige und stetige Durchsatzsteigerung zu gewährleisten. Insbesondere darf es keine lokalen Kennzahlen geben, die Mitarbeiter zu Verhaltensweise motivieren, die der Durchsatzsteigerung entgegenwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele zielkonformer Kennzahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konkrete Ausgestaltung des Kennzahlensystems richtet sich stets nach der individuellen Situation des betrachteten Unternehmens. Im folgenden sollen jedoch einige exemplarische Kennzahlen kurz diskutiert werden, die sich zum einen auf der globalen, also unternehmensweiten Ebene bewegen, zum anderen der Forderung nach lokaler Entscheidung und Bewertung Rechnung tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Globale Handlungs- und Entscheidungsbewertung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht bei jeder Entscheidung ist unmittelbar ersichtlich, wie sie Durchatz, Bestände und Betriebsausgaben mittel oder langfristig beeinflusst. Daher sind, um Entscheidungen auf lokaler Ebene zu ermöglichen, ohne jeweils den Effekt auf globale Kennzahlen berechnen zu müssen, einfache, unmittelbar bestimmbare Kennzahlen erforderlich, die dennoch mit dem Gesamtzielsystem konsistent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Durchsatzwert-Tage und Bestandswert-Tage ====&lt;br /&gt;
Grundsätzlich lassen sich Handlungen dahingehend beurteilen, ob sie zielführend sind oder nicht. Geht man davon aus, dass sich zielführendes Verhalten darin äußert, dass es den Durchsatz bzw. den Gewinn einer Organisation verbessert, kann man umgekehrt schließen, dass nicht zielführendes oder schädigendes Verhalten den Durchsatz senkt und die Bestände erhöht. Nicht zielführendes Verhalten lässt sich wiederum in zwei Kategorien unterteilen:&lt;br /&gt;
# Unterlassungen (was man hätte tun sollen, aber nicht getan hat); jede Unterlassung bedeutet Unzuverlässigkeit; geringe Unterlassungen stehen also für hohe Zuverlässigkeit&lt;br /&gt;
# Verschwendung (was man nicht hätte tun sollen, aber trotzdem getan hat); geringe Verschwendung stehen also für hohe Effektivität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== ''Zuverlässigkeit'' =====&lt;br /&gt;
Die Zuverlässigkeit lässt sich mit Durchsatzwerttagen (TDD für Throughput Dollar Days) bemessen: um wie viel Tage wurde Durchsatz in welcher Höhe verschoben:  TDD = Summe [Durchsatz * (Tage verspätet)]. Offensichtlich sollte diese Kennzahl möglichst klein sein, im besten Fall ist sie Null, was höchste Zuverlässigkeit ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verzögerte sich bei U eine Lieferung aufgrund von Fertigungsproblemen um 16 Tage, der Durchsatz der Lieferung betrug 5.000€, es entstanden somit ein Schaden durch Unzuverlässigkeit, der jeden Tag um 5.000€ anstieg, um am Ende der Verzögerung 5000€ * 16 Tage = 80.000 €Tage aszumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== ''Effektivität'' =====&lt;br /&gt;
Die Effektivität lässt sich mit Bestandswerttagen (IDD für Inventory Dollar Days) bemessen: für welchen Zeitraum wurde Bestände in welcher Höhe aufgebaut:  IDD = Summe [Bestandswert * (Tage im Bestand)]. Offensichtlich sollte auch diese Kennzahl möglichst klein sein, sie wird aber niemals Null sein, weil das Unternehmen stets über einen gewissen Mindestbestand verfügen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen bestimmten, erwarteten Auftrag baute U in seinem Lager 10 Tage vor Verbrauch einen Bestand an Rohstoffen im Einkaufswert von 10.000€ auf. Einen Tag nach Rohstoffeingang beliefen sich die IDD auf 10.000€, am Tag 10 waren es bereits 100.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lokale Handlungs- und Entscheidungsbewertung ===&lt;br /&gt;
Die folgenden Beispiele stellen weitere in der unternehmerischen Praxis erprobte Kennzahlen für Einzelbereiche dar, die jedoch unter Umständen den Gegebenheiten des Einzelfalls anzupassen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Preisbildung - Durchsatz je Zeiteinheit des Constraint ====&lt;br /&gt;
Der Constraint ist gewissermaßen die wichtigste Engstelle im Unternehmen. Seine Kapazität bestimmt die Kapazität des Gesamtsystems. Folglich stellt er die wertvollste Ressource dar und sollte bestmöglich genutzt werden, etwa indem die vorhandene Kapazität für diejenigen Produkte verwendet wird, die den höchsten Durchsatz ermöglichen. Die Preise für Produkte oder Dienstleistungen sollten also nicht aufgrund der auf den aufgewandten Kosten festgelegt werden, sondern vielmehr unter Berücksichtigung des höchsten Preises, den der Markt zu akzeptieren bereit ist (also aufgrund des größtmöglichen Durchsatzes). Während es hier von Unternehmen zu Unternehmen Unterschiede gibt, etwa im Hinblick auf Niedrigpreisstrategien oder auf die Intensität des Preiswettbewerbs, liegt der Schlüssel darin, die Preise unter keinen Umständen aufgrund von Produktkosten festzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zwischen Durchsatz und Zeitaufwand des Constraints bietet Hinweise darauf, ob der Preis eines Produktes oder einer Dienstleistung ändert werden sollte. Bei einem Produkt, dessen Durchsatz je Zeiteinheit des Constraints relativ gering ist, sollte überlegt werden, den Preis zu erhöhen, umso den Nettogewinn zu steigern. Produkte mit einem hohen Durchsatz je Zeiteinheit des Constraints sollten im Vertrieb besondere Aufmerksamkeit erfahren, weil auf diese Weise der höchstmögliche Gewinn erwirtschaftet werden kann. Produkte, die überhaupt keine Zeit des Constraints in Anspruch nehmen, sollten zu einem Preis angeboten werden, der dazu geeignet ist, vorhandene und derzeitig nicht genutzte Kapazität innerhalb des Produktionssystems auszulasten, ohne jedoch den Constraint zusätzlich zu belasten oder neue Engpässe zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Y GmbH bietet drei Produkte an (siehe unten). A und B werden selber produziert, C wird zugekauft und benötigt keine Zeit des Constraint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;5%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Produkt'''&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;5%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Verkaufspreis'''&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;7%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Variable Kosten'''&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;5%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Durchsatz'''&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;8%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Zeitaufwand des Constraints'''&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;10%&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | '''Durchsatz je Zeiteinheit des Constraints'''&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | A &lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 156 €&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 23 €&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 130 € || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 20 min || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 6,50 €/min&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | B ||	align=&amp;quot;right&amp;quot; | 99 € ||	align=&amp;quot;right&amp;quot; | 66 € ||	align=&amp;quot;right&amp;quot; | 33 € ||	align=&amp;quot;right&amp;quot; | 2 min || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 16,50 €/min&lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | C ||	align=&amp;quot;right&amp;quot; | 250 € || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 87 € || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 163 € || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 0 min || ./.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grundlage dieser Analyse sollte die Y GmbH versuchen, den Preis von A zu erhöhen und die Verkaufsmengen von B zu steigern. Möglicherweise sollte der Preis von C gesenkt werden, sofern die zusätzlichen Verkaufszahlen zu einer Erhöhung des Gesamtdurchsatzes führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vertriebsbewertung - Angebotsdurchsatz ====&lt;br /&gt;
In vielen Vertriebsabteilungen werden die Mitarbeiter anhand der Angebotswerte gemessen. Typischerweise wird dabei der Umsatz zugrunde gelegt. Auf diese Weise wird jedoch nicht berücksichtigt, ob die Umsätze ausreichen, um sicherzustellen, dass das Unternehmen letztendlich Gewinn machen würde. Daher ist es sinnvoller, anstelle des Umsatzes im Durchsatz zu berücksichtigen. Auf diese Weise können auch effektivere Prämienmodelle für die Vertriebsmitarbeiter entwickelt werden, die Angebote mit hohem Durchsatz fördern. Andernfalls wären Verkäufer eher daran interessiert, diejenigen Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen, die sich einfach verkaufen lassen, unabhängig davon, welchen Durchsatz diese bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Z AG verkauft Maschinen in unterschiedlichen Preissegmenten. Im Hochpreissegment ist der Durchsatz aufgrund der Konkurrenzsituation im Vergleich zum Niedrigpreissegment gering. Wenn die Z AG ihren Vertrieb anhand des Umsatzes bewertet, werden diese versuchen, vorrangig im Hochpreissegment zu verkaufen, ein Umstellen des Prämienmodells auf Durchsatz verlagert die Aufmerksamkeit des Vertriebs auf diejenigen Maschinen, die höhere Gewinnbeiträge (Durchsatz) liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Effektivität des Vertriebs - Auftragseingangsrate ====&lt;br /&gt;
Um die Effektivität des Vertriebs zu messen, lässt sich der Angebotsdurchsatz mit dem Durchsatz der erteilten Aufträge vergleichen. Diese Auftragseingangsrate drückte die Fähigkeit aus, die Kunden zur Annahme eines Angebotes zu bewegen. Zusätzlich lässt sich diese Kennzahl danach unterscheiden, ob im Einzelfall konkurrierende Angebote vorgelegen haben oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Auftragseingangsrate = Auftragsdurchsatz : Angebotsdurchsatz&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat der Vertrieb der P KG in einem Zeitraum Angebote über einen Durchsatz von 156.000 € abgegeben, aber nur feste Aufträge mit einem Durchsatz von 98.000 € erhalten, beträgt die Auftragseingangsrate 98.000€ / 156.000€ = 62,8%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stillstand des Constraint - Wartungseffektivität ==== &lt;br /&gt;
Der Constraint ist die wertvollste Ressource des Unternehmens. Er bestimmt die Leistung des Gesamtsystems. Daher ist es erforderlich, Stillstandszeiten des Constraint und ihre Gründe zu erfassen, so dass in der Folge Maßnahmen eingeleitet werden, die die maximale Ausnutzung des Constraint ermöglichen. Auch die notwendigen Wartungsarbeiten sollten auf diese Weise betrachtet werden. Die Effektivität der Wartung ist wichtiger als deren Effizienz. Beispielsweise sollten die Mitarbeiter in der Wartung des Constraints an ihrer Fähigkeit gemessen werden, den Constraint nach dem Eingriff mit möglichst wenig Unterbrechungszeit arbeiten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Effektivität der Wartung zu ermitteln, vergleicht man die tatsächlich verfügbare Zeit des Constraint mit dem Zeitaufwand für die eigentliche Wartung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wartungseffektivität am Constraint = tatsächliche Betriebsdauer des Constraint / Ausfallzeit des Constraint durch Wartung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Constraint der Y GmbH befindet sich in der Verpackungsanlage. Diese wird 5 Tage in der Woche ununterbrochen betrieben, es stehen also theoretisch 5*24 = 120 Stunden pro Woche zur Verfügung. In der vergangenen Woche konnten die wöchentlichen Wartungsarbeiten nicht am Wochenende beendet werden, und am Montag wurde die Anlage erst mit 6-stündiger Verspätung in Betrieb genommen. Die Wartungseffektivität betrug somit (120h-6h)/ 6h = 114h/6h=19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offensichtlich sollte bei der Wartungseffektivität ein möglichst hoher Wert angestrebt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stillstandszeit kann allerdings nicht nur zeitlich bewertet werden, sondern auch anhand des Durchsatzes (des Gesamtsystems!), der in dieser Zeit hätte produziert werden können. Aufgrund der Verzögerung konnten 9 Stück des Produktes A und 90 Stück von Produkt B (siehe obige Tabelle) nicht verkauft werden. Es entstand also ein Verlust an Durchsatz in Höhe von 9*6,50€+90*16,50€=58,50€+1.485€=1.543,50€. Dieser Durchsatzverlust ist gleichbedeutend mit entgangenem Gewinn! Auch auf diese Weise wird deutlich, welchen Wert der Constraint für das Unternehmen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auslastung des Constraint ====&lt;br /&gt;
Der Constraint ist die einzige Stelle in einem Unternehmen, an der die lokale Effizienz gleich der globalen Effizienz ist. Daher ist nur hier die Messung und Maximierung der Effizienz oder des Auslastungsgrades sinnvoll: Constraintauslastung = tatsächliche Produktionszeit/Verfügbare Zeit des Constraint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verpackungsanlage der Y GmbH hätte im vergangenen Jahr an 225 Tagen jeweils für 24 Stunden betrieben werden können. Tatsächlich lief sie von den verfügbaren 5400 Stunden aber nur 5000 Stunden, woraus sich eine Auslastung von 92,59% ergibt. Dies entspricht gleichzeitig dem Auslastungsgrad des Unternehmens an sich. Auch in diesem Fall lässt sich der Verlust in Höhe von 7,41% der Kapazität in verlorenem Durchsatz (und damit entgangenem Gewinn) bewerten. Die Produkte A und B hätten im Verhältnis 2:3 gefertigt und verkauft werden können, so dass für A 9.600 Minuten und für B 14.400 Minuten zur Verfügung gestanden hätten. Der so entstandene Verlust beläuft sich also auf 9.600min * 6,5€/min + 14.400min * 16.5€/min = 62.400€ + 237.600€ = 300.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt also die Regel, dass jede am Constraint verlorene Minute einen Verlust für das Gesamtsystem darstellt und nicht lediglich einen lokal begrenzten Schaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslastung des Constraint kann u.U. manipuliert werden, in dem Aufträge mit niedriger Priorität vorgezogen werden damit die Anlage läuft. Sollte dies der Fall sein, muss außerdem die Plantreue am Constraint gemessen werden. Eine andere Manipulationsmöglichkeit liegt in der zur Verfügung stehenden Zeit, hier muss genau begründet werden, falls weniger als 24h am Tag angesetzt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Plantreue am Constraint ====&lt;br /&gt;
Weil am Constraint die Auslastung durch das Verarbeiten niedrig priorisierter Aufträge künstlich gesteigert werden kann, ohne dass das Unternehmen tatsächlich Durchsatz generiert muss die Einhaltung des Bearbeitungsplans am Constraint überwacht werden. Eine einfache Kennzahl vergleicht die Zahl der bearbeiteten Aufträge mit den geplanten Aufträgen einer Periode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auslastung und Plantreue am Constraint stellen die besten Kennzahlen dar, anhand derer die für den Engpass verantwortliche Führungskraft bewertet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ausschuss nach Constraint ====&lt;br /&gt;
Ein guter Weg, um den Unternehmensdurchsatz zu steigern, besteht darin, Ausschuss hinter dem Constraint zu vermeiden. Ausschuss hinter dem Constraint hat bereits Kapazität der wertvollsten Ressource genutzt, die nicht wieder zurückgewonnen werden kann. Für diese Kennzahl wird der Durchsatzverlust aufgrund des Ausstoßes summiert. Monatlich muss die Y GmbH im Durchschnitt 400 Stück von Produkt A und 60 Stück von Produkt B nach dem Verpacken (Constraint) entsorgen, weil sie sich als defekt herausstellten. Der entgangene Durchsatz beläuft sich folglich auf 400 * 6,50€ + 60 * 16,50€= 3.590€&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produktivität und Effektivität ====&lt;br /&gt;
Obwohl sollte das Hauptaugenmerk auf der Steigerung des Durchsatzes liegen muss, müssen die Kosten kontrolliert werden. Dies kann etwa geschehen, indem der Durchsatz mit den gesamten Betriebsausgaben verglichen wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Produktivität = Durchatz / Betriebsausgaben&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ähnlicher Weise sollte der Fertigungsprozess anhand des Durchsatzes im Vergleich zur aufgewendeten Zeit am Engpass bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise wird deutlich, wie jegliche Ausgaben und Aufwendungen des Unternehmens den Durchsatz beeinflussen. Diese Kennzahl kann auch bei der Bewertung von „Kosteneinsparungen“ helfen, indem die Auswirkungen von Einsparungen auf den Durchsatz beobachtet werden. In gleicher Weise kann der Effekt der Ausweitung von Betriebsausgaben auf den Durchsatz verfolgt und bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Betriebsleiter der Y GmbH überlegt, einige manuelle Tätigkeiten zu automatisieren und eine neue Anlage für 800.000€ zu erwerben. Eingesparten Personalkosten in Höhe von 100.000€ stünden dann höhere Abschreibungen und Betriebskosten der Anlage von 20.000 € gegenüber. Der Durchsatz bliebe unverändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Controller schlägt vor, einen Mitarbeiter einzustellen, der vor der Verpackungsanlage (dem Constraint) eine Qualitätskontrolle durchführt und außerdem die Mitarbeiter in der Wartung der Verpackungsanlage, im Fertigwarenlager und Versand besser zu qualifizieren, was allerdings auch eine höhere Entlohnung nach sich ziehen würde. Auf diese Weise könnte die Auslastung des Constraint auf 99% steigen und der Ausschuss nach Constraint auf ein Drittel gesenkt werden. Die Personalkosten stiegen allerdings um 60.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit beträgt der maximal erreichbare Durchsatz bei 5400 Stunden 4,05 Mio €. Bei der aktuellen Auslastung des Constraints von 92,59% und unter Abzug des Ausschusses nach Constraint von 12 * 3.590€ = 43.080€ ergibt sich also ein Durchsatz von 3.706.920 €. Die Betriebsausgaben machen 3 Mio € aus. Folglich beläuft sich die Produktivität auf: PY = T / OE = 3.706.920€ / 3.000.000€ = 1,24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorschlag des Betriebsleiters ergäbe eine Produktivität von: PY = T / OE = 3.706.920€ / (3.000.000€ -100.000€ + 20.000€) = 1,27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realisierung des Vorschlags des Controllers ergäbe eine Steigerung des Durchsatzes auf 99% der Kapazität. Vom Durchsatz von 4.009.500€ blieben nach Abzug des reduzierten Ausschusses nach Constraint (21.540€) noch 3.987.960€ übrig. Die Produktivität beliefe sich auf: PY = T / OE = 3.987.960€ / (3.000.000€ + 60.000€) = 1,30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während beide Maßnahmen die Produktivität steigern, ist der Hebel im Fall des Vorschlags des Controllers deutlich höher. Außerdem werden in diesem Fall die Bestände nicht ausgeweitet (die Maschine würde zum Anlagevermögen gehören). Daher ist dem Vorschlag des Controllers der Vorrang zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auftragsdurchlaufzeit ====&lt;br /&gt;
Je schneller ein Unternehmen Aufträge durch sein Produktionssystem hindurchschleusen kann, desto mehr Durchsatz und Gewinn kann es realisieren. Obwohl die Gesamtmenge durch den Constraint begrenzt wird, können andere Prozessschritte verkürzt werden, um eine schnellere Durchlaufzeit zu erreichen. Kurze Durchlaufzeiten bedeuten Wettbewerbsvorteile, allerdings kann dadurch auch ein Auftragsrückstand ausgelöst werden. Die Durchlaufzeit berechnet sich aus der Zeitdifferenz zwischen Lieferdatum und Auftragseingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bestandsumschlag  ====&lt;br /&gt;
Wird der Lager- oder Bestandsumschlag vor dem Hintergrund der maximalen Ausnutzung einer begrenzten Ressource gemessen, besteht die Kernfrage darin, wie viel Bestand notwendig ist, um den Durchsatz zu maximieren. Dementsprechend wird der Bestandsumschlage wie folgt gemessen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Bestandsumschlag = Durchsatz / Einstandskosten des Bestandes&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise lässt sich bestimmen, inwieweit weitere Investitionen in Bestände (nicht) erforderlich sind, um den Durchsatz zu maximieren. Beachten Sie, dass die Betriebsausgaben in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen, weil ihre Höhe nicht mit dem Durchsatz variiert. Ein Ergebnis kann sein, dass Bestände, die im Zusammenhang mit dem Durchsatz stehen, nicht gesenkt werden, während Bestände an anderen Stellen im Unternehmenssystem zurückgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== ROI ====&lt;br /&gt;
Für Zwecke der Renditeberechnung wird der Gewinn durch die Einstandskosten des Bestandes geteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|border=&amp;quot;1&amp;quot; cellspace=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse&amp;quot;&lt;br /&gt;
| ROI = Gewinn / Bestand&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise kann verfolgt werden, wie sich die Entwicklung des Gewinns im Vergleich zu den Bestandsveränderungen verhält. Beispielsweise kann der Effekt eines Sicherheitsbestandes auf den Durchsatz bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nachhaltig und langfristig stetig steigenden Gewinn erwirtschaften zu können, muss ein Unternehmen dieses Ziel in ein passendes, konfliktfreies Kennzahlensystem übertragen. Während die Kennzahlen Durchsatz, Bestände und Betriebsausgaben eine einfache, systemweite Bestandsaufnahme ermöglichen, erlauben es abgeleitete Kennzahlen, globale Ziele in lokale Handlungsanweisungen umzusetzen. Jede einzelne Entscheidung oder Handlung lässt sich in Bezug auf Zuverlässigkeit und Effektivität bewerten, weitere abgeleitete Kennzahlen ermöglichen eine einfache Steuerung an den strategisch relevanten Punkten auf operativer Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersteinstellender Autor ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Lenhartz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Return_on_Investment_(ROI)&amp;diff=3699</id>
		<title>Return on Investment (ROI)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Return_on_Investment_(ROI)&amp;diff=3699"/>
		<updated>2012-05-04T16:40:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Links */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== IGC-DEFINITION ==&lt;br /&gt;
'''Return on Investment ROI / [[:en:Return on Investment ROI|Return on Investment ROI]]'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Return on Investment ist das, was aus dem Investment  &amp;quot;zurückkehren&amp;quot; soll. Er drückt somit das Gewinnziel aus. Der Gewinn wird auf das investierte, betriebsnotwendige Vermögen bezogen, weil die Führungskräfte den Gewinn mit der Investition - mit den vorhandenen Gütern - erarbeiten müssen. Die Kennzahl ROI läßt sich zerlegen in zwei Grundkomponenten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Return on Investment ROI.png|x120px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesamtkapitalrentabilität ist der deutsche Begriff für ROI. Dabei ist jedoch als Basis das betriebsnotwendige Vermögen zu verwenden und nicht die unbereinigte Bilanzsumme. Vgl. Abbildung unter dem Stichwort [[Kennzahlensysteme]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus: [http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.), 4. Auflage, Schäffer-Poeschel, Stuttgart, 2010]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
[[Kapitalertrag-Stammbaum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Return_on_Capital_Employed_(ROCE)&amp;diff=3696</id>
		<title>Return on Capital Employed (ROCE)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Return_on_Capital_Employed_(ROCE)&amp;diff=3696"/>
		<updated>2012-05-04T16:38:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Quelle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== IGC-DEFINITION ==&lt;br /&gt;
'''Return on Capital Employed ROCE / [[:en:Return on Capital Employed ROCE|Return on Capital Employed ROCE]]'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Return on Capital Employed ist die Rentabilität des netto eingesetzten Vermögens. Dabei wird wie für die Kennzahl [[Return on Investment ROI|ROI]] vom betriebsnotwendigen Vermögen ausgegangen, von welchem das dem Unternehmen „gratis“ zur Verfügung stehende Fremdkapital, das heißt vor allem Lieferantenverbindlichkeiten und Kundenanzahlungen, abgezogen werden. Man spricht dann vom Capital Employed.&lt;br /&gt;
Der ROCE eignet sich vor allem für Leiter von selbständig bilanzierenden Einheiten als Gewinnkennzahl, wenn diese Leiter die Finanzierungsstruktur nicht selbstverantwortlich steuern können. Sie haben dann ein Interesse, einen möglichst großen Teil des für ihr Geschäft benötigten Vermögens durch „Gratiskapital“ zu finanzieren, weil sich dies positiv auf die ROCE-Kennzahl auswirkt.&lt;br /&gt;
Da die Finanzierungsstruktur nicht durch die verantwortlichen Leiter bestimmt wird, muß als Gewinngröße wie beim ROI der Gewinn vor Abzug von Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:ROCE.png|x65px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus: [http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.igc-controlling.org/DE/_publikationen/publikationen.php IGC-Controller-Wörterbuch, International Group of Controlling (Hrsg.), 4. Auflage, Schäffer-Poeschel, Stuttgart, 2010]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kennzahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Reputationsrisiko&amp;diff=3694</id>
		<title>Reputationsrisiko</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Reputationsrisiko&amp;diff=3694"/>
		<updated>2012-05-04T16:37:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Reputationsrisiko ist Teil des Unternehmensrisikos und muss durch das Risikomanagement, das sowohl aus betriebswirtschaftlicher als auch aus rechtlicher Sicht benötigt wird, abgedeckt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr siehe Artikel [[Reputationsrisikomanagement]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Recoverable_amount&amp;diff=3691</id>
		<title>Recoverable amount</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Recoverable_amount&amp;diff=3691"/>
		<updated>2012-05-04T16:33:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Aus IAS 36.8 ergibt sich, dass ein Vermögenswert wertgemindert ist, wenn sein Buchwert (carrying amount) seinen erzielbaren Betrag (recoverable amount) übersteigt. Dabei ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts als der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungswert (fair value less costs to sell) und Nutzungswert (value in use) definiert (IAS 36.6; IAS 36.18). Diese Regelung unterstellt, dass sich eine rational denkende und handelnde Unternehmensleitung immer für die wirtschaftlich vorteilhaftere Alternative aus Veräußerung und weiterer Nutzung des Vermögenswerts entscheiden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr siehe [[Erzielbarer Betrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Management_Accounting&amp;diff=3687</id>
		<title>Management Accounting</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Management_Accounting&amp;diff=3687"/>
		<updated>2012-05-04T15:46:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Herwig Friedag: /* Abgrenzung der Rechnungswesenbereiche */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Management Accounting (deutsch: Rechnungswesen) hat im betrieblichen Kontext die primäre Aufgabe, das sozioökonomische System „Unternehmung“ mit all seinen von Mitarbeitereinbringungen über Vermögensgegenstände und Nutzungsrechte bis hin zu den unterschiedlichsten Verpflichtungen (Schulden; Rückstellungen u.a.) reichenden Komponenten in Wertgrößen für Zwecke der Dokumentation und der Disposition abzubilden. Damit dient das Rechnungswesen der Reduktion von Informationsasymmetrien, die sowohl innerhalb des Unternehmens auf verschiedenen Hierarchiestufen als auch im Verhältnis zwischen Umsystem und Unternehmen auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung der Rechnungswesenbereiche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im angloamerikanischen Raum wird für das Rechnungswesen der Begriff des Accounting verwandt, der in Abhängigkeit von dem primär zu informierenden Adressatenkreis i.d.R. in Management- oder Cost-Accounting für die interne Nutzung und Financial-Accounting für die externe Rechnungslegung unterteilt wird. Dies entspricht der im deutschen Sprachraum üblichen Trennung von internem und externem Rechnungswesen. Insb. in der angloamerikanischen Literatur ist die Abgrenzung jedoch nicht sehr trennscharf, da bspw. dem Management-Accounting auch der umfassendere Gesamtinhalt der Unternehmensrechnung, die die Unternehmensführung entscheidungs- (Decision-Facilitating) oder verhaltensorientiert (Decision-Influencing) nutzen kann, zugeordnet wird (Sweeny 1983, S. 467-468). In jüngster Zeit wird diese Trennung auch in Deutschland unter dem Schlagwort integriertes oder konvergentes Management-Rechnungswesen diskutiert und Vorschläge zu der Überwindung in Richtung einer ergebnis- und finanzzielorientierten Zusammenführung der beiden Rechnungswesenteilbereiche im Hinblick auf die Informationsunterstützung des Managements, der Shareholder (Shareholder Value-Analysis) und übrigen Stakeholder unterbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr siehe Rechnungswesen [http://www.controlling-wiki.com/de/index.php/Rechnungswesen]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herwig Friedag</name></author>
		
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